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Griechenland 2003

Aghia - Igoumenitsa

Etappendaten

Reise
Aghia - Igoumenitsa
Datum
13. Juni - 27. Juni 2003
Etappe
Aghia - Kamari - Kanali - "Transamazonica" - Ovrios ("Paradiesli") - Zagora - Südküste - Volos - Makrichori - Olymp - Prioni - Olymp - Petra - Olymp - Kokkinoplos - Livadi - Elassona - Trikala - Elassona - Deskati - Kalambaka - Ambelia - Kloster Panaghias Chrisinou - Klinos - Krania - Paleochori - Glikomilia - Stournareika - Vlacha - Geladaria - Stournareika - Vathirevma - Polineri - Mirofilo - Paleochori - Ambelia - Wanderung - Vourgareli - Theororiana - Theodoriana - Paleochori - Anthousa - Matsouki - Christi - Katarapass - Metsovo - Aoos-See - Igoumenitsa - Fähre Richtung Italien - Ancona - Schweiz




Routenplan (Klicken zur Grossanzeige in separatem Fenster)

13. Juni 2003

Aghia - Kamari - Kanali - "Transamazonica" - Ovrios ("Paradiesli")

Heute stehen wir früh auf um die Morgenkühle auszunützen. Es ist um 7 Uhr schon 24 Grad warm und ziemlich feucht.

Wir packen rasch zusammen, da wir an den Strand wollen. Leider finden wir ihn nicht und fahren weiter Richtung Süden.
Wir wollen über Kamari nach Kanali. Wir verfransen uns aber ziemlich bös und machen bei einer Kapelle im Wald Halt für das Morgenessen.

Kurz darauf stehen wir beinahe verklemmt auf dem Dorfplatz von Sklithro und fragen nach dem Weg nach Kanali. Wir verstehen zwar die Erklärung nicht, begreifen aber, das wir zurück müssen um auf der grossen Strasse weiter zu fahren.
Bei jeder Kreuzung wird die Strasse breiter, bis wir auf der breiten roten Strasse nach Kalamaki sind. So fahren wir über die Hügelkette (fast 1000 m hoch) ins Haupttal hinüber, dann nach Kanali und quer über den Hügel ans Meer.

Der Weg ist ziemlich schmal und erinnert zeitweise mehr an eine "Transamazonica" als an Griechenland. Der Wald ist so dicht, das man ihn fast als Dschungel bezeichnen könnte. Lianen wachsen und es hat auch grössere Wasserlachen und aufgeweichte Strassenstücke. Wir können uns gut vorstellen, das hier während einer Regenperiode kein durchkommen ist.

Mitten drin finden wir eine Wiese, auf der eine ganze "Krauer Gruppe" campieren könnte.
(Für die Unwissenden unter der werten Leserschaft: Martin Krauer war unser Off-Road Tourleiter, siehe Tunesien Reise).

Der Weg ist nicht einfach. Trotz GPS und 50'000-er Karte erwischen wir 2 mal die falsche Abzweigung. Obwohl die Karte gut ist, hat sie Abweichungen bis 400m, was das Navigieren schwierig macht.

Von weit oben sehen wir eine Bucht mit herrlich blauem Wasser. Da wollen wir hin!
Aber der Weg ist noch lang und wir verfahren und noch ein einige Male.
Gegen 16 Uhr erreichen wir dann endlich die Beach Ovrios.

Die Bucht hat ein kleines Süsswasserflüsschen und ist absolut romantisch.
Wir geben ihr den Namen "Paradiesli". Das sagt wohl alles ...

Zuerst gibt es aber ein Bad. Das Wasser ist herrlich warm, so warm, das sogar Susi ins Wasser geht und freiwillig drin bleibt!

Wir erhalten Besuch eines anderen Strandbewohners der uns ganz verdattert fragt, wie wir hierher gefunden hätten?
Es sei sehr schwer den Weg zu finden, den wir gefahren seien. Auch Einheimische hätten Mühe damit. Wir sind schon ein bisschen stolz ...

Leider teilte er uns auch mit, das morgen Freitag in Griechenland ein langes Wochenende beginne und dieser herrliche kleine Strand dann komplett überloffen sei mit Besuchern. Wir entscheiden darauf, morgen früh das Weite zu suchen.

Nach dem Nachtessen gibt es vor dem Abwaschen nochmals ein Bad und nach getaner Arbeit eine halbe Wassermelone, um unseren Wasserhaushalt wieder in Ordnung zu bringen.

Trotz der Abgelegenheit dieser Ecke fahren noch 2 Cross-Töffs und ein Mazda Pickup vorbei, den Weg hoch, den wir gekommen sind.

Bald dunkelt es ein und ein wunderschöner Vollmond geht über der Bucht auf.

14. Juni 2003

Ovrios - Zagora - Südküste

Die Sonne treibt uns schon vor 8 Uhr aus dem Dachzelt. Zum Morgenessen suchen wir schon den Schatten eines Baumes, da es unter dem Mosquito-Netz zu heiss ist.

Nach 10 Uhr sind wir bereit aufzubrechen. Peter ist mutig und fährt über den Strand, der bis auf eine kurze Stelle hart und gut befahrbar ist. Susi nimmt die Furt und hat nachher im harten Sand zuwenig Schwung. Aber es klappt dann doch.

Auf der anderen Seite der Bucht stellen wir fest, dass es eine geteerte Strasse hat die fast bis an den Strand führt. Kein Wunder wird es heute viele Leute geben!

Dann geht es wieder auf einer Schotterstrasse nach Zagora, wo wir einkaufen, ein Kaffe Frappe trinken, SMS-eln und telefonieren.

Unterwegs sehen wir diese lustigen Gestelle, alle gefüllt mit Frucht- und Gemüse-Konserven.

Gegen Mittag setzen wir uns Richtung Süden in Bewegung.

Auf dem Südzipfel will Ruedi gleich die ersten Strände versuchen. Nach einer Irrfahrt durch die Olivenhaine finden wir den ersten Strand, der aber keiner ist, sondern nur eine Steilküste. Der Camping am 2. Strand ist nicht sehr einladend; Viele Fischerboote und keine Stellmöglichkeiten.

So fahren wir um den Südzipfel herum auf die Südküste und gleich bei der ersten Bucht ans Meer hinunter.

Nach einigen Metern über den Strand stehen wir auf einem herrlichen Grasplätzchen direkt am Meer und machen uns breit.

Noch bevor wir endlich ins Wasser können, kommen die ersten Griechen und lassen sich neben uns nieder.
Mit der Zeit kommen noch zwei weitere Fahrzeuge dazu.
Dann kommt noch eine weitere Gruppe mit 2 Fahrzeugen, welche sich etwas weiter hinten einrichten.
Schon bald stehen wir beinahe so dicht wie auf einem Campingplatz.

Zudem hat unser Nachbar eine keifende Frau, die ihren Kleinen andauernd anschnauzt, sobald er bis zu den Fussgelenken im Wasser steht.

Der Sonnenuntergang ist sehr schön.
Nur wird er leider durch unsere Nachbarn nachhaltig gestört.
Sie machen ziemlich Radau mit ihrem lauten Geschnatter und der Musik, bis sie aber zum Glück vor 23 Uhr auch Ruhe geben .

15. Juni 2003

Südküste

Um 6 Uhr gibt's Action neben an. Die Männer fahren mit dem Boot weg. Wir bleiben gemütlich liegen, da wir für heute einen faulen Tag geplant haben. Wir stehen erst um 8 Uhr auf und frühstücken gemütlich.

Die Mutter nebenan schnauzt wieder die ganze Zeit ihren Sohnemann an. So entscheiden wir uns, etwas Ruhigeres zu suchen.

Es gibt viele Buchten wie die "unsere" aber leider kommt man nicht runter resp. diejenigen mit Zugang sind bereits voll belegt.

Wir entscheiden erst mal bis zu dem, auf der Karte markierten Ende der Strasse fahren und dann zu entscheiden, ob wir noch weiter wollen. Dort ist aber definitiv Ende und kein Weiterkommen, so dass wir umkehren müssen.

Kurz vor dem Strassenende hat es eine grössere Bucht mit einigen alten Bäumen, unter denen schon etwa 3 griechische Fahrzeuge stehen. Wir fahren durch ihr Camp auf die grosse Wiese im hinteren Teil und fahren unsere Sonnendächer aus.

Dann liegen oder sitzen wir, dösen oder lesen und machen den ganzen Tag nichts ausser heiss haben. Wir mögen nicht mal Mittagessen so heiss ist es.

Die Fotographen gehen noch auf Pirsch. Peter findet diese Gottesanbeterin.

Als es endlich etwas kühler wird beginnen wir mit dem Nachtessen und haben um 19 Uhr schon abgewaschen.
Peter und Heidi spielen noch Federball und brauchen anschliessend ein letztes Bad und eine Dusche.

Beim Briefing beschliessen wir, dass es uns an der Küste zu heiss ist und wir morgen zum Olymp weiter fahren werden.

16. Juni 2003

Südküste - Volos - Makrichori - Olymp

Tagwache ist kurz vor 8 Uhr. Wir räumen unsere Wagen so weit wie möglich ein, solange wir noch im Schatten stehen.
Morgenessen und den Rest einräumen findet dann schon in vollem Sonnenschein statt. Entsprechend schwitzen wir.

Gegen 10 Uhr schlängeln wir uns durch die Griechen wieder auf die Strasse und "stauben" wieder los.

Auf dem Weg nach Norden überholen wir einen Hühnerlieferanten mit seinem abenteuerlichen Gefährt.

Wir nehmen dann den schnellsten Weg über Volos und die Autobahn. Bei der Ausfahrt Makrichori gibt es ein Kaffee Frappé im Schatten von grossen alten Bäumen und einem leichten Wind bei 34 Grad.

Wir entschliessen uns, weiter auf der Autobahn bis zum Olymp durchzufahren um auf unserem "Bärenplatz" zu übernachten.
Bei der ersten Griechenland-Reise hatten wir dort während der Nacht "Besuch" eines ausgewachsenen Braun-Bären ... und dies wollten wir nochmals versuchen. Der Feldweg ist jedoch so stark ausgewaschen, dass wir wieder mindestens eine Stunde Strassen bauen müssten und auf das haben wir keine Lust.

So fahren wir weiter bis zu einem Bach, wo wir bei unserer ersten Reise schon übernachtet hatten. Dort gibt es eine Dusche (warm) oder ein Bad im Bach (kalt). Dann packen wir Schuhe und Rucksäcke für die geplante Wanderung von morgen, bevor uns der Ausläufer eines Gewitters für kurze Zeit in die Autos drängen.

Um 20.30 Uhr hat Ruedi die Tracks auf dem PC immer noch nicht gefunden und stellt frustriert den PC ab.
Endlich kann der Rest der Gruppe in die Beiz!
Dort redet niemand Englisch oder Deutsch. So werden wir kurzerhand in die Küche eingeladen, um unser Menü zusammenzustellen. Am Spiess brutzelt dort so einiges. Mittels Zeichensprache "bestellen" wir.
Es ist wirklich gut, nur wissen wir nicht ob es Gitzi oder sonst was ist.
Lediglich Susi's Geflügel lässt sich eindeutig identifizieren.

Nach 22 Uhr fahren wir wieder zurück und richten uns für die Nacht ein.

17. Juni 2003

Prioni - Olymp - Petra - Olymp

Tagwache ist heute extrem früh: wir steigen schon um 6.40 aus dem Zelt.
Kurz vor 9 Uhr machen wir uns auf den Weg nach Prioni ans Ende der Strasse, wo wir die Autos abstellen.

Wir marschieren los, zuerst ein Stück zurück auf der Teerstrasse und dann auf dem Feldweg nach unten zum Kloster.

In Griechenland gibt es eine Unmenge von Klöstern, in allen erdenklichen Zuständen.
Wir können leider diese recht gut erhaltenen Ruine nicht besichtigen, da sie gerade restauriert wird.

Beim Bach unten steigen wir in den Wanderweg ein, der uns dann wieder zu den Fahrzeugen zurück führen wird. Er ist sehr beliebt.
Mit Cars lassen sich die Leute zum Endpunkt in den Bergen fahren und laufen dann den Bach runter bis zur nächsten Ortschaft.
Wir laufen in Gegenrichtung, dem Bach folgend den Berg hinauf.

Der Wanderweg ist sehr gut gepflegt und sehr schön angelegt. Zwischendurch kann man immer wieder den Olymp sehen.

In einer herrlichen Bucht halten wir an für die Mittagspause. Peter hält den Fuss ins Wasser und hat innert kürzerster Zeit einen Krampf, so kalt ist das Wasser.

Heidi und Ruedi gehen trotzdem baden, Susi und Peter streiken, ist es zu kalt.

Wir wandern weiter hoch und geniessen die herrliche Berglandschaft.

Nach 14 Uhr machen wir uns auf den Weg zurück zu unseren letzten Lagerplatz, wo wir vor der Weiterfahrt noch ein Bad nehmen wollen. Der Platz ist jedoch mit Zigeunern belegt, so dass wir gleich nach Petra weiterfahren.

Wir wollen einem, auf der Karte weiss eingezeichneten Strässchen mit grünem Strich folgen und finden sogar den Anfang ohne Problem!

Wir folgen der Strasse bis zu einer Kreuzung mit GPS Koordinaten. Unser GPS zeigt jedoch eine um 11 Winkel-Minuten höhere Breite an und auch die Längenkoordinate stimmt nicht. Die Karte ist jedoch sonst bis auf etwa 500 m genau (später sehen wir auf der Karte einen Hinweis auf absichtlich falsche Daten, von wegen Copyright und so).

Wir folgen jetzt der Strasse mit grünem Strich. Der grüne Strich steht ja für schöne Aussicht. Von der Aussicht kann man leider nicht viel sehen, da die Strasse immer schmaler wird und die Bäume von links und rechts hereinwachsen.
Wir müssen häufig im Schritttempo fahren, weil wir Äste streifen.

Am höchsten Punkt zu hinterst im Tal suchen wir uns einen Schlafplatz, finden jedoch nichts gescheites oder nur "unromantisches". So fahren wir ein Stück auf der Strasse zurück und stellen uns in einer Lichtung mit Aussicht auf die Olymp Spitzen neben die Strasse.

Sobald die Sonne untergeht wird es empfindlich kalt und wir kriechen schon bald in unsere Schlafsäcke.
Verrückt! Vor 2 Tagen waren wir noch am Meer bei 34 Grad!

18. Juni 2003

Kokkinoplos - Livadi - Elassona - Trikala - Elassona - Deskati - Kalambaka

Obwohl Susi endlich mal ausschlafen wollte, ist Ruedi schon seit 7.30 auf den Beinen und findet um 8 Uhr, jetzt sei genug geschlafen. So räumen wir zusammen und sind nach 10 Uhr wieder auf dem Weg.

Wir machen noch einen kleinen Loop auf einer dünnen weissen Strasse, bevor wir dann nach Kokkinoplos kommen. Noch vor dem Dorf nehmen wir die kleine weisse Strasse Richtung Westen: eine wirklich schöne Alpenstrasse.

Später finden wir einen Abhang voller Walderdbeeren. Fleissig wird gesammelt, da wir alle Lust auf ein Birchermüesli haben.
Heidi verschüttet dann aber leider ihre Beeren im Kühlschrank, als der Becher umkippt. Alle Beeren werden durch die Schüttelei zu Brei verarbeitet. So reicht's dann nur noch zu einem Dessert.

Wir finden auch hier wieder frische Bärenspuren.

Vor Livadi sieht der Himmel nicht mehr nur verhangen, sonder dunkelgrau aus.
Wir entscheiden uns, nach Meteora auf dem Camping durchzufahren und dort unsere Kleider waschen zu gehen.

Livadi ist uns von der ersten Reise her bestens in Erinnerung. Wir haben uns da gottlos verfahren.
Also sind wir dieses Mal vorsichtig und bereiten uns gut vor.
Den Weg durch Livadi, den richtigen Ausgang und dann die richtige Abzweigung finden wir auf Anhieb. In der Ebene unten jedoch fahren wir ziemlich "im Lauch herum", bis wir endlich die Teerstrasse finden die wir brauchen. Dort entscheiden wir uns für die Südroute über Elassona und Trikala. In Elassona jedoch verschlägt es uns auf die gelbe Strasse, der wir dann auch über Deskati folgen.

So sind wir trotzdem schon gegen 19 Uhr wieder in Kalambaka auf dem Camping.
Beim Einrichten mit Strom sucht Ruedi vergebens seinen 230V~ Stecker-Adapter im Säcklein. Susi findet ihn dann noch in der Steckdose steckend, dort wo wir das letzte Mal standen. Verblüffend, dass ihn niemand mitgenommen hat. Grosse Freude herrscht.

Wir zügeln den Stellplatz nochmals weil die Bäume zu tief runter hängen und am Zelt schaben und lassen dabei unsere Rätsche liegen. Das merken wir dann leider erst am nächsten Abend.
Tja, wer keinen Kopf hat kauft halt ab und zu neues Material.

Wir geniessen die warme Dusche und spazieren ins Dorf zum Nachtessen. Wir bestellen wieder gebratener Käse, aber er ist nicht so gut wie der in Kipi.

19. Juni 2003

Kalambaka - Ambelia - Kloster Panaghias Chrisinou

Heute nehmen wir es gemütlich. Die Bäume auf dem Camping geben schön Schatten, so dass es im Zelt nicht heiss wird.
Nach einem ausgiebigen z'Morgen muss Ruedi noch den Süd-Pindos geo-referenzieren und Peter die Süd-Pindos Karten auf den PDA übertragen. Die Frauen sind mit der Wäsche beschäftigt.

Plötzlich sehen wir dieses Tier über den Bodenspazieren.
Es sieht aus wie eine übergrosse Grille, läuft aber ganz normal. Länge ca. 7 cm (kein Fischer-Latein!).

Vor lauter Gemütlichkeit bekommen wir noch Stress, um noch vor 12 Uhr bezahlen und den Campinplatz verlassen zu können.
Das Einkaufen in der Stadt vor 13 Uhr schaffen wir gut, finden noch schöne Früchte an einem Stand am Strassenrand und zweigen schon bald auf eine breite weisse Strasse Richtung Süden ab.

Nach mehreren Anläufen finden wir auch die richtige Spur durch den Bach und die Fortsetzung der breiten weissen Strasse auf der anderen Seite. Die Abzweigung auf die dünne weisse Strasse finden wir jedoch nicht, ausser es wäre ein Bachbett, das nicht befahrbar erscheint.

So nehmen wir die breite weisse Strasse nach Ambelia und dort die kleine weisse Strasse Richtung Westen auf den Berg hinauf.
Der Weg ist schmal, steil und nach aussen abfallend. Es wird von den Fahrern einiges verlangt, da es manchmal rutscht.

Mitten drin sehen wir ein Gewitter aufziehen.
Wir machen, dass wir so rasch wie möglich auf die breitere weisse Strasse kommen, die wieder nach Ambelia zurückführt.

Die Niederschläge setzten ein kurz bevor wir es auf die breitere Strasse schaffen. Diese ist genau so rutschig wie die schmale, hat aber einen Rand und ist nicht abfallend.
Der Regen wird jedoch immer stärker und das Fahren immer ungemütlicher und gefährlicher. Im Tal, wo wir weiter wollen, ist der Niederschlag so dicht, dass man überhaupt nichts mehr sieht.

So bleiben wir in halber Höhe beim verfallenen Kloster Panaghias Chrisinou und flüchten zuerst vor dem Gewitterregen auf den Kirchenplatz.

Auf dem Kirchenplatz zu nächtigen finden wir nicht so gut, da die Kirche doch noch zeitweise benützt wird. So stellen wir uns auf ein kleines Bödeli unterhalb des Klosters und ziehen erst mal Zelt und Tarp auf.

Der Regen hört so gegen 17 Uhr auf, sodass wir endlich z'Mittag essen können.
Es gibt dann gegen 19 Uhr gleich noch Dessert: einen Kaiserschmarrn mit Vanillesauce. Fein!!

Auf diesem Bödeli hat es eine Unmenge von Grillen. Die Tiere haben irgendwie das Gefühl es komme ein Hochwasser und flüchten zu tausenden auf die Pflanzen und an der Klosterwand in die Höhe.

Der Nebel zieht über das Tal und die Aussicht ist absolut spitze.

Der Abend beschert uns wieder mit eindrücklichen Bildern.

Da es aber sehr feucht ist, sind wir bald schon wieder in den Schlafsäcken anzutreffen.

 

20. Juni 2003

Kloster Panaghias Chrisinou - Klinos - Krania - Paleochori - Glikomilia

Heute hat sich Susi geirrt: sie macht um 6.50 Tagwache, in der Annahme es sei schon 7.30 Uhr.
Das hat Peter fast nicht verkraftet ....

Nach dem Frühstück und dem Aufräumen sind wir bereits um 9.30 wieder unterwegs. Den ersten Weg Richtung Klinos finden wir nicht, so dass wir den zweiten weiter unten nehmen.

Nach Klinos steigt die Strasse an, bis wir im Nebel sind. In den paar Momenten, wo man zwischen den Nebelschwaden hindurch sieht, öffnen sich wunderbare Ausblicke.

Nach einem kurzen Stück Teerstrasse geht's wieder auf eine weisse mit einem grünen Strich.
Dies ist die heutige Challenge, da hier mit Lastwagen Holz geführt wurde.
Die Spuren sind teilweise so tief, dass wir aufsitzen würden und deshalb auf der Strassenmitte und dem Strassenrand balancieren müssen.

In der Hälfte der Strecke kommt uns dass der Grader entgegen. Danach ist es zwar etwas flacher aber es ist immer noch holprig, die Löcher immer noch pflutschig und tief.

In Krania wechseln wir auf die andere weisse Strasse nach Paleochori. Auch dort geraten wir wieder in den Nebel.

Bei einer Quelle halten wir an, finden aber nur ein Plastikrohr, das Wasser führt.
Dies wird's wohl sein. Hier können wir nicht gut Wasser bunkern.


Dafür hat es wieder interessantes Gestein, zweilagig, als ob das obere Gestein in Urzeiten über das untere geflossen wäre.

Nach Paleochori geht's wieder auf einer Asphaltstrasse ins Tal hinunter, wo wir in Glikomilia am Bach unten ein Nachtlager suchen wollen.

Auf dem Weg dorthin (kurz vor 14 Uhr) äussern Heidi, Susi und Peter den Wunsch, mal etwas z'Mittag zu essen. Ruedi meint am Fluss unten wäre es wohl günstig.
Zuerst geraten wir direkt beim Friedhof in einen Trauerzug. Wir warten bei der nächsten Ausfahrt , bis die Leute gegangen sind.
Dann suchen wir den Weg zum Monastery Taxiarchon. Beinahe beim Kloster sehen wir ein, dass der Weg, sollte ein Gewitter kommen, zu steil ist und kehren um.
Wir suchen unser Nachtlager am Fluss weiter unten. Ruedi meint, jetzt z'Mittag zu essen wäre sinnlos, da wir in wenigen Minuten sowieso Nachtlager machen würden.
Auf der Strasse dem Fluss entlang, gibt es jede Menge Bächlein zu überqueren, wo Peter und Heidi praktisch jedes Mal mit dem Anhänger-Haken aufstehen. Dementsprechend schleichen sie über die Bächlein.

Um 15.20 Uhr meutern wir und Ruedi muss anhalten: es gibt z'Mittag.

Danach finden wir etwa 300 m weiter einen hübschen Stellplatz unter alten Bäumen direkt am Flussbett.
Leider ist das Bachbeet trocken, nur ein Rinnsaal fliesst durch.

Wir bauen unser Lager auf und Heidi und Peter lassen sich zum Lesen häuslich nieder.

Da der Fluss nicht bei uns vorbeifliesst, gehen wir den Fluss eben umleiten, damit es in der Nacht auch schön plätschert.
Eine Stunde später kommen Heidi und Peter um uns zu helfen.
Nach 2 Stunden sind wir fertig. Es plätschert lustig vor unserer "Haustüre".

Dann heisst es Duschen und z'Nacht kochen.
Einige Schaf-Herden werden noch an uns vorbei getrieben.

Später wird die Idylle etwas getrübt, als ein Abfallwagen kommt und seine ganze Last einfach in die Mitte des Flusses auf die Sandbank kippt, so nach dem Motto "Die nächste Flut wird es dann schon mitnehmen" ....
Dies gibt uns doch sehr zu denken, da wir ein paar Tage früher weiter unten in genau diesem Fluss viele Leute haben baden sehen.

Nach der "Photo-Tagesschau" steigen wir müde in die Schlafsäcke.

21. Juni 2003

Glikomilia - Stournareika - Vlacha - Geladaria - Stournareika - Vathirevma

Tagwache ist heute erst gegen 9 Uhr. Der Himmel ist noch bedeckt und die hohen Berge verhangen.
Wir nehmen uns viel Zeit mit dem Morgenessen.
Gegen 10.30 Uhr wird es immer heller und wir beginnen mit dem Zusammenpacken.

Kurz vor 12 Uhr machen wir uns auf den Weg nach Stournareika. Diesmal schlagen Peter und Heidi mit dem Anhänger-Haken nicht mehr auf und wir müssen nicht mehr ständig auf sie warten.
In Glikomilia suchen wir wieder einmal mehr nach irgend welchen Wegweisern und finden mit Glück die richtige Strasse Richtung Süden.

Das Tal ist sehr grün und hat dichte Wälder.
Ein Hirte überholt uns mit seinem steinalten Hilux und fährt uns ganz langsam vor, bis er bei seiner Herde ist.

Die Strasse wird immer schlechter. Weiter hinten im Tal ist sie auch noch nass und weich, jedoch immer noch gut befahrbar. Noch kurz vor der Passhöhe begegnen wir einem Holz-Fahrzeug, das mit seinen Winden Stämme auf der Strasse zieht.

Nach einer kurzen Pause auf der Passhöhe geht es weiter bis auf die Teerstrasse beim Skilift.

Nach nur wenigen Kilometern schwenken wir wieder auf die weisse Strasse nach Vlacha ein, die sehr selten befahren wird. Die Strasse hat tiefe Schlammlöcher, für Patina wird wieder gesorgt.
Weiter geht's Richtung Südwesten. Wir finden bei Geladaria einen Wegweiser nach Stournareika, entschliessen uns aber die parallele Strasse zu nehmen. Diese ist bedeutend schmaler und seltener befahren.

Die Navigation ist anspruchsvoll, da wir uns auf, zum Teil unbefahrenen Wegen befinden, die nicht immer klar gekennzeichnet sind.

Etwa 2 km vor der Passhöhe liegt eine Tanne (Ruedi: ein Tännchen!) quer über der Strasse.
Wir entscheiden uns, sie abzusägen und wegzuräumen, statt nur mit dem Fahrzeug auszureissen.

Danach wird's noch schmaler und steiler. Etwa 500 m vor der Passhöhe verläuft die Strasse beinahe in der Falllinie und sehr stark ausgewaschen. Nach einer Inspektion zu Fuss geht es dann aber doch problemlos hinauf. Man darf nicht vergessen, dass unsere Fahrzeuge bis unter's Dach schwer beladen sind, was das Fahren in solchem Gelände schwieriger macht. Auch ist die Gefahr dadurch eine Halbwelle zu brechen immer vorhanden.

Ein schönes Tal öffnet sich uns. Die Sonne setzt alles ins richtige Licht.

Dann geht es weiter Richtung Westen, über die Passhöhe und dann ins Tal hinunter.
Das Tal ist sehr eng und wir finden keinen Stellplatz.

Kühe machen es sich auf der Strasse bequem und bewegen sich nicht fort. Man muss um sie herum fahren.
Auch die Bauern scheinen noch nicht sehr automatisiert zu sein.

Wir finden nach einer Stunde Suchen endlich ein ebenes Plätzchen unterhalb der Hauptstrasse vor Vathirevma.
Es ist nicht gerade ruhig aber es muss genügen.

Dafür hat es wieder Prachtsexemplare der Wolfsmilchschwärmer-Raupe.

 

22. Juni 2003

Vathirevma - Polineri - Mirofilo - Paleochori - Ambelia

Heidi rumort schon um 7.30 Uhr herum und wir stehen bei frischen bis kalten 12 Grad auf.
Der Himmel ist aber vollkommen blau.

Vor der Abfahrt wird noch der schön betonierte Auspuff photographisch festgehalten. Der Dreck ist steinhart gebrannt.

Gegen 10 Uhr fahren wir ab Richtung Westen, kaufen an einem Verkaufs-Wagen in Vathirevma noch Früchte und Gemüse und nehmen dann den Pass nach Süden nach Polineri. Die Naturstrasse ist gut befahrbar, so dass wir zügig voran kommen.

Wir kurven durch die Täler und sehen bald im Tal unten einen Fluss.
Da wollen wir runter!

Gegen 12 Uhr sind wir in Mirofilo unten und entscheiden uns für eine Früchtepause mit Bad im Fluss.

Die Temperatur des Wassers ist etwa 19 Grad. Susi geht nur rasch ins Wasser. Es ist ihr zu kalt.
Es ist auch nicht sehr tief. Peter, Heidi und Ruedi können sich etwa 50 m weit trieben lassen, davor und danach ist es zu wenig tief.

Nach 13 Uhr setzten wir die Fahrt fort auf der geteerten Strasse Richtung Paleochori. Eingangs Ambelia tanken wir, kaufen noch Milch und Yoghurt und ein Glace. Dann geht den Hügel hinauf, zuerst auf geteerten Strassen, dann auf Schotter.

Nach etwa 2 km blockiert eine grosse Tanne die Strasse. Ruedi würde gerne die Tanne von der Strasse stossen.
Da das Gelände recht abschüssig ist und die Tanne zwar in 3 Teile geteilt ist, aber doch recht schwer aussieht, finden wir es zu gefährlich. Ruedi darf wieder einmal mehr nicht mit seinen Spielsachen spielen und ist enttäuscht.
Wir entscheiden uns zurück zu fahren und den anderen Weg mit gleichem Ziel zu nehmen.

So wird es gegen 18 Uhr, bis wir auf 1800 m Höhe sind.

Dort finden wir eine wunderschöne Blumenwiese, auf die wir unsere Fahrzeuge stellen.
Bald gibt's Nachtessen.
Die Sonne geht schon kurz nach 19 Uhr hinter dem Berg unter. Dafür sollte sie morgen früh schon kurz nach 6 Uhr auf unsere Zelte scheinen ...

23. Juni 2003

Ambelia - Wanderung - Vourgareli - Theororiana - Theodoriana

Die Sonne geht kurz nach 6 Uhr auf und wir sind bald darauf im vollen Sonnenschein.
Wir bleiben aber noch etwas liegen da 6 Uhr doch etwas zu früh ist um in den Ferien aufzustehen.

Die Sonne treibt uns aber schon bald aus den Zelten.
Da wir heute auf den nahen Berg-Gipfel steigen wollen gibt es ein ausgiebiges Morgenessen.

Um 9 Uhr ist Abfahrt, den Berg hinauf, so weit es geht.
Einen Stein ziehen wir in mehreren Anläufen aus der Strassenmitte weg.

Weiter oben ist dann allerdings Ende: es liegen zu viele und zu grosse Steine auf der Strasse.
So montieren wir die Wanderschuhe und machen uns auf den Weg zum Gipfel.

Wir erreichen schon nach einem halben Kilometer das Strassenende. Dann geht es über alpine Blumenwiesen weiter und das Herzen der Photographen schlägt wieder ganz verrückt.

Wir finden ganz eigenartige Steine mit kugelartigen Einschlüssen auf den Grat.

Bei diesem klaren Wetter ist es keine Frage: der Gipfel muss erklommen sein.
Wir steigen langsam auf und geniessen immer wieder die herrliche Aussicht.

Wir steigen weiter auf über den Grat. Trotzdem wir eigentlich zuoberst sind, liegen die Steine herum wie in einer Geröllhalde.

Der Gipfel auf 2290 m bietet keine vollkommene Rundsicht, aber mindestens 300 Grad und eine ausgezeichnete Fernsicht.

Wir geniessen unsere wohlverdienten Rüebli und Guezzli auf dem Gipfel.
Im Tal unten sehen wir einen Trax die Strasse für den bald beginnenden Alpbetrieb bereit machen.
Leider können wir nicht lange bleiben, da ein Gewitter im Anzug ist und der Abstieg recht steil und rutschig sein wird.

Nach dem Abstieg fahren wir wieder zu unserem Nachtlager zurück und waschen uns an der Röhre mit dem eiskalten Quell-Wasser.
Während dieser Zeit kommt auch der Trax bis hierher und lässt uns keine 200 m weiter unten kreuzen.

Auf der frisch gepfadeten Strasse rollen wir in das Tal hinunter bis zu einer Natelantenne, wo wir Mittagessen machen.
Da die Tanne immer noch nicht weggeräumt ist, machen wir den Umweg über Vourgareli, wo wir aber an der Tankstelle nochmals einkaufen.

Wir wollen über Theororiana nach Nordwesten über einen Pass.
Die Berge hier sind recht hoch und eindrücklich.
Leider ziehen immer wieder Wolken vorbei und es ist recht frisch.

Auf halbem Weg zum Pass hält uns ein Einheimischer auf und lässt durch seine Tochter auf Englisch fragen, wo wir hin wollten. Nach unserer Erklärung informiert er uns aber, dass die schmale Strasse noch geschlossen ist und erst in etwa einem Monat freigeräumt sein wird. Auf obigem Bild ist zu sehen, wo der Weg durchgegangen wäre .... schade!

So entscheiden wir uns, über Theodoriana ins Tal runter zu fahren und dort ein Nachtlager zu suchen. Eine Kiesgrube ist nicht sehr attraktiv, so fahren wir weiter und finden neben einer Neubaustrecke eine Baustrasse direkt am Fluss.
Wir sehen erst später, als wir an den Fuss herunter gehen, das wir genau unter der Müllhalde des Dorfes auf der anderen Seite des Flusses campieren. Der ganze Hang ist übersät mit Plastikbeuteln in allen Farben. Da es aber nicht stinkt und wir es nicht direkt sehen, lassen wir uns nicht stören. Im Fluss zu baden ist aber definitiv gestrichen und Buschdusche ist angesagt.

Zum Nachtessen gibt es dann Pancakes mit Ahorn Sirup und bald darauf sind wir in den Federn.

24. Juni 2003

Theodoriana - Paleochori - Anthousa - Matsouki - Christi

Am anderen Morgen fängt das Leben auf der Baustelle schon früh and und treibt uns kurz vor 8 Uhr aus dem Schlafsack.
Nach dem Morgenessen ist gegen 10 Uhr Abfahrt Richtung Norden.

Wir finden Wasser an einem der vielen Brunnen Griechenlands.
Griechenland hat vor, alle Trinkwasser-Brunnen des Landes zu fassen und das Wasser der Bevölkerung zugänglich zu machen. Das Land hat, mindestens im Norden, enorme Wasserreserven.

Wir fahren an dieser Kirche vorbei die durch ihren "Glockenturm" besticht.
Sieht fast so aus, als ob das Geld vor Fertigstellung des Turms ausgegangen ist ....

Ebenfalls fahren wir an diesem Staudamm vorbei.
Er wurde im 1995 fertig gestellt, aber nie in Betrieb genommen.
Die Leute wurden in die höheren Regionen umgesiedelt, haben aber wieder angefangen in das Tal retour zu ziehen.

Es wird immer heisser und heisser.
An der Brücke nach Paleochori, die im Moment von Kühen bewohnt ist, zweigen wir ab und fahren runter zum Fluss.

Ein Bad im Fluss ist angesagt. Es ist der gleiche Fluss in welchem wir am 22.6. schon gebadet haben.
Hier oben ist das Wasser ein paar Grad kälter als es vor ein paar Tagen war.


Susi hüpft nur für das Foto in die kalten Fluten.
(Nachher wird sie gleich schlotternd den Faserpelz anziehen ...).

Bald schon wieder kraxeln wir die Berge hoch, Rank nach Rank, und immer wieder hat es eine Bergkette vor uns ....

Um die Mittagszeit erreichen wir einen Pass, wo die ganze Strasse mit Grillen und Heuschrecken übersät ist.
Peter will erst um die Tierchen herum fahren, schafft es aber nicht immer ganz.
Wir beobachten dann wie angefahrene Grillen noch vor ihrem Tod von ihren Artgenossen verspiesen werden. Ist irgendwie schon erschreckend, wie brutal die Natur ist.

Vor Anthousa nehmen wir die kleine weisse Strasse über den Berg.
Die Strecke ist landschaftlich sehr eindrücklich, man fährt immer oben am Grat entlang.

Etwas später mitten auf der Alpenstrasse auf 1800 m gibt es Mittagessen: Birchermüesli mit jeder Menge frisch gewonnener Walderdbeeren und einer Banane.

Wir nehmen den Weg über Matsouki, in der Hoffnung auf 1400 m ein Nachtlager zu finden. Auf dieser Höhe gibt es aber jede Menge Vieh und Hirten, so dass wir bis ins Tal runterfahren.

Wir fahren an einem Kloster vorbei, das ganz in den Berg herein gebaut ist.

In der Gegend von Christi ist es so heiss im Auto, dass Heidi wieder zu leiden beginnt.
Wir suchen einen Schlafplatz müssen aber noch en paar Dörfer weiter.

Glücklicherweise finden wir dann eine Strasse ins Flussbett, wo wir am Rand ein Plätzchen finden für die Nacht. Es ist schon nach 18 Uhr, trotzdem nehmen wir im Fluss ein ausgiebiges Bad.
Es kommen 2 Flüsse zusammen: der aus dem Seitental ist eiskalt und der, welcher das Haupt-Tal herunter kommt ist recht warm, vermutlich weil er über eine längere Strecke ganz seicht ist und über das warme Kies fliesst.
Es ist nicht tief und man kann nicht schwimmen, also legen wir uns einfach ins Wasser und geniessen ein Sprudelbad. Danach gibt's eine kurze Dusche, da wir ja nicht wissen was weiter oben alles in den Fluss gekippt wird.

Dann gibt es Nachtessen und "Tageschau".

25. Juni 2003

Christi - Katarapass - Metsovo - Aoos-See

Da wir im Schatten stehen, stehen wir erst gegen 8 Uhr auf.

Nach dem Morgenessen fahren wir noch im Flussbett bis zur Brücke zurück für ein paar Action Föteli.
Schön wie es spritzt!

Dann gibt es noch ein Bad. Das Wasser ist nicht mehr so warm wie am Vorabend, wir können aber doch mindestens 5 Minuten lang die Massage im Sprudelbad geniessen.

Gut abgekühlt machen wir uns am Mittag auf den Weg nach Norden.
Ein letzter Blick auf unser Nachtlagerplatz gibt es noch von hoch oben.

Die weisse Strasse ist sehr schmal und ist an gewissen Orten ausgebrochen.
Es braucht etwas Überwindung hier durchzufahren.

Die weisse Strasse hat einen grünen Strich. Sie ist ziemlich holperig aber die Landschaft ist sehr schön.

Als wir gegen 14 Uhr auf der Passhöhe sind und etwas z'Mittag essen sieht man schon bis nach Ioannina.

Beim Kartenstudium sehen wir gegen Norden einen grösseren Stausee, im Westen des Katara Passes gelegen auf knapp 1400 m Höhe. Dort wollen wir hin. Auch in einem "Tour" Bericht wurde dort campiert.

So fahren wir auf der schnellsten Strasse nach Metsovo, wo wir noch einkaufen und ein Cafe Frappé zu uns nehmen.

Nach 17 Uhr machen wir uns auf den Weiterweg. Wir nehmen die nördliche Strasse (gemäss "Tour" ein abenteuerlicher Weg), welche heute eine 6 Meter breite, abgesehen von ein paar Schlaglöchern, sehr gut befahrbare Schotterstrasse ist. Bei der Staumauer hat es ein Picnic Plätzchen, das wir für unser Nachtlager auswählen.

Nach dem Nachtessen sehen wir noch den Wolkentürmen und dem Wetterleuchten in der Ferne zu, bevor wir dann zum letzten mal in Griechenland schlafen gehen.

In der Nacht hören wir ganz seltsames Geheule. Es scheint über dem ganzen Tal zu liegen.
Wir und Heidi sind uns einig, das es Wölfe sind, Peter tippt auf Hunde, zwar komische, aber Hunde.
Ruedi kann vor Aufregung fast nicht schlafen und schaut immer wieder aus dem Zelt. Aber selbst wenn es Wölfe sind, wir sind zu nahe an der Strasse. Die Tiere würden nicht freiwillig direkt unter der Strassenlaterne spazieren gehen. Zudem fahren noch ein paar Autos hin und her, was auch nicht hilft.

26. Juni 2003

Aoos-See - Igoumenitsa - Fähre Richtung Italien

Gegen 8 Uhr sind wir schon auf, da wir am späteren Nachmittag in Igoumenitsa sein müssen.

Nach dem Morgenessen und dem Aufräumen nehmen wir Abschied vom griechischen Hinterland.

Wir fahren um den See Richtung Osten. Auf der Südseite des Sees sind ein paar Taucher mit einem Gummiboot und jeder Menge Polizisten unterwegs. Wir sind froh, dass sie uns ohne Probleme durchlassen.

Wir treffen auf die Hauptstrasse und entscheiden uns, bevor wir nach Igoumenitsa fahren, noch die Passhöhe des Katara Passes zu besuchen. Im Gegensatz zu Maya's Besuch (Peter's Schwester war ein paar Wochen früher hier und es war saukalt) ist das Wetter schön und die Temperaturen knapp über 20 Grad.

Dann geht's auf der Hauptstrasse Richtung Igoumenitsa, wo wir gleich am Dorfeingang noch tanken.

Darauf fahren wir ein Stück zurück, weil Ruedi glaubt, den Strand durch das kleine Dorf eher zu finden, als aus der Stadt heraus. Zuerst suchen wir im Dorf den Weg, dann in der Ebene. Gemäss GPS wären es noch mehr als 2 km bis zum Strand.
Die Feldwege werden aber immer kleiner und sind mit Schranken unterbrochen. Wir kehren erfolglos um.
Im Camperheftli, lesen wir später, dass man auf dem Weg an diesen Strand mehrere Barrieren öffnen muss.

So besuchen wir den näher an der Stadt gelegenen Strand.
Sand, flach, warmes Wasser und viiiiieeele Griechen!
Das Wasser ist so warm wie in der Badewanne!
Trotzdem gehen wir ins Wasser, auch das muss man mal erlebt haben.

Als wir frisch mit Süsswasser geduscht abfahren wollen, vermisst Heidi noch die Brille. Wir finden sie leider nicht mehr.
Ruedi hilft Heidi mit der Ersatzbrille aus.

In der Stadt holen wir am Superfast Schalter unsere Boarding Passes, gehen dann aber nochmals in die Stadt einkaufen, etwas Essen und stellen uns dann in die Reihe.
Spät finden wir heraus, dass wir wieder in der falschen Reihe stehen.
Diesmal haben wir aber Glück: beim Drängeln nach vorn fürs "Camping on Bord" finden wir noch einen Platz unter freiem Himmel.
Dafür kriegen wir in der Nacht Salzwasserspritzer und im Morgengrauen noch ein paar Regentropfen ab.

27. Juni 2003

Ancona - Schweiz

Wir kommen bei schönstem Wetter in Ancona an.

Peter lässt noch den Überdruck aus den Reifen ab und wir machen uns auf den Heimweg.
Nach 2 Zwischenhalten essen wir z'Nacht in der Raststätte Bellinzona.

Heidi und Peter wollen zuerst noch nach Disentis auf den Camping, entscheiden sich dann aber doch für die direkte Heimreise.
Wir telefonieren noch und treffen uns vor dem Gotthard um Ruedis Ersatzbrille zurücknehmen zu können. Gegen 21 Uhr sind wir zuhause.

Schön war's, saumässig schön und sicher nicht das letzte Mal!

 

 

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Last updated: Saturday, 12.02.2011 6:54 PM


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