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Griechenland 2001

Routen Details

Datum
27. April - 25. Mai 2001
Route
Zürich (CH) -Ancona (I) - Griechenland: Patra - Diakofto - Kalavrita - Tropea - Parnassos - Vasilaki - Olimbia - Krestena - Andrisena - Vasses - Gortis - Stemnitsa - Tripoli - Lerni - Ag Andreas - Leonidi - Kosmas - Lambokambos - Kapsala - Lambokambos - Limani Geraka - Nomia - Elika - Asopos - Skala - Githio - Areopoli - Pirgos Dirou (Höhlen) - Almiro - Altomira - Kalamata - Meligalas - Messini - Meligalas - Arfara - Dirrahi - Neohori - Alagonia - Piges - Mistras - SpartiHrisafa - Polidroso - Ag. Andreas - Lerni - Nafplio - Ligourio - Pal. Epidavros - Korfos - N. Ag. Thomas - Sofiko - Ithmia (Kanal von Korinth) - Perahora - Vouliagmeni - Delphy - Parnassos - Volos - Litochoro (Olymp) - Prionia - Petra - kokkinoplis - Livadi - Velvendo - Servia - Elati - Fontino - Kalambaka - Meteoren Klöster - Kerasia - Igoumenitsa - Ancona (I) - Zürich (CH)

Routenplan (Klicke zur Grossanzeige in separatem Fenster)



27. April 2001

Zürich (CH) - Autobahn nach Ancona (I)

Da dies ist die erste Reise mit unserem neuen Defender 130 "Millimeter" ist, sind wir gespannt wie sich das so anfühlt, wenn die Theorie zur Praxis wird.

Auf dem Weg nach Ancona auf einer Raststätte der Autobahn übernachten wir das erste Mal im Dachzelt.

28. April 2001

Autobahn nach Ancona (I) - Ancona - Einschiffen nach Patras (GR)

Wir erreichen Ancona kurz vor Mittag und werden durch eine Baustelle an das Ende eines Piers geschickt, dort werde die Fähre abfahren.

Tatsächlich ist dort auch eine Tafel zu finden aber sonst ist noch nicht viel los.
Wir haben eigentlich einen Parkplatz oder so was erwartet, wo dann die Einweisung stattfinden sollte.
Wir parkieren möglichst in der Nähe der Anlegestelle und harren der Dinge.
Es kommen dann tatsächlich immer mehr Leute und Fahrzeuge her, aber irgendwie ist alles etwas desorganisiert. Man parkiert wo man eben Platz findet d.h. kreuz und quer.
Bald schon wird gehupt und diskutiert, umparkiert, Leute werden umdirigiert, es läuft echt was.
Um besser zu sehen was da so kommt und geht stehen wir auf den Dachträger und haben von da eine super Übersicht über das sich anbahnende Chaos.

Dann fährt die Fähre ein.
Wir sind absolut erstaunt, wie elegant und effizient das riesige Ding "parkiert" wird.
Die Grösse der "Superfast" beeindruckt uns.
Auf dieser schönen Fähre, welche mit über 20 Knoten fährt werden wir nach Patras übersetzen.

Dann öffnet sich die Heckklappe und das erwartete Chaos wird wegen der fehlenden Rangier- / Parkierfläche zur Tatsache.
Die Leute und Autos drängen ab der Fähre, Passagiere wollen bereits auf die Fähre einsteigen, ein Schulbus sucht seine Schulkinder zusammen, ein Sattelschlepperauflieger sollte auf die Fähre bugsiert werden ... und dies alles auf echt italienische Art und Weise mit viel Hallo und Geschrei.

Wir werden als eines der ersten Campingfahrzeuge auf die Fähre gelassen und finden einen schönen Platz im Heck, unter freiem Himmel, wo wir unser Zelt aufstellen können.
Wir haben "Camping an Bord" gebucht, das heisst, dass wir in unserem Defender wohnen können und keine Kabine bezahlen müssen.

Die Fähre füllt sich rasch und es gibt viel zu sehen. Obschon sie nur ca. 10 cm freien Platz auf jeder Seite des Lasters haben fahren die Lastwagen die Rampe hoch, als ob es nichts wäre. Dann wird die Rampe gefüllt und hochgezogen und noch mehr Lastwagen und Autos fahren rein.

Wir richten uns ein und haben bereits das erste Malheur: Susi klemmt beim Schliessen der Seitenklappe Ruedis Finger ziemlich hässlich ein.
Obwohl Ruedi seine Gitarre mitgenommen hat, wird er nun damit in den nächsten Wochen höchstwahrscheinlich nicht spielen können ....

29. April 2001

Ankunft in Patras (GR) - Diakofto - Ano Zahlorou

Die Ankunft in Patras ist unspektakulär. Alles ist durchorganisiert und es geht sehr schnell. Wir sind von der Effizienz der Griechen überrascht.

Patras ist für uns eher etwas stressig, da wir mit dem griechischen Alphabet nicht viel anfangen können, aber irgendwann sind wir auch draussen und fahren westlich der Küste entlang.
Wir möchten morgen mit der Bahn von Diakofto nach Kalavrita hochfahren und runter wandern.
Wir finden den Billetschalter auch und besorgen uns wie im Reiseführer empfohlen Erstklass-Billete.

Dann fahren wir in die Berge rein uns suchen uns einen Platz zum Schlafen.
Wir übernachten gegenüber eines Klosters in der Nähe von Ano Zahlorou.
Die Aussicht das Tal hinunter ist herrlich, aber dadurch sind wir etwas exponiert.
Als dann nachts ein sehr starker Wind aufkommt haben wir Angst, dass unser Dachzelt kaputtgehen könnte.
Mit den Beinen stabilisieren wir das Zeltgestänge. Aber es passiert gottlob nichts.

30. April 2001

Diakofto - Kalavrita - Peristera

Am Morgen fahren wir früh ins Tal runter und gedenken dann in der Nähe der Bahn noch zu Frühstücken.
Als wir ankommen ist die Bahn schon da und ziemlich voll. Wir finden gerade noch 2 Plätze im mittleren Wagen.
Plötzlich ist Aufregung, ein Bahnbeamter sucht die Wagen ab und beginnt auf uns einzureden wir sollen den Wagen verlassen.
Da wir kein Griechisch verstehen, haben wir keine Ahnung warum er das will, gehorchen dann aber und steigen wieder aus.
Er nimmt uns dann beim Arm und begleitet uns zum ersten Wagen, wo er uns zu verstehen gibt, dass wir da einsteigen müssen.
Im Wagen wird uns dann erklärt, wir hätten doch Erstklass-Billete gelöst und dies sei die erste Klasse.
Es steigen keine weitern Leute mehr in unseren Wagen und wir haben herrlich viel Platz, hinten ist der Zug voll besetzt. Für ein Mal sind wir froh, dem Reiseführer gefolgt zu sein.

Die Fahrt geht gemütlich hoch, durch Tunnels und über Brücken, die man lieber nicht so genau anschaut.

In Kalavrita angekommen empfängt uns ein herrlicher Bergfrühling.


Der Wanderweg führt durch das Tal und später auf den Gleisen zurück nach Diakofto.

Es kommen immer wieder Züglein angefahren und wir passen vor allem in den Tunnels und auf den Brücken auf, nicht von ihnen überrascht zu werden.
Der Schienenstrang ist an speziell steilen Orten mit Zahnstangen ausgerüstet.
Die Züglein sind alte Dieselkompositionen, sie schaffen die steilen Steigungen eben noch.

Die Brücken sind zum Teil sehr abenteuerlich und das Wasser des Baches tobt unten durch.
Susi hat Mühe darüber zu laufen, aber es ist der einzige Weg zurück ....

Ruedi studiert die Schienen etwas näher ..... man darf sich sowohl die Bahn als auch die Geleiseanlage nicht zu genau ansehen, sonst steigt man eventuell nie mehr in die Bahn ....

Wir finden auch einiges an Tieren, Felsformationen und Blumen zum bestaunen.

Danach fahren wir via Akrata und Agridi bis kurz vor Peristero, wo wir in einer Kiesgrube neben einer kleinen Naturstrasse am Fluss übernachten.
Es ist ein sehr schöner, ruhiger Platz.

1. Mai 2001

Peristera

Am 1. Mai haben auch wir einen Ruhetag.
Diese wird allerdings schon am frühen Morgen arg gestört.
Es scheint als ob ganz Griechenland an diesem Feiertag genau an unserem Camp vorbeifährt, um nur ein paar hundert Meter weiter unten zu picknicken.
Es ist kaum zu glauben, aber auf dieser kleinen Naturstrasse bildet sich eine lange, stehende Kolonne.

2. Mai 2001

Solos - Kastria - Kalavrita - Kallifoni - Aroania

Wir fahren über Solos, einem schönen See entlang.
Die Gegend ist bewaldet, bietet aber trotzdem immer wieder Gelegenheit in die Täler schauen zu können.

Wir sind überhaupt über die Menge an Wald überrascht.
Wir hatten erwartet, dass Griechenland eher karg und trocken sei.

Wenn immer es möglich ist fahren wir bis zum höchsten Punkt, da dort die Aussicht am schönsten ist.
Und überall blühen die Frühlingsblumen ....

Die Sicht ins Tal zeigt, wo wir gestern übernachtet haben, hinter dem See, im Tal.
Wir wundern uns, wie es wohl gestern unten am See war, ob da wohl wieder so ein Zoo war mit vielen Leuten ...

Man hat von hier oben auch eine schöne Sicht auf das Festland.

In Griechenland findet man überall öffentliche Brunnen oder Wasserfassungen, wo Trinkwasser fliesst.
Wir benützen diesen herrlich frischen Bergbach um unsere Tanks wieder aufzufüllen.

Nach dem Auffüllen unserer Wassertanks geht es nach Kallifoni, wo ein 4WD Track weiter nach Aroania führt.
Eigentlich wollen wir den auf der Karte eingezeichneten Übergang über die Berge nach Kato Ovoli nehmen, aber trotz langem suchen zu Fuss finden wir den Track nicht.

In der Umgebung von Aroania fahren wir auf einem Feldweg mit tiefen Furchen von der Strasse weg und finden einen schönen Platz zum Übernachten.
Wir haben uns eben häuslich niedergelassen und die Buschdusche aufgezogen als wir ein Fahrzeug kommen hören.
Ein Grieche kommt in einem Ascona auf dem Feldweg gefahren. Das Auto schaukelt und wird geschüttelt, aber es fährt brav im Standgas über diesen doch eher rauen Weg.
Wir wundern uns schon ein bisschen .... und kommen uns etwas blöd vor, dass wir uns Gedanken gemacht haben, ob der Defender diesen Weg wohl aushalte ...?
Wir sind halt eben noch sehr grün hinter den Ohren.

Da wir relativ hoch oben in den Bergen übernachten ist die Nacht auch bitter kalt.

3. Mai 2001

Aroania - Sires - Kondovazena - Dimitra - Tropea - Etorrahi - Lissarea

Wir nehmen die steile Strasse nach Sires und fahren weiter durch die Berge.
Die Aussicht in Ettorahi ist fantastisch.

Immer wieder finden wir Tiere auf der Strasse.
Die Schildkröten tragen wir ab der Strasse, da es bereits genügend getötete hat.

Die Ginster sind voll am Blühen. Man riecht sie bevor man sie sieht.

Kurz vor Lissarea übernachten wir auf einem Feldweg in Mitten von herrlichen Blumen.

4. Mai 2001

Lissarea - Parnassos - Loutra Ireas - Rahes - Neohori - Livadaki -Vasilak - Nemouta - Lala - Olimbia

Je länger desto mehr stellen wir fest, dass das navigieren auf den Nebenstrassen in Griechenland sehr schwierig ist.
Einerseits sind die Dörfer gar nicht angeschrieben, oder sie haben, je nach dem von welcher Seite man in die Ortschaft fährt, unterschiedliche Namen.
Manchmal sind auf der Karte auch die Namen von Ortschaften fehlerhaft, oder zwei benachbarte Orte wurden verwechselt.
Hinzu kommt, dass die Wegweiser meistens nur in griechischen Buchstaben angeschrieben sind und sprechen können wir mit den Einheimischen meistens auch nicht, da sie nur Griechisch sprechen.

Aber immer wieder werden wir mit wunderbarster Aussicht belohnt, egal ob wir wissen wo wir sind oder nicht.

Kurz vor Rahes kommen wir an einer Köhlerei vorbei und können einmal aus nächster Nähe anschauen, wie Holzkohle produziert wird.
Wir dürfen alles photographieren, aber sprechen können wir leider auch hier mit den Arbeitern nicht.
Das ist sehr schade, aber natürlich unser Fehler und nicht ihrer.

Zwischen Rahes und Neohori suchen wir die in der Karte vermerkte Verbindung über den Fluss nach Nemouta.
Die Strasse existiert aber nicht, resp. wir finden sie nicht.
Also fahren wir über Neohori, Livadaki und Vasilisk auf die andere Flussseite und suchen den Flussübergang aus Neugierde von dort aus.
Von Xirokambos aus finden wir dann den Fluss. Eine Brücke oder eine Furt finden wir aber auch von hier her nicht.

Via Nemouta und Lala erreichen wir schlussendlich Olimbia und lassen uns auf dem Camping Platz häuslich nieder.

5. Mai 2001

Olimbia

Heute ist waschen angesagt.

Am Nachmittag gehen wir dann die Ausgrabungen besuchen.

Die Ausgrabungen von Olimbia sagen uns halt nicht viel, da wir uns nie mit der griechischen Geschichte befasst haben - Steine eben.
Irgendwie reicht unsere Fantasie nicht aus, wir uns können die Bäder, Häuser usw. nicht vorstellen.
Die dazugehörenden Museen finden wir hingegen zum Teil sehr interessant.

Olimbia hat viele gute Restaurants anzubieten und es macht es uns schwer, eines für das Nachtessen auszusuchen.
Nach dem Essen spazieren wir gemütlich auf der Teerstrasse zurück.
Ruedi kann Susi eben noch fortreissen, bevor sie auf eine Schlange steht, welche sich auf dem noch warmen Teer am Aufwärmen ist.

6. Mai 2001

Olimbia - Krestana - Platana - Andritseha - Kotili - Gortis

Heute regnet und stürmt es.
Wir fahren auf der Hauptstrasse von Olimbia über Andritseha, wo die Aussicht super ist, weiter nach Vasses.
Der Tempel wird im Moment renoviert und ist vollständig in Plastik eingekleidet.
Er ist verblüffend gut im Stand, wir können uns zum ersten Mal vorstellen, wie das gewesen sein muss.
Als wir rauskommen finden wir uns mitten in den Wolken wieder. Es stürmt es so schlimm, dass wir im Tempel auf besseres Wetter warten müssen.

Der Regen begleitet uns leider weiter auf der Strecke. Wir haben überhaupt keine Lust zur Burg von Karitena hoch zuwandern und begnügen uns mit einem Bild aus dem Auto.
Bei der Brücke haben wir kurz eine Regenpause ....
Ist eigentlich schade, denn die Bauwerke sind gut erhalten und wären einen längeren Besuch wert.

In der Gegend von Gortis suchen wir einen Stellplatz, der im "Womo Reiseführer" empfohlen wird, da wir morgen eine Wanderung zum Kloster weit hinten im Tal vorhaben.

Wir kommen über eine leicht abfallende Dreckstrasse zu einer kleinen Brücke, wo der Startpunkt der Wanderung zu einem Kloster ist.
Vor der Brücke, die auch gleich das Ende der Strasse ist, steht ein Österreicher mit seinem Camper.
Da die Strasse glitschig ist, kommt er mit seinem Gefährt nicht mehr den Weg hoch.
Wir schleppen ihn im Regen bis auf die Anhöhe, wo er selber wieder weiter kommt.

Danach fahren wir zurück und über die kleine Brücke auf die andere Seite des Bergbaches, wo wir über Nacht bleiben.
Die Brücke ist nur etwa 20 cm breiter als der Defender, also ist Präzision angesagt.


Die Wiese dahinter ist bedeckt mit Orchideen - Susi ist im Element.

Da es immer wieder regnet und unser Vorzelt nicht termingerecht geliefert wurde, müssen wir immer wieder in die Fahrerkabine fliehen.
Da es nicht aussieht, als ob der Regen so schnell aufhören wird, baut Ruedi mit einer grossen Plane und Zeltstangen ein Vorzelt, so dass wir nun im Trocknen kochen und sitzen können.

7. Mai 2001

Wanderung zum Kloster - Stemnitsa - Tripoli - Lerni - Astros - Ag. Andreas - P. Epivadros

Gottlob macht das Wetter soweit mit, dass wir die Wanderung machen können. Sie lohnt sich auch.
Man wandert durch ein tiefes Tal und später den Hang hoch zu einem Kloster welches, typisch für Griechenland, an einen Felsen hoch über dem Talgrund geklebt ist.

Zurück beim Defender, fahren wir nach Stemnitsa, wo wieder einmal eine der schönen Fernsichten bewundern.
Die Fahrt nach Tripoli führt durch ein dem Schwarzwald ähnliches Gebiet.

Über Lerni und Astros erreichen wir gegen Abend Ag. Andreas wo wir erst vorhaben, auf einem im "Womo Reiseführer" empfohlenen Übernachtungsplatz am Meer zu bleiben.
Aber erstens stehen dort schon andere Womos und zweitens finden wir es falsch, inmitten von Häusern sein Gefährt aufzustellen.
Allgemein sind wir von den, in diesen Reisführern gemachten Empfehlungen meistens nicht begeistert, zu nah an der Zivilisation und dadurch auf lange Sicht störend für die Bevölkerung.
Wenn man so nahe an die Orte ran möchte, dann soll man die Campingplätze berücksichtigen, die schliesslich Einkommen für die lokale Bevölkerung bedeuten.

Nach kurzer Suche finden wir aber eine geeignete Stelle, wo wir wo wir unsere Ruhe haben und sicher niemanden stören.
Ist schon klar: Die meisten von uns bevorzugten Stellplätze sind nur mit Allrad-Fahrzeugen sicher zu erreichen.

8.Mai 2001

Leonidi - Kosmas - Lambokambos - Harakas - Mitropoli - Kapsala

Am Kloster von Mt. Elonis vorbei fahren wir nach Kosmas.
Von hier geht es auf einem kleinen Weg nach Kounoupia.
Weiter geht es auf den Teer nach Harakas, wo man gleich nach der Wasserscheide eine super Aussicht hat.
Danach wird die Strasse sehr eng und im oberen Bereich sehr steil.

Wir würdeneigentlich gerne am Meer übernachten, finden aber keinen Zugang zum Meer.
Schlussendlich übernachten wir am Ende der Strasse bei Kapsala.

Wir haben den Eindruck, dass es demnächst zu regnen beginnen wird.
Wir versuchen wieder unser "Zelt" aufzubauen, doch schon beim Aufstellen bricht ein heftiges Gewitter mit starken Windböen über uns los.
Wir hängen an den Stangen und versuchen trotzdem das "Zelt" fertig zu stellen.
Es geling auch, nur sind wir danach tropfnass.

9. Mai 2001

Zurück nach Lambokambos - Monemvasia -Nomia - Elika

Wir arbeiten uns die enge und steile Strasse wieder nach Harakas hoch und sind froh, dass niemand entgegen kommt.
Dann geht es weiter über Lambokambos und Epidavros Limera nach Monemvasia, einem ehemaligen Piratendörfchen, das auf einer Landzunge ins Meer rausgebaut ist.

Monemvasia ist ein gut erhaltenes, altes Städtchen, das teilweise wieder aufgebaut wird.
In den vielen Häusern befinden sich fast nur Souvenierläden und Restaurant.
Das ganze wirkt aber nicht aufdringlich und alles ist sehr gepflegt. Sehr schön!

Wir übernachten an der Küste süd-östlich von Elika.
Da der Strand schräg ist, stellen wir den Defender auf einer Seite auf unsere teuren Brückenelemente.
Das Gewicht der Hinterachse ist aber zu hoch und das Element bricht sofort durch.
Gottlob ist uns das hier in der Fläche passiert und nicht beim durchfahren eines Grabens, wo dann der ganze Wagen durchgefallen wäre.

10. Mai 2001

Elika


Da es schön und heiss ist beschliessen wir einen Tag hier zu bleiben.
Susi schreibt Postkarten, Ruedi nimmt probehalber das erste Mal die Winde in Betrieb.
Das Wasser ist herrlich klar und Ruedi geht baden, Susi ist das Wasser aber zu kalt.

11. Mai 2001

Asopos - Elos - Skala - Githio - Areopoli - Dirou - Spil. Dirou - Kambos - Almiro - Altomira

Wir fahren die Küste hoch vorbei an Asopos und Skala Richtung Ghitio.


Die Bucht ist bekannt für Windsurfing, aber irgendwie stört der gestrandete Frachter ein bisschen ...

Ghitio erinnert uns an die Adria Küste, Hotels am Strand, alles recht gepflegt und im Sommer vermutlich völlig überlaufen.
Fast fluchtartig verlassen wir die Gegend und fahren über die Bergen nach Areopoli und weiter nach Spil. Dirou, wo wir die Höhle von Dirou besichtigen.
Diese Höhlen sollte man unter keinen Umständen verpassen.
Die Tropfsteinhöhle ist verhältnismässig niedrig und die ganze Grotte ist ein See.
Man wird im Ruderboot durch die beleuchtete Höhle gefahren.
Wir haben das Glück, dass wir zu der Zeit nur wenige Besucher und somit das einzige Boot auf dem See in der Höhle sind.
Die Stille, das tropfen des Wassers und die schönen Formationen der Stalaktiten sind ein beeindruckendes Erlebnis.
Als wir zum Landesteg zurückgebracht werden, kommt eben ein ganzer Car voll Touristen in die Höhle und die verführen einen höllischen Lärm.
Schade, damit ist die ganze Stimmung dahin.

Es ist heute schwierig einen guten Schlafplatz zu finden.
Schlussendlich übernachten wir in der Nähe von Altomira, hoch über dem Tal auf einem Seitensträsschen.
Idyllisch.

12. Mai 2001

Kalamata - Messini - Arfara - Neohori

Kalamata ist überraschend gross ... oder wir sind uns Städte nicht mehr gewohnt ....

Wir fahren nördlich um das alte Messini, in der Nähe von Valira, zu besuchen.
Einmal mehr sind wir leider eher enttäuscht über die Ruinen.

So fahren wir nach Arfara und weiter nach Agrilos, wo wir einen kleinen Weg rüber zur Hauptstrasse nach Sparta nehmen.
Die Hauptstrasse ist zwar geteert aber nicht sehr breit und auch nicht sehr befahren.
Immer mehr geht es in die Bergen des Taigetos rein.

In der Nähe von Neohori, wo es wieder einmal aussieht wie im Schwarzwald, finden wir eine holperige 4WD Nebenstrasse in Richtung des Berges Xerovoun.

Am hintersten Ende der Strasse finden wir zwischen den Bäumen einen wunderschönen Platz, ab von allem Verkehr.

13. Mai 2001

Alagonia - Mistras - Sparti - Hirsafa - Ag. Andreas - Astros - Nafplia - Ligourio - Pal. Epidavros

Am Morgen früh erhalten wir in dieser gottlosen Abgeschiedenheit zweimal hintereinander Besuch.
Der erste Besucher fragt, ob wir wohl seine 2 streunenden Hunde gesehen hätten und der zweite kurz danach fragt, ob uns wohl sein durchgebranntes Pferd begegnet sei ?!?

Wieder auf der Strasse zweigen wir einige Kilometer später links ab auf einen kleinen Weg in Richtung Osten ab.
Bald ist dieser zu Ende und wir beschliessen den Berg zu Fuss zu besteigen.

Oben angekommen haben wir eine fantastische Weitsicht und sehen in der Ferne Sparti.

Kaum oben auf dem baumlosen Berg angekommen, sehen wir aber auch ein Gewitter auf uns zukommen.
Da oben sind wir sehr exponiert und wir möchten ja nicht als Fackel in die Geschichte eingehen.
Wir rennen so schnell wie möglich den Berg hinunter und versuchen noch vor Einsetzten des, mit dem Gewitter verbundenen Hagels den Wagen zu erreichen.
Wir schaffen es, wenn auch sehr knapp.
Zehn Minuten später, nach dem heftigen Gewitter, ist die ganze Gegend weiss.
Später schiessen wir vom Tal herauf noch Bilder des immer noch eingeschneiten Berges.

Bei Mistras stossen wir auf interessante Ausgrabungen.
Die Stadt wird wieder aufgebaut und sieht sehr schön aus.
Leider regnet es wieder und wir beschliessen einen Besuch bleiben zu lassen.

Wir übernachten auf einem Campingplatz bei Pal. Epidavros.

14. Mai 2001

Pal. Epidavros - Korfos - N. Ag. Thomas Sofiko - Isthmia

Bis Korfos, das einen herzigen kleinen Hafen hat, ist die Strasse gut, danach ist sie bis N. Ag. Thomas an gewissen Stellen für Wohnmobile definitiv nicht mehr geeignet.
Wir sehen uns noch den Kanal von Korinth an und bleiben dann auf dem Isthmia Beach Campingplatz am Strand von Isthmia (logisch; sagt ja schon der Name).

15. Mai 2001

Isthmia

Wieder einmal ist Kleider waschen angesagt.

16. Mai 2001

Mykene - Akrokorinthos - Arh. Korinthos - Loutraki - Perahora - Vouliagmeni

Wir besuchen die Burganlage bei Akrokorinth.
Irgendwie geraten wir auf dem Weg dazu auf die Autobahn nach Süden.
Die hat aber dort wo wir es bräuchten keine Ausfahrt.
Also müssen wir uns eben eine suchen ....

Wir schauen uns nochmals den Kanal an und fahren dann über die einzige Brücke über den Kanal aufs Festland.
Endlich wieder festen Grund unter den Füssen :-))

Wir übernachten an der schönen Vouliagmeni Bucht.

17. Mai 2001

Par. Shinou - Psatha - Parnassos

In der Nähe von Par. Shinou fahren wir bis zur Spitze eines Berges.
Dort oben befinden sich alte verfallene Befestigungen, wahrscheinlich aus dem 2. Weltkrieg.
Die Aussicht ist auf alle Seiten herrlich, nur hat es abertausende von Wespen.
Das glaubt man nur wenn man es selbst gesehen hat.
Am oberen Teil des Strassenrandes hat es alle paar Meter ein Nest.
Obwohl die Biester friedlich sind, getraut sich Ruedi, der vor Wespen eh einen Horror hat, kaum und auch nur kurz aus dem Wagen.


Im Parnassos Gebiet fahren wir auf Drecksträsschen bis ganz oben auf den gleichnamigen Berg.
In geschützten Mulden liegt teilweise noch Schnee und der Frühling hat eben erst eingesetzt.
Da oben gefällt es auch Ruedi wieder ...
Wir sind natürlich nicht mit dem Skilift hochgezogen worden - das währe ja unter unserer Würde!

Das ist das schöne an Griechenland.
Es führen praktisch auf alle Berge irgendwelche Strassen.
Viele davon können aber nur mit einem Allradfahrzeug befahren werden (ausser man ist Grieche - dann geht's auch mit jedem normalen Fahrzeug!).
Dementsprechend friedlich ist es dann jeweils dort oben.

18. Mai 2001

Volos - Milie - Siki Beach

Die Fahrt der Küste entlang ist schön, die Strände auch, nur findet man kaum einen Platz für die Nacht.

19. Mai 2001

Litochoro am Olymp

Wir fahren bis Litochoro, einem touristischen Städtchen mit einigen tausend Bewohnern, am Fuss des Olymp.
Wir übernachten etwa 2 km ausserhalb des Städtchens, einige Meter neben einem Feldweg, inmitten des Buschlandes.

Seit Tagen hören wir ein deutliches, schweres "knallen", wenn wir eine Kurve anfahren.
Ruedi beschliesst einmal mehr, der Sache auf den Grund zu gehen und den Wagen von unten gründlich zu inspizieren.
Bevor er sich unter den Wagen legt besteht Susi darauf sich den Boden genau anzusehen.
Prompt findet sie unter einem faustgrossen Stein einen grossen Tausendfüssler (Centipedes) und unter einem zweiten einen Skorpion.
Manchmal hat die Vorsicht eben doch ihre Berechtigung.

Dieses Mal findet Ruedi erfolgreich den Grund der "Knaller".
Gottlob sind weder der Rahmen des Aufbaus, die Verschraubung mit dem Chassis, noch das Chassis selber gebrochen, sondern nur die Kronmuttern der Befestigungsstangen der Achsen haben sich gelöst!
Halt eben ein Landrover.
Wenn da nichts lottert, so wird er nicht richtig gebraucht.
Und wenn einem das Gelotter stört, dann kann man sich ja einen Toyota kaufen (manchmal wäre ich froh ich hätte einen).
Nachdem er sie nachgezogen hat ist das Geräusch am nächsten Morgen verschwunden.

Am Abend kommt auf dem Weg ein Hirte mit seiner Schafherde vorbei.
Mitten in der schönen Mondnacht wird Susi von lauten Atemgeräuschen geweckt und meint erst, Ruedi habe ein gesundheitliches Problem. Dem ist aber nicht so.
Wir schauen vorsichtig aus dem Zelt und sehen auf dem Weg, nur ein paar Meter von uns entfernt, einen ausgewachsenen Schwarzbären welcher der Spur der Schafherde folgt.
Nach kurzer Zeit trottet er davon. Uff!!
Mit dem haben wir nicht gerechnet. Für den Rest der Nacht ist es uns nicht mehr so wohl, schlafen wir doch nur etwa 1.70 m über Grund.

20. Mai 2001

Prionia - Alp am Olymp

Am Morgen hören wir irgendwo in unserer Nähe komische Geräusche, wie wenn junge Hunde beim spielerischen kämpfen Laute von sich geben.
Wir holen unser Survivalbuch hervor und lesen das Kapitel über die Bären in Kanada.
Darauf packen wir unsere sieben Sachen für einmal etwas schneller als gewohnt zusammen.
Die Laute sind typisch für Bären, wenn sie einem kundtun wollen, dass es jetzt Zeit sei zu verreisen, da man sich in ihrem Territorium befände.

Wir fahren von Litochoro her auf einer Passstrasse ins Gebiet des Olymp und wandern einige Stunden dem kalten Fluss entlang.

Darauf suchen wir, vorerst erfolglos, die Strasse nach Petra und erreichen später eine Alp hoch oben am Olymp.

Auch heute übernachten wir am Fuss des Olymp in einem Bachbett.
Es ist offensichtlich ein bekannter Picknick Platz der lokalen Bevölkerung.
Dementsprechend viel Dreck liegt in der Landschaft. Schade!

Da wir in der Umgebung, den ganzen Tag lang, an stark befestigten Stallungen für die Schafe vorbeigekommen sind und unterdessen ja auch selber schon einem Bär begegnet sind, schlafen wir auch heute Nacht nicht sehr ruhig, obwohl wir unterdessen wissen, dass sie dem Menschen hier normalerweise nicht gefährlich werden.

21. Mai 2001

Petra - Kokkinopolis - Livadi - Servia -

Auf der Karte ist ein Weg eingezeichnet, welcher über eine Alp nach Servia führt.

Wir suchen ihn vergebens über 2 Stunden lang.
Schliesslich fahren wir querfeldein über die Alp und durch einen kleinen Fluss auf die andere Talseite der Alp, wo wir auch erfolgreich auf die Fortsetzung der erwarteten Strasse stossen.

In einem ehemaligen Armeegebiet finden wir einen Platz für die Nacht.
Man sieht in eine lange Schlucht die als Abfallgrube verwendet wird und in welcher es viele wilde Hunde hat.
Wir schauen einer Gruppe ganz junger Hunden zu.
Drei der vier bleiben immer nahe am Bau, nur einer ist mutig und geht immer weiter vom Bau weg.

Da der Wind in der richtigen Richtung bläst, stören uns weder Gebell noch Geruch aus der Grube - bis in der Nacht die Windrichtung wechselt .....
Nachts schleicht offensichtlich irgendein jagendes, grösseres Tier durch die Schlucht.
Einer der dominierenden Hunde verfolgt offensichtlich, unter Einhaltung des entsprechenden Sicherheitsabstandes das jagende Tier durch die Schlucht und warnt durch anhaltendes Bellen die anderen Tiere.
Auf alle Fälle verursacht der Mob da unten die halbe Nacht hindurch einen höllischen Lärm, bis das jagende Tier die Schlucht wieder verlassen hat.
Danach ist wieder Ruhe und nur der grässliche Gestank der Grube bleibt.

Am Morgen schauen wir nochmals nach den jungen Hunden. Einer fehlt .....

22. Mai 2001

Velvendo - Servia - Elati - Fontino - Kalambata - Meteoren Klöster- Kerasia


Heute besuchen wir die bekannten Meteora Klöster in Kalambata.
Das sind schon beeindruckende Gebilde auf noch beeindruckenderen Felsformationen.

Übernachtet wird heute im Flussbett bei Kerasia.
Es hat eine Unmenge grosser, hungriger Bremsen - und wir haben immer noch kein Vorzelt ....

23. Mai 2001

Volos

Die Anfahrt zur Volosschlucht führt durch interessante Gebiete mit verschiedenartigen Felsstrukturen.

Auch hat es hier "Pfannkuchenberge", wie wir sie von Australien her kennen.

Die Schlucht selber ist sehr tief. Die Aussichtsplattformen sind grösstenteils nicht geschützt.
Unten sieht man Leute, welche die Schlucht durchwandern.
Dass würden wir auch gerne tun, haben aber dieses Jahr keine Zeit dazu.

Die Fahrt weiter führt uns an schönen alten Steinbrücken vorbei.
Die Gegend ist so unverdorben, herrlich.


Wir kommen immer mehr in die Bergen rein, es hat auch noch immer Schnee auf den Spitzen.

Wir versuchen, in der Nähe der Albanischen Grenze, auf einer Nebenstrasse über eine Brücke auf die Hauptstrasse nach Igoumenitsa zu gelangen.
Der Weg ist stark abfallend und nass. Am Wegrand löst sich vielerorts Geröll und liegt danach auf der schmalen Strasse.
Am Flussbett ist dann endgültig Schluss, da die Brücke schon vor längerer Zeit weggespült wurde und die neue erst im Bau ist.
Durch den Fluss würden wir zwar kommen, aber der Abhang auf der anderen Flussseite ist zu hoch und zu steil und zu stark bewaldet.
Da währen wir nicht einmal mit Hilfe der Winde hochgekommen.
Wir beschliessen bei der Brücke am Ufer des Flusses zu übernachten.
Gegen Abend wird das Wetter schlechter und es sieht stark nach Regen aus.

Dann kommt unerwartet aus dem Nichts ein Fischer und begrüsst uns in fliessendem Englisch.
Wir fragen ihn ob wir hier bleiben könnten, oder ob Gefahr vom eventuell ansteigenden Wasser bestehe.
Er meint, vor dem Wasser hätten wir nichts zu befürchten, aber er rate uns trotzdem über Nacht nicht hier zu bleiben.
Das Ende der Strasse auf der anderen Seite der Brücke sei ein bekannter Ort, wo illegal eingeschleuste, albanische Menschen freigesetzt würden.
Diese müssten dann irgendwie die nächsten Orte erreichen um dort unterzutauchen.
Eine Begegnung mit diesen Leuten sollten wir uns aber besser sparen. Er selber sei auf alle Fälle nach 20:00 nicht mehr hier anzutreffen.

Wenn einem jemand an einem unmöglichen Ort begegnet, einem in einer Sprache anspricht, die hier sonst niemand spricht und einem einen Rat gibt ...... Aberglaube oder nicht - wir haben uns herzlich bedankt und sind verduftet.

24. Mai 2001

Igoumenitsa - Einschiffen nach Ancona

Am Nachmittag schiffen wir uns wieder auf die Fähre nach Ancona ein.
Wir hätten am liebsten unsere Pläne geändert und währen dorthin mitgefahren.
So wohl ist es uns im Defender und so gerne reisen wir.

Da das Wetter nicht zu gut ist zügeln wir unseren Tisch unter das Dach und haben es so gemütlich wie es eben geht, wenn es draussen "grusig" ist ....

25. Mai 2001

Überfahrt nach Ancona (I) - Ancona - Zürich

Nach einer regnerischen und stürmischen Nacht erreichen wir am Morgen Ancona und fahren gleich durch bis nach Hause.
Wir haben eine wunderbare Zeit in Griechenland verbracht und haben vor ein weiteres Mal hierher zu kommen und dann den Norden zu Bereisen.

Der "Millimeter", wie unser Defender genannt wird, hat sich bestens bewärt.
Es gibt, neben dem fehlenden Vorzelt, das aber bestellt ist, nichts wichtiges das nicht funktioniert oder das geändert werden muss.

 

 

 


 

 

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Last updated: Monday, 13.02.2012 5:01 PM


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