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Von der Fantasie zur Realisation

Die Fantasie ......

Lasst euren Fantasien freien Lauf, auch wenn sie noch so absurd und übertrieben sind.

 

1995 waren wir in Australien, um zum ersten Mal mit einem 4x4-Camper (Toyota Landcruiser) 27 Tage lang im Outback unterwegs zu sein.
Unsere Reise begann in Perth wo wir noch an einem organisierten Tagesausflug in die Pinnacles teilnahmen, bei welchem ein OKA (australisches Off-Road Fahrzeug) gefahren wurde.
Wir waren begeistert von diesem Fahrzeug.

Während der ganzen Reise fantasierten wir völlig grund- und ziellos wie wir wohl einen Camper konstruieren würden, was man besser machen könnte, was uns wichtig und unwichtig wäre.

Ebenso diskutierten wir natürlich, was jeder von uns wohl als erstrebenswerte Reiseziele betrachtet, was er liebt, was er hasst. Es wurde uns bald klar, dass wir beide gerne weitere Reisen in die Einsamkeit weit ab der Zivilisation unternehmen würden, auch in teils unwirtlichen Gegenden.

Der Traum......

Lebe deine Träume, und verträume nicht dein Leben!

Formt aus euren Fantasien einen Traum der laufend mit neuen Ideen erweitert wird.

Fantasien sind die Basis eines jeden Zukunftstraums.
Sprecht eure Fantasien aus, auch wenn sie im ersten Moment noch so wild erscheinen.
Sie zeigen den einzuschlagenden Weg.

Versucht euren Traum in die Wirklichkeit umzusetzen.

Der entstehende Traum muss so weit angepasst werden, dass ihm alle Beteiligten vollumfänglich zustimmen könnten.
Sprecht beim Träumen auch ganz bewusst über alle materiellen, psychischen und physischen Gefahren die mit dem Traum verbunden sind, sowie ob und wie ihr bereit seid mit diesen umzugehen.

Ist ein solcher Traum einmal vorhanden, so wird es plötzlich viel einfacher mit dem Stress und den Problemen des täglichen Lebens umzugehen.

Manchmal ist die Umsetzung gar nicht so weit vom Traum entfernt, wenn man sich näher damit befasst.
Es ist erstaunlich was für Träume sich in die Realität umsetzen lassen wenn man wirklich daran glaubt und konsequent an deren Realisierung arbeitet.

 

Unsre Fantasien liessen uns in der folgenden Zeit nicht mehr los und wurden immer konkreter.

Unser Traum hiess:
Unser Traum hiess: Möglichst früh in Pension zu gehen, nach Australien zu ziehen und von diesem Zeitpunkt an ohne festen Wohnsitz Australien, Neuseeland, Tasmanien und in der Folge weitere Länder der Erde zu bereisen. Die Dauer der Reise sollte nach oben offen sein.

1996, wieder einmal in Australien, zeichneten wir Pläne unseres ersten Campers auf der Basis eines australischen OKA und sprachen mit Herstellern über Möglichkeiten und Preis, so etwas bauen zu lassen.
Die Caravan-Firma Bushtracker rat uns aber besser einen off-road-fähigen 18-Fuss Caravan zu bauen, welcher durch einen normalen Toyota Landcruiser gezogen würde.
Begründung war, dass ein Camper mit 4,5 - 5,5 Tonnen für das Gelände zu schwer sei, und dass es besser sei, die selbe Last auf 4 statt 2 Achsen zu verteilen.

Damit zeichneten wir auch die erste Version eines Caravans und machten uns Gedanken über das Zugfahrzeug.

Der Plan......

Schmiedet einen Plan, wie der Traum realisiert werden könnte

Unterteilt den Plan, wenn möglich, in einzelne Teile und legt eine realistische Zeitachse über diese Teilbereiche.

Haltet den Plan so lange wie möglich, so flexibel wie möglich und passt ihn laufend neuen Ideen und den realen Möglichkeiten an.

 

Aus unserem Traum resultierte ein Reisekonzept, welches in 3 Komfortstufen eingeteilt war:

Stufe 1:

So weit wie möglich/sinnvoll wird im offroad-fähigen Caravan gereist. Dieser wird möglichst komfortabel ausgebaut und wird unser eigentliches Zuhause sein.

Stufe 2:

Für schwierigere Etappen wird der Caravan auf einem Campingplatz, oder an einem anderen sicheren Platz abgestellt. Von da weg wird mit dem Zugfahrzeug alleine weitergefahren. Dieses wird für extreme Touren von bis zu 5 Tagen Länge, plus 4 Tage Überlebensreserve, ausgelegt sein. Hauptaspekt wird hier unsere Sicherheit und die volle Autonomie über möglichst lange Zeit sein.

Stufe 3:

Für lohnenswerte Ziele die auch mit dem Zugfahrzeug nicht mehr erreicht werden können, wird eine vollständige Trecking- und Zeltausrüstung mitgeführt, welche je nach Klima und Witterung mehrtägige Touren zu Fuss erlaubt.

 

Intensive Berechnungen betreffend der Finanzierung des Traums aus eigenen Mitteln wurden begonnen. Diese werden seither immer weiter verfeinert, ausgebaut und laufend neuen Gegebenheiten angepasst.
Bald zeigte sich, dass der Traum als Ganzes, unter günstigen Bedingungen um ca. 2010 (Ruedi 60, Susi 52 Jahre alt) realisiert werden könnte.

 

Ende 2002: Plan- und Terminänderung

Wir ändern den Plan insofern, als dass wir vom Zugfahrzeug/Caravan-Gespann absehen und uns für einen offroad-fähigen Camper entscheiden, da wir vorhaben Kontinente zu bereisen, in welchen es teilweise nur eine einzige Strecke zwischen zwei Orten gibt und diese zudem in einem zu schlechten Zustand ist um einen Caravan mitzuziehen.

Nach aktuellen Berechnungen sollte der Traum als Ganzes bereits Ende 2005 realisierbar sein.

Die Verwirklichung ......

Verwirklicht Teilbereiche des Plans und freut Euch an jedem Stück welches ihr erreicht.

Dies verhindert den totalen Frust, sollte der Traum als Ganzes doch nie umsetzbar sein; sei dies aus gesundheitlichen oder finanziellen Gründen.

1999:

Wir kauften unsere Wanderausrüstung. Seitdem unternehmen wir jedes Jahr, voll autonom ausgerüstet, mehrtägige Touren.

Somit wurde Stufe 3 des Plans realisiert und wird seitdem mit viel Freude "genutzt".

Auf Grund sehr guter Börsengewinne und gutem Geschäftsgang der eigenen Informatik Firma liess sich der frühst mögliche Starttermin bald ins Jahr 2006, ja kurzzeitig sogar bis 2004 vorverlegen.

2001:

Wir wurden übermütig, konstruierten unser Zugfahrzeug auf der Basis eines Landrover Defender 130 Crew-Cab und liessen es 2000 - 2001 bauen. Das Gefährt ist eine sehr eigenwillige Konstruktion. Gewohnt wird draussen und geschlafen wird im Dachzelt.

Das Erstlingswerk ist fantastisch gelungen, hat sich unterdessen schon viele Male bewährt und ist nach wie vor etwas vom Besten, was wir je in dieser Kategorie von Fahrzeugen gesehen haben.

Auch die Stufe 2 des Traums war damit bereits Realität.

Nach dem Börsencrash und dem Bau des Fahrzeugs, welches 50% teurer wurde als geplant, musste der mögliche Startpunkt der Reise wieder auf frühestens 2010 zurückverlegt werden. Wir waren ziemlich frustriert und hatten eine gewisse Zeit lang keine Lust mehr uns mit der weiteren Detailplanung zu befassen.

Anfangs 2002:

Anfangs 2002 brachten uns dann aber einige glückliche Zufälle wieder auf Kurs:

  • Die immer schlechter werdende Wirtschaftslage zwang uns die eigene Firma aufzulösen und uns fest anstellen zu lassen.
  • - Ruedi wurde, wie zuvor schon Susi, Angestellter bei einer Firma, bei welcher man mit 62 Jahren pensioniert wird. Zudem ermöglicht die Pensionskasse eine Frühpensionierung ab 57 und stellt fantastische, teils steuerbegünstigte Möglichkeiten zur zusätzlichen Selbstfinanzierung der Früh-Pension und einer AHV-Überbrückungsrente bis 65 zur Verfügung.
  • Ruedi hatte eine neue, vorentscheidende Idee der Finanzierung: die Rente sollte nicht mehr auf der Pensionskasse und dem Pensionskassen-Rentenalter beruhen sondern Privatversicherungen sollten auf Basis der in den einzelnen Jahren zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln (Eigenkapital, AVH Rente Ruedi, AHV Rente Susi, 3. Säulen, etc.) einen Rentenplan ausarbeiten. Das Finanzierungsmodell wurde mit der Steuerberaterin und die Rentenversicherung mit Versicherungsexperten in der Schweiz besprochen.
Ende 2002:

Es zog es uns ein weiteres Mal nach Australien um unter anderem die folgenden Sachverhalte im Detail abzuklären:

  • Fahrzeugeinfuhr, Registrierung und Versicherung
  • Zollformalitäten für Fahrzeug und Haushalt
  • Kosten für ein Grundstück und ein Haus (Sicherheitsreserven)
  • Lebens-, Reise- und Fahrzeugunterhaltskosten
  • Krankenkasse, Unfall-, Haftpflicht- und Sachversicherungen
  • Konditionen privater, australischer Pensionsversicherungen
  • Steuersituation in Australien
  • Details, Kosten und Termine betr. dem Bau des geplanten Caravans

Fazit der Australienreise:

  • Den Gebrauch unseres bereits gebauten Zugfahrzeugs müssen wir vergessen.
    Das Fahrzeug ist zwar auf Rechtssteuerung umbaubar und kann eingelöst werden, aber eine Versicherung (Sachhaftung und Kasko) ist dafür nicht zu bekommen. Das Fahrzeug ist für australische Verhältnisse zu teuer und zudem ist es ein Euroimport und die möglichen Haftungs- und Reparaturkosten wären nicht absehbar.
    Zudem ist der Wagen zu schwer geworden um noch ca. 220 kg zusätzliche Achslast vom Caravan zu übernehmen. Der Frust war wieder einmal total
  • In Australien können privat finanzierte Pensionsversicherungen ab dem 55. Altersjahr abgeschlossen werden. Versicherungskapital und Rente sind praktisch steuerfrei.

Anfangs 2003:

Anfangs 2003 wurde das Finanzierungsmodell nochmals um- und ausgebaut und die gewonnenen Erkenntnisse übernommen. Der frühst mögliche Starttermin liess sich somit zu unserem grossen Erstaunen wieder auf den 1.1.2005, im Notfall sogar auf den 1.1.2004 vorverlegen. Dies aber unter der Bedingung, dass wir nicht vorhaben jemals wieder in der Schweiz zu leben, da ein Leben in der Schweiz mit der verfügbaren Rente nicht finanzierbar wäre. Die zu erwartenden Kosten wurden bis ins Jahr 2025 berechnet.

Auf Grund vieler Diskussionen mit anderen Reiseerfahrenen und auf Grund unsrer eigenen, langfristigen Reisepläne, wurde die Variante "Caravan - Zugfahrzeug" wieder fallengelassen. Wir haben uns entschlossen, trotz einiger Nachteile nun doch wieder einen Camper auf der Basis eines OKAs zu bauen und das Reisekonzept auf 2 Stufen zu reduzieren.

  • Südamerika währe per Zugfahrzeug - Caravan kaum zu bereisen
  • Zugfahrzeuge ohne feste Wohnkabine sind ungeeignet für längere Reisen in den kalten Gegenden Südamerikas, Kanadas, Alaskas u.s.w.
  • Ein Zugfahrzeug mit Aufstelldach oder Dachzelt bietet sehr wenig Schutz bei schlechtem Wetter, vor grossen Wildtieren und ungebetenen Besuchern (Menschen).

Als wir die Pläne des Campers mit einer der möglichen Herstellerfirmen diskutierten, wurden wir darauf aufmerksam gemacht, das die Fahrausweisregelungen zum Fahren solch schwerer Fahrzeuge (Ausweis für Feuerwehr- und schwere Camper-Fahrzeuge) per 1.4.2003 ändere. Würde der Lernfahrausweis nach diesem Datum beantragt müsste man in Zukunft die volle Lastwagen-Theorieprüfung absolvieren.
Wir schafften es eben noch den Lernfahrausweis fristgerecht zu bekommen.

Mitte 2003:

Der definitive Starttermin wird auf den 1.8.2005 festgelegt und offiziell kommuniziert.

August 2003:

Ruedi bekommt das Einwanderungsvisum für Australien inklusive Arbeitsbewilligung.

September 2003:

Susi und Ruedi schaffen die Fahrprüfung C1 nach altem Muster. Das bedeutet, dass wir fortan professionell Fahrzeuge bis 7,5 t fahren dürfen, sowie in der Schweiz, Camper mit unbeschränktem Gewicht. Das Maximalgewicht des OKA liegt bei 6.4 t und inklusive Anhänger bei 9 t.

Oktober 2003:

Intensives medizinisches Training zur Selbsthilfe (CH: Atlas Health-Academy geleitet von "Pro Valetudine"; Samariterverein)

Dezember 2003:

Ruedi immigrierte in Australien, wenn auch nur für 3 Wochen. Wir flogen nach Perth um den OKA auszumessen, zu bestellen und um dessen Verschiffung nach Deutschland zu organisieren.
OKA hat die Auslieferung des Fahrzeugs in Deutschland an Alu-Star auf Anfang Oktober versprochen.

Frühling 2004:

Susi und Ruedi entwerfen diverse Versionen des Camper-Aufbaus und diskutieren diese mit Alu-Star. Jede Version wird besser aber einfacher und weist zudem mehr "goodies" auf.
Der 5. Version können schliesslich alle Beteiligten zustimmen. Trotzdem werden noch 3 "Definitive Versionen" gezeichnet um kleine Detailänderungen einfliessen zu lassen.

Mit Alu-Star wird folgendes Vorgehen abgesprochen:

  • Baubeginn Oktober 2004
  • Aufbau fertig und auf dem Fahrzeug montiert. Das Fahrzeug ist gebrauchsfertig.
  • Teilnahme als Aussteller für OKA und Alu-Star and der grössten Off-Road Messe "Abenteuer Allrad" in Bad Kissingen Ende Mai 2005.
  • Testen während 4 Wochen in Griechenland (wo sonst)

Weiter wurde entschieden per Container-Schiff via den Panama-Kanal nach Australien zu fahren. Die Reise wurde gebucht.
Start ist am 9. September in Hamburg, Ankunft ist am 24. Oktober in Sydney.
Der Wagen wird separat per RoRo verschifft und wird in Australien kurz nach unsrer eigenen Ankunft eintreffen.

Oktober 2004:

OKA informiert uns, dass der Wagen nicht wie geplant im Oktober, sondern frühestens Ende März, eventuell aber auch erst Ende Juni, in Deutschland eintreffen wird. Das neue Modell wird verspätet, und erst Ende Januar 2005 auf dem australischen Markt erscheinen. Die Verspätungen generieren bei allen Beteiligten einen enormen Stress und sind sehr ungemütlich.
Notfall-Szenarios werden diskutiert und der Camper-Aufbau wird soweit angepasst, dass er notfalls auch auf einen Allrad Mitsubishi Canter, oder einen Österreichischen Mantra passen wird. Für den Fall aller Fälle ....

Trotzdem vereinbaren wir, dass Alu-Star mit dem Bau wie geplant beginnt. Dies jedoch lediglich auf der Basis von OKA's Werkstattzeichnungen, sowie unseren eigenen Abklärungen, Messungen und den Photos welche wir letzten Dezember in der Fabrik von OKA gemacht hatten.

Dezember 2004 - Februar 2005:

Es werden vor allem die benötigten Bauteile wie Solaranlage, Kühlschrank u.s.w. für die Wohnkabine besorgt. Ein Teil davon kommt aus der Schweiz und Ruedi exportiert die Teile selber nach Deutschland. Dabei hat er das Vergnügen das schweizerisch/deutsche Beamtentum ausgiebig kennenzulernen. Es ist kaum zu glauben, was da an Leerlauf produziert wird. Jeder Grenzübertritt verläuft anders und dauert jeweils etwa 2 - 2.5 Stunden.

Die leere Wohnkabine wird bestellt und im Januar ausgeliefert. Alu-Star vergibt die Aufträge neuerdings extern, weil dadurch nochmals eine erhebliche Qualitätssteigerung möglich ist. Die Alu-Sandwich-Platten werden von einem Spezialisten mit Hilfe von grossen Pressen hergestellt. Das Alublech kommt von der Rolle. Damit müssen keine Platten zusammengesetzt werden. Das Resultat überzeugt vollumfänglich.

Die Bodenheizung wird eingebaut. Ruedi kann das erste Mal richtig mitarbeiten. Es ist eine sehr aufwendige Angelegenheit die sehr sauber ausgeführt werden muss, da Lecks später kaum mehr repariert werden könnten. Alex arbeitet wie immer sehr "pingelig" auch wenn's mal "fummelig" wird.

Wir künden unsere Stellungen bei unserem Arbeitsgeber per Ende Juni (minus Ferien und Überzeit).

März - April 2005:

OKA bestätigt endlich, dass der Wagen im Laufe der zweiten Juni-Hälfte an Alu-Star ausgeliefert wird.
Die Bodenheizung ist eingebaut und Alu-Star arbeitet jetzt an den Möbeln. Die Solar-Panelen sind montiert und verdrahtet.

Mai 2005:

Fenster und Fensterabdeckungen sowie Teile der Wasseranlage werden eingebaut.
Obwohl der Ausbau der Kabine noch lange nicht soweit fortgeschritten ist wie geplant, wird sie an der grössten europäischen Off-Roadmesse in Bad Kissingen (Deutschland) ausgestellt.
Wir sind als Gäste von Alu-Star auch mit dabei und geniessen stolz drei heisse Tage auf der Messe. Die Kabine wird allerseits von Herstellern und Gästen, vor allem wegen der hervorragenden Verarbeitungsqualität und der fantastischen Isolation, bestaunt.

Juni 2005:

OKA sendet erste Bilder unseres Fahrzeugs - aber nicht den Wagen. Die Auslieferung verzögert sich weiter bis September. Das wirft nun definitiv alle unsere Pläne über den Haufen und wir wissen bereits, dass wir, einmal in Australien eingetroffen, nicht mit Reisen beginnen können. Wir werden noch einmal nach Europa zurückkehren müssen, um den Camper fertig zu stellen.
Die Herstellung der Möbel ist wesentlich aufwendiger als erwartet, damit haben wir auch auf dieser Seite enorme Verzögerungen. Ruedi arbeitet nun voll am Aufbau bei Alu-Star mit und stellt hauptsächlich Möbelwände und Türchen her. Ein endloser Job!!

Juli 2005:

Die Einrichtung ist mehrheitlich fertig, die Vorhänge sind montiert. Ruedi installiert und verdrahtet die ganze Elektrik. Susi stellt die Fliegengitter her. Da der Defender unterdessen verkauft ist, wohnen wir bereits im Camper-Aufbau, wenn wir bei Alu-Star arbeiten.

August 2005:

Da der Aufbau noch keine Räder hat, wird er auf dem Lastwagen an unsere grosse Abschiedsparty in Illnau gefahren. Dabei zeigt sich, dass das Solarsystem die Batterien, auch bei leicht erhöhtem Verbrauch und auch bei bewölktem Himmel, in weniger als einem halben Tag wieder voll laden kann. Alles was schon fertig ist, funktioniert wie erwartet.

November 2005 - Januar 2006:

Wir erreichen Anfangs November als Passagiere auf dem Containerschiff "CMA CGM Matisse" Perth und sehen wie weit OKA mit dem Bau unseres Basisfahrzeugs ist. Da der Wagen aller Voraussicht nach erst Ende Januar fertig gestellt sein wird, beschliessen wir, dass der Wagen nicht nach Deutschland zur Fertigstellung geschickt wird, sondern dass der fertige Aufbau per Container von Deutschland nach Perth verschifft wird und in der Fabrik von OKA von den Leuten von Alu-Star fertig gestellt wird. Die ganzen Mehrkosten gehen zu Lasten OKA.
Bis zur Verschiffung hat Alu-Star alle Hände voll zu tun um alle noch ausstehenden Arbeiten zu beenden, den Transport zu organisieren und sich selber auf die veränderte Situation einzustellen. Wir unsererseits haben alles zu inventieren und schlagen uns mit den Zollformalitäten herum.
Am 6. Dezember geht der Container bei Alu-Star weg. Am 15. Januar fliegen wir zusammen mit 2 Leuten von Alu-Star, Alex und Manfred, nach Perth.

Februar 2006:

Als wir bei OKA ankommen ist das Fahrzeug bei weitem noch nicht fertig.
Wegen eines logistischen Fehlers der Transportfirma kommt zudem der Container eine Woche zu spät in Australien an und wir haben ihn erst am 10 Februar bei OKA. Das bringt uns in arge Schwierigkeiten, da Alex und Manfred von Alu-Star Ende Februar zurück in Deutschland sein müssen. Gottlob ist Thomas, der frühere Besitzer von Alu-Star, bereit seine Reise in Afrika zu unterbrechen, um uns auszuhelfen. Er kann so lange hier bleiben, wie wir ihn brauchen. Also fliegen wir ihn aus Tansania ein.

Es wird 6 Tage die Woche und viele Stunden pro Tag hart gearbeitet, um bis zum Abflug der 2 Alu-Star Leute möglichst viel fertig zu haben. Der Reserveradträger, der hintere Kranarm mit der Rückfahrkamera, der Dachgepäckträger, die Luftdruck betriebene Treppe, die Dachluken und die Bodenheizung werden fertig gebaut.
Wir entdecken ein Leck in der Bodenheizung. Für Alex ist dies einer der stressreichsten Arbeitstage die er je hatte. Gottlob findet er das Leck, dank aktueller und sehr genauer Baupläne, schnell und die angebohrte Leitung kann verhältnismässig einfach repariert werden. Hätte das nicht geklappt, wäre das das Ende Aufbaus gewesen und wir hätten von vorne beginnen können, da ein Ausbau der eingeklebten und vernieteten Möbel nicht ohne ihre Zerstörung möglich gewesen wäre.

Am 22. Februar besteht der OKA seine erste Testfahrt auf dem Fabrikgelände.

Alex und Manfred fliegen zurück nach Deutschland. Sie haben das fertige Produkt nie gesehen.

März 2006:

Die Kabine wird mit dem Zwischenrahmen verklebt und verschraubt und die ganze Einheit definitiv auf den OKA montiert. Alle fertig gestellten Bauteile werden montiert.
Die Kabine wird gespritzt.
Die Bodenheizung wird an das Kühlsystem des OKA's angeschlossen. Thomas schafft es aber vor seinem Abflug Ende März nicht mehr die Bodenheizung fehlerlos zum laufen zu bringen.

Der grosse Schock kommt beim Wägen des Fahrzeugs: der Wagen wiegt ohne unser Material 6.4 Tonnen, ca. 1 Tonne mehr als berechnet!!
Wir haben keine Ahnung woher das Übergewicht herkommt. Der OKA ist für 6500 kg zugelassen. Wir haben ein riesiges Problem.

Ende März sind die meisten Arbeiten abgeschlossen und Thomas, der Dritte Mann von Alu-Star, fliegt nach Afrika zurück.

April 2006:

Der Wagen wird durch eine externe Firma mit Luftfederbälgen und stärkeren Stossdämpfern versehen und eine zusätzliche Abnahme inkl. Bremstest wird notwendig.
Das erlaubte Gesamtgewicht wird damit auf über 7 Tonnen erhöht.

Der schöne und teure Reserveradträger wird aus gewichtsgründen wieder entfernt. Wir sind wieder im grünen Bereich.
Der Camper ist soweit fertig, aber OKA ist immer noch mit der Typenprüfung beschäftigt.
Auch wir haben noch viele Kleinigkeiten zu erledigen.

Mai - Juni 2006:

Die Fahrerkabine wird fertig ausgestattet, Zusatzgeräte wie PC, GPS, Funk, Satelitten-Telefon werden eingebaut und verkabelt.

Da der OKA zurzeit erst mit der Garagenummer gefahren werden darf, wird Ruedi kurzerhand bei der OKA als Testfahrer eingestellt.
Wir fahren mit dem Camper eine Woche nach Kalbarri um diesen zu testen. Der Wagen ist gut zu fahren und im Aufbau ist gut zu leben. Wir sind, mit Ausnahme der Fahrten im weichen Sand, sehr zufrieden. Das hohe Gewicht wird aber immer ein Handicap bleiben.

Zurück in Perth wird der OKA gegen Rost behandelt. Dabei wird entdeckt, dass die Luftfederbälge sich verschoben haben. Die Montage wird abgeändert.

Nach längerem Suchen stellt Ruedi fest, dass die komplexe Bodenheizung falsch angeschlossen ist. Nachdem das Problem behoben ist, funktioniert sie einwandfrei.

Die Typenprüfung des OKA lässt immer noch auf sich warten. Für die Typenprüfung sind noch zusätzliche Tests angeordnet worden, die auch teilweise nicht auf Anhieb bestanden werden. Solange diese nicht bestanden sind, können die zusätzlichen Bremstests für die Gewichtserhöhung nicht durchgeführt werden und kann der Wagen auch nicht zwecks Einlösung beim Strassenverkehrsamt vorgeführt werden. Das ist schlecht, da wir spätestens am 1. Juli losfahren müssen, um termingerecht in Alice Springs zu sein, wo wir mit zwei Schweizern verabredet sind. Wir werden während ihrer Ferien zusammen mit ihnen reisen und sie sind auf Material von uns angewiesen. Wir können den Termin nicht verschieben. Wir werden langsam nervös.

Juli 2006:

Obwohl unterdessen alle Tests bestanden sind schafft OKA, diesmal aber nicht selbstverschuldet, wie erwartet auch diesen Termin nicht und man stellt uns kurzerhand einen alten Toyota Landcruiser (ex. Britz Bushcamper) zur Verfügung, mit welchem wir nach Alice Springs "in die Ferien" fahren können. OKA wird für uns sobald möglich die zusätzlichen Bremstests durchführen und für uns auch den Wagen einlösen. Darauf hin werden sie uns den Wagen, je nach Zeitpunkt, nach Alice Springs, Broome oder Darwin liefern.

August 2006:

Der Händler in Alice Springs, welcher für den Transport des OKAs zuständig ist, bestellt einen zu kleinen Lastwagen, was zu einer weiteren Verzögerung von mindestens einer Woche führen würde. Wir disponieren ein letztes Mal um, fahren innert drei Tagen von Alice Springs nach Perth zurück (2951 km), holen unseren fertigen Camper ab, räumen ihn fertig ein und fahren in drei weiteren Tagen nach Broome (2145 km), wo wir uns wieder mit unseren Kollegen treffen, um mit ihnen weiter zu reisen.

Schlussendlich war, ausser einem Herzinfarkt, drei Nervenzusammenbrüchen und einigen Kurzaufenthalten in Nervenheilkliniken, der Bau des Campers aber eine schöne Erfahrung :-))

 



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