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Spanien 2004

Farena - Vielha

Sorry, but this journey has not been translated to English

 

Leg details

Date
June 19 - June 30, 2004
Leg
Farena - La Riba - Valls - Vila-rodona - Les Pobles - Pontons - La LLacuna - Igualada - Jorba - Rubió - Castellar - Fonollosa - Manresa - Sant Jouan Vilatorrada - Súria - Serrateix - Montmajor - Espunyola - Berga - Sant Quirze de Pedret - Espunyola - Capolat Rasos de Peguera - Vallcebre - Guardiola Berguedà - La Pobla de Lillet - Sant Julià de Cerdanyola - Borredà - Les LLosses - Ripoll - Bruguera - Ribes de Freser - El Baell - Planoles - Toses - La Molina - Queixans - Puigcerdà - Guils de Cerdanya - Meranges - Eller - Bellver - Talltendre - LLes de Cerdanya - Aranser - Bescaran - Arcavell - Sant Jouan Fumat - Sant Andreu - Port Aine - Roni - Rialp - Caregue - Rialp - Llavorsi - Escaló - Jou - Son - Esterri - Alós d'Isil - Montgarri - Baqueira - Salardú - Bagergue - Sauth deth pish - Pont d'Arros - Vielha




Leg map (click to enlarge in separate window)

19. Juni 2004

Farena - La Riba - Valls - Aiguamurcia - Les Pobles - Pontons - La LLacuna - Igualada - Jorba L'Espelt - Rubió - Castellar - Fonolloso

Von Martin Krauer, dem Tourenleiter der vergangenen Woche, haben wir (Peter und Heidi Hanhart, Ueli Bernegger und Brigitte Stricker und wir) 2 Roadbooks und den 1:50'000 Atlas von Katalonien erhalten.

Wir sind uns nicht gewohnt nach Roadbooks zu fahren und müssen uns mit dem Material erst einmal zurechtfinden.

Wir fahren zuerst Richtung Osten nach Valls, wo wir einkaufen und Tanken.
Danach geht’s weiter Richtung Nordosten nach Pontons, wo wir den Einstieg in die erste Roadbook-Tour finden, Fahrtechnisch einfach, landschaftlich schön.
Der zweite Teil von Sta Coloma de Queralt über Sant Roma lohnt sich nicht (Feldweg neben der Strasse: besser umfahren).
Am Ende der Tour fahren wir auf der Strasse über Igualada nach Rubio.

Die nächste Tour führt nach Rubio über eine Krete mit guter Aussicht.
Im zweiten Teil hat es ein grösseres Stück, das sehr lehmig ist, tiefe Karrenspuren aufweist und bei Nässe wohl ziemlich heikel zu befahren ist.
Der letzte Teil nach Castellar ist wegen einer Plantage neu gemacht und abgesehen von den Spitzkehren kein Problem.
Die nächste Tour führt von Castellar relativ steil nach oben, durch einen Wald und nachher durch Felder.
Wir übernachten auf dem Weg nach Santa Maria del Grau.

Kaum eingerichtet beginnt ein Gewitter, das wir aber unter unserem Vorzelt ohne Probleme aussitzen.
Um halb zehn Uhr sind wir schon im Schlafsack.

20. Juni 2004

Fonolloso - Sant Joan - St Joan de Vilatorrada - Súria - Serrateix - NW von Serrateix

Da ab heute kein Tourenleiter mehr Tagwache bläst, stehen wir ferienmässig erst um 8 Uhr auf.

Die Sonne beginnt durch die Wolken zu scheinen und wir können unsere Sachen trocknen.
Wir haben Schwierigkeiten, den Einstieg ins Roadbook wieder zu finden, da wir Amateure nicht mehr wissen, welchen Checkpunkt wir als letzten passiert haben.
Nach zwei Checkpunkten haben wir den Faden wieder gefunden und verabschieden uns an der asphaltierten Strasse von Ueli und Brigitte, welche nach Hause zurückkehren.

Wir folgen nach einem kurzen Stück Asphalt wieder dem Roadbook, übersehen aber den Feldweg am Punkt 17 und kehren nach 2 km wieder um.

Die weitere Route ist in schlechterem Zustand und geht im zick-zack durch den Wald.
Der Einstieg zur nächsten Tour ist mit einer Kette verschlossen, so dass wir die Strasse bis Callus nehmen und dort einen Einstieg suchen und auch problemlos finden.
Jedoch ist schon der erste Checkpunkt danach nicht mehr auffindbar.
Die Felder sind zu intensiv bewirtschaftet worden, so dass überhaupt nichts mehr stimmt.

Wir nehmen die Strasse zum Einstieg in die Tour 33.
Der Einstieg ist problemlos, die Strasse von Al Mujal bis Sant Cougat del Raco jedoch geteert.
Da bei Punkt 5 die Distanz etwas zu lang angegeben ist, verpassen wir die halb zugewachsene Einfahrt und fahren den Berg hinauf.
Dies benützen wir aber zu einer Entdeckungsfahrt bis es nicht mehr weiter geht, wo wir das Mittagessen mit einer hübschen Aussicht auf die Zacken des Mont Serrat geniessen.
Wir fahren zurück zur verpassten Abzweigung und finden einen Weg, der abwechslungsreich (Pfützen, kleine Bäche, Steine und Büsche) durch ein kleines Tal mit dichten Wald führt (sehr empfehlenswert).

Für den Ausstieg bei Castelladral müssen wir für die Durchfahrt den ersten Weidezaun öffnen.
Der dortige Campingplatz ist aber nicht das was wir uns vorstellen (stinkig mit Gänsen und Pfauen und mit Fixern gefüllt - ohne Rezeption).
So fahren wir weiter nach dem Roadbook, zweigen dann aber an einem Punkt in entgegengesetzter Richtung ab.
Nach weniger als 1 km steht eine Bauernhofruine mit einem Strohfeld.

Vor der Ruine zweigen wir zum Bach ab (ca. 4 m breit, absolut trüb, aber nur ca. 20 cm tief).
Wir wagen die Durchfahrt, die dann aber auch nicht spektakulär ist und finden ca. 600 m weiter einen Waldzipfel, der über einem kleinen Wasserfall liegt.
Nach einer Dusche gibt’s zum Nachtessen ein Pilzrisotto und nach dem Abwasch und einer kurzen Wanderung zum Wasserfall, ist schon bald Bettruhe.

21. Juni 2004

NW von Serrateix - Montmajor - L'Espunyola - Berga

Die Sonne scheint um 8 Uhr zwischen den Wolken durch.

Nach Morgenessen und Verarztung von Ruedis tränenden Augen ist nach 10 Uhr Abfahrt.
Allerdings nur für 300 m, dann ist bereits Fotostop für Susis Orchidee ...

... und eine Bachdurchfahrt mit Action Fotos.

Weiter geht's gemäss Roadbook.
Kurz nach dem Anfang stimmt es jedoch schon gar nicht mehr (vielleicht die Abzweigung auf die Schotterstrasse? Sicher aber nicht der geteerten Strasse entlang).
Wir werden uns einig, dass wir die Asphaltstrasse nehmen, um noch vor der Mittagspause in Berga einkaufen zu gehen.

Schon am Dorfeingang sehen wir den Campingplatz auf der anderen Talseite.
Da der Himmel stark bewölkt bis bedeckt ist, entschliessen wir uns, den Nachmittag nach dem Posten auf dem Campingplatz zu verbringen, alle Batterien an 230 V zu laden und zum Nachtessen ein Restaurant zu suchen.
Am Nachmittag arbeiten wir an den PCs und schlafen.

Um 7 Uhr bricht Hektik aus: alle duschen und wir machen uns für den Ausgang zurecht.
An der Rezeption sind sie aber pessimistisch, weil Montag generell Wirte-Ruhetag ist.
Im Hotel Queralt kann aber trotzdem ein Tisch für uns reserviert werden.

Auf dem Weg zu Fuss in die Stadt kommen wir an einem Pneuhaus vorbei, das, kurz vor 2100 Uhr, gerade seine Türen schliesst.
Ruedi möchte zwei neue Vorderreifen, die Auskunft ist vielversprechend.

Um 21 Uhr sind wir im Hotel angelangt und können uns an einen Tisch setzen.
Später kommt noch ein einzelner weiterer Gast hinzu.
Das Essen ist wirklich fein und nach 23 Uhr machen wir uns auf den Heimweg.

22. Juni 2004

Berga - Santuario de Queralt - L'Espunyola - S von Capolat

Gegen 11 Uhr sind wir reisebereit.
Im Pneuhaus geben sie Ruedi einen Termin für 15 Uhr.

Wir entschliessen uns, unterdessen zum Aussichtspunkt beim Santuario de Queralt zu fahren, um die Aussicht zu geniessen.
Diese wäre bei klarem Wetter auch wunderschön.
So diesig wie es aber heute ist, reicht es gerade bis zu etwa 10 km.

Nächster Stopp ist eine gotische Brücke. Etwas weiter den Bach hinauf ist die Strasse unterbrochen, wir benützen den Ort für unser Mittagessen.

Um 14:30 fahren wir zum Pneuhaus, wo an unserem Defender in knapp 45 Minuten die neuen Pneus montiert werden.

Danach kaufen wir im daneben liegenden Super Markt ein.
Da die nächsten 4 Tage "grande Fiesta" ist, decken wir uns für mindestens 3 Tage ein.

Gegen 16:30 setzen wir uns in Bewegung, wir wollen die Tour von gestern wieder aufnehmen.
Der Einstieg von der C-26 gelingt uns problemlos.
Die Strasse führt sehr steil auf den "El mal pas" hinauf, ist aber betoniert.
Der Fun-Faktor ist klein.
Angesichts der fortgeschrittenen Tageszeit zweigen wir schon vor der Passhöhe auf eine kleine Seitenstrasse ab, wo wir nach etwa 300 m und kurz vor Ende des fahrbaren Teils einen ebenen Boden finden, wo wir uns für die Nacht einrichten.

Trotz drohender Wolken bleiben wir von Regen und Wind verschont.
Nach dem Nachtessen setzen wir uns noch ein kleines Stück weiter oben bei Weisswein und Cantucci an die Sonne und warten bis sie hinter Wolkenbänken verschwindet.
Danach Abwaschen, aufräumen, Tagebuch schreiben, Fotos runterladen und Tagesschau.

23. Juni 2004

S von Capolat - Rasos de Peguera

Tagwache schon wieder nach 8 Uhr (definitiv zu früh für Peter!).

Wie immer kommen wir erst um halb 11 Uhr weg.
Wir folgen der Betonstrasse nach Taravil.
Die Strasse führt in der Höhe weit über dem Tal bis Capolat, ist jedoch fahrtechnisch reizlos.
Weiter bis zur Hauptstrasse und durch den Tunnel.
Nach dem Tunnel steigt der Schotterweg steil an, windet sich dem sehr steilen Fels entlang in die Höhe (nur nicht runterschauen - keine Fotos vorhanden).
Weiter oben gibt es einige Pfützen, die für zusätzlichen Spass sorgen.

Der Pi de les tres branques ist wohl wirklich alt und mit wunderbaren Blumenweiden umgeben.
Kurz darauf folgen wir der Hauptstrasse bis zum Skigebiet Estacio Hivernal de Rasos de Pequera.

Von hier aus geht’s über die Schotterstrasse weiter.

Wir finden diese schöne Alp und als erstes gibt's ein Schläfchen in der Sonne, einfach herrlich!

Ein gemütliches z'Mittag essen ist dann angesagt ....

... Peter hat seine Probleme mit dem Selbstauslöser ..... :-))

Die Flora ist auch sehr schön, Susi ist begeistert.

Die weitere Strasse ist von wechselnder Qualität.

Dann kommen wir an ein Schlammloch, wo Peter beim ersten Versuch nicht durchkommt.

Er setzt zurück und versucht es nochmals weiter links.
Auch dies geht nicht, Ruedi muss ihn mit dem Defender rausziehen.

Ganz rechts schafft er es dann durchzukommen.
Unser Defender hat für einmal keine Probleme mit dem Durchkommen.
Dann kommt ein Quad und fährt einfach durch, ohne irgendwelche Probleme ... wo bleibt denn da der Spass???

Die Strasse geht ziemlich rau weiter, es rumpelt und schaukelt ... und macht viel Spass!

Schon kurz danach finden wir eine kleine Nebenstrasse, die in die Höhe führt, ideal zum Verschlaufen.
So machen wir heute schon früh um 16 Uhr Feierabend und legen uns an die Sonne zum lesen oder ins Fahrzeug, um Bildchen zu laden.

Die Aussicht ist auch nicht zu verachten.

Peter flucht: "Wenn nur die verdammten Scheissfliegen nicht wären! Verhältnisse wie in Griechenland und Australien!"
Zum Nachtessen spannen wir unser Moskitonetz auf - so haben wir Ruhe.

24. Juni 2004

Rasos de Peguera - Vallcebre - Guardiola de Berguedà - La Pobla de Lillet - Sant Julià de Cerdanyola - N von Borreda

Die Sonne meldet sich erst nach 8 Uhr durch Wolken, so dass wir wieder einmal spät aufstehen.
Dank Mückenzelt sind die Fliegen gut ertragbar.

Vorbei an ehemaligen Steinbrüchen (oder was sonst dort abgebaut wurde) fahren wir zu einem Mirador, wo man bei schönem Wetter wohl eine gute Aussicht hätte.

So begnügen wir uns hauptsächlich mit dem Fotografieren von Blumen.

Bei Valcebre beginnt die Teerstrasse, der wir bis Pobla de Lillet folgen, wo wir den Garten des Herrn Gaudi besuchen.
Peter meint: Zitat: "Da muss einer schön besoffen sein, um so etwas zu machen" Ende Zitat.
Recht hat er.

Auf alle Fälle sind wir gut drauf ...

.... irgendwie steckt einem der verrückte Garten an.

Weiter geht's bis zum einem verlassenen Zementwerk, dessen Ruinen wirklich eindrücklich sind.
Leider kann man nicht hinein.

Am späteren Nachmittag setzen wir uns wieder in Bewegung und nehmen eine Nebenstrasse nach Sant Julia de Cerdanyola.
Nach einer Durchfahrt des Dorfes kehren wir um und folgen dem Weg zurück.

Es geht auf einer Schotterstrasse hoch hinauf.
Gleich am Anfang begegnen wir einem Forstfahrzeug.
Da dies ein Naturschutzgebiet ist, verklemmen wir es uns, hier einen Nachtplatz zu suchen, was sich als richtig herausstellt.
Denn in Sant Roma de la Clusa, am anderen Ende des Naturparks, steht schon wieder ein Forstfahrzeug, dessen Fahrerin sich, nachdem sie uns sieht, unverzüglich am Funk zu schaffen macht, uns jedoch freundlich zuwinkt.

Wir folgen dem Track weiter, bis wir nach einem weiteren Checkpoint realisieren, dass wir falsch gefahren sind.

Angesichts der fortgeschrittenen Zeit von 18:30 Uhr und den dunklen Wolken, entschliessen wir uns, auf diesem Weg etwas für die Nacht zu suchen und nehmen eine kleine Nebenstrasse, die nach einer Kurve etwas flacher wird.
Kaum haben wir uns etabliert, beginnt auch schon das Gewitter.
Das Nachtessen besteht trotzdem aus Pouletspiessli vom Holzkohlengrill und Maiskolben.
Obwohl es kurz nach dem Essen aufhört zu regnen, ist es ziemlich feucht und ungemütlich und so gibt es bald Nachtruhe.

25. Juni 2004

N von Borreda - Borreda - Ripoll - Brugera - Ribes - S von Planoles

Das Morgenessen wird unter Heidi und Peters Tarp eingenommen, da der Boden bei uns zu feucht ist.

Die Männer haben Bastelstunde!
Schliesslich findet zurzeit die Fussball-WM statt.

Danach gilt provisorisches Saubermachen aller Füsse, die im Lehm gestanden und gegangen sind.
Abfahrt ist gegen 11 Uhr - im Rückwärtsgang.

20 m vor der Wendestelle fährt Ruedi falsch und gerät in den weichen Bereich der Strasse.
Der Wagen rutscht seitlich in Richtung Bach ab.
Nach eingehendem Studium der Situation entscheiden wir uns, nur die Winde einzusetzen.
Wir befestigen einen Gurt an einem Fels und Ruedi setzt die Winde ein, um sicher wieder auf den Weg zurück zu kommen.

Dabei stürzt der Wagen beinahe seitlich den Steilen Abhang zum Bach hinunter ab.
Ruedi der Doofmann, hat vergessen die Handbremse zu lösen!!
Peter übernimmt die Kontrolle und gibt Ruedi präzise Zeichen, wann er wohin fahren soll.
Glücklich bringt Ruedi den Defender aus der Gefahrenzone wieder auf den sicheren Boden.
Eine Stunde später ist dann definitive Abfahrt.

Wir müssen zurück bis zum letzten Checkpunkt der aktuellen Tour.
Die Abzweigung haben wir verpasst, sie ist auch nicht mehr sichtbar, sondern geht ca. 100 m nach der Zeichnung rechts weg.
Danach stimmt das Roadbook wieder gut bis auf die Hauptstrasse nach Borreda.

Wir entschliessen uns, die weiteren Flachland Touren zu überspringen und den Einstieg in Tour 54 zu suchen.
Wir kaufen im Supermarkt von Ripoll noch ein und fahren dann weiter Richtung Sant Joan de les Abadesses.
Auf dem Weg dorthin meldet sich der Hunger und wir nehmen eine Schotterstrasse gegen Norden.
Nach einem guten Kilometer finden wir eine Nische, wo wir um 14 Uhr Mittagsrast machen.

Bei der nachträglichen Analyse finden wir heraus, dass wir schon auf der Tour 54 sind.
Wir folgen der gut ausgebauten Schotterstrasse gemäss Roadbook.

Ca. 2 km vor der Passhöhe geht der Schotter in eine 1-spurige Betonstrasse über, die bis ins Tal in Ribes de Freser so bleibt.
Die Tour 55 ist eine Teerstrasse bis El Baell und danach betoniert bis Planoles.
Auch landschaftlich ist sie nicht besonders schön.

In Planoles suchen wir den Camping Platz auf, da das Gelände hier sehr steil ist und kaum Möglichkeiten zum "Verschlaufen" bietet.

Apero, Duschen, Tagebuch schreiben und dann in den Ausgang in die beste Beiz des Dorfes.
Der Weg dorthin entpuppt sich als lang und steil, das Restaurant ist weit ab von jedem weiteren Gebäude und von aussen würde man nie glauben, dass es sich um ein gutes Restaurant handelt.
Aber die "Wanderung" hat sich gelohnt!

26. Juni 2004

S von Planoles - Planoles - Toses - La Molina - Queixans - Puigcerdà - Guils de Cerdanya - Meranges - Eller - Isovol - Bellver

Tagwache erst nach 8 Uhr, obwohl die Sonne schon seit viertel vor 8 aufs Zelt scheint.
Die Luft hat schon jetzt 23 Grad, der Himmel ist wolkenlos, der Tag verspricht warm zu werden.

Beim Briefing um halb 11 entschliessen wir uns, nach dem Grenzland Roadbook auf der Tour 38 weiter zu fahren.
Zuerst auf der Hauptstrasse bis zum nächsten Dorf, dann hinunter in die Talsohle und auf der alten Strasse bis Toses.
Dort steigt die Strasse (gut geteert) mit 10 % Steigung bis zur Collada de Toses.
Die Tour 39 verlässt die Hauptstrasse kurz nach der Passhöhe und benutzt die nicht mehr unterhaltene alte Strasse.

Der Teer bricht an vielen Stellen teils grossflächig auf, Blumen sprengen ihn und umgestürzte Bäume werden nur soweit wirklich nötig aus der Strasse geräumt.

Eine kleine Herde Pferde ist überhaupt nicht scheu, sondern dreht sich uns zu, bis sie die Schnauzen auf dem Kühler haben.
Erst als die Stossstange ihre Knie berührt, machen sie Platz.

In Molina stimmt die Strasse nicht mehr: immer schön rechts bleiben!
Dafür ist es jetzt echte Schotterstrasse bis auf die Hauptstrasse nach Puigcerda.

Landschaftlich ist es sehr schön, vor allem der letzte Teil mit der Aussicht auf die hohen Berge an der französischen Grenze.
Vor Puigcerda verlassen wir das Roadbook und fahren in den Champion gleich nach dem ersten Kreisel links abzweigend.
Obwohl wir eigentlich nur Brot brauchen, bezahlen wir für 2 gestossen volle Körbe 80 Euro.
Danach geht’s via Tankstelle nach Guils de Cerdanya zum Einstieg in Tour 40.
Da diese Tour in einem Wildschutzgebiet verläuft, darf nicht von der Strasse abgewichen werden.
Zuerst ist sie geteert bis zum Refugi de la Feixa, dann schlechter Schotter für ca. 5 km, danach wieder geteert bis Meranges.

Dort verlassen wir die Hauptstrasse und fahren auf der rechten Talseite auf einer Naturstrasse bis Eller, von da an auf Teer über Cortas bis zur Hauptstrasse bei Bellver de Cerdanya.
Da das Gelände steil ist und keinen Wald hat, ist ein Übernachten unterwegs nicht möglich.
Kurz bevor wir die Hauptstrasse erreichen, sehen wir einen kleinen Weg, der durch ein Fabrikgelände in ein kleines Tal führt.

Schon nach kurzer Zeit finden wir um 1700 Uhr einen kleinen Boden, der sich zum Bleiben eignet.
Apero, PC, Duschen und dann ein Birchermüesli vor der Tagesschau.

27. Juni 2004

Bellver - Talltendre - Lles de Cerdanya - Aranser - Bescaran - Ost von Arcavell

Nach einer warmen Nacht machen wir nach 8 Uhr Tagwache, Morgenessen, abwaschen, Aufräumen und Kartenstudium während Ruedi versucht, seine Kreuzgelenke zu schmieren.
Dann fahren wir ab und steigen in Tour 41 ein.

Die Aussicht ins Tal ist super schön.
Die breite Teerstrasse führt bis nach Talltendre.
Dort wird die Strasse im Dorf abrupt schmal und winklig zwischen den Häusern.
Ruedi muss mit dem Defender zwei Mal ansetzen.

Gleich nach dem Dorf bleiben die beiden Fahrspuren schmal, steigt stetig an, durch blühende Wiesen und frisch geerntete Felder.

Dann wird es teilweise sehr steil und noch enger.
Der Defender zwängt sich durch die blühenden Ginster und die Büsche.

Die Strassenauswaschungen und Schräglagen sind auch nicht zum verachten ....

Etwas ausserhalb des Dorfes, wo wir über den holprigen Weg kriechen (1. Gang und Reduktion), begegnen uns 4 Cross-Motorräder mit Lärm und Staub.
Dann sehen wir Gott sei Dank keinen Verkehr mehr bis zum Checkpunkt 9, ein Kreuzen ist nicht möglich und Ausweichstellen sind extrem rar (1 km rückwärts liegt allemal drin).
Ab Estacio d'Esqui de Lles ist die Strasse breiter, so dass normal gekreuzt werden kann, jedoch sehr holperig.

Für die Tour von 106 Minuten haben wir 5 Stunden gebraucht (inkl. Mittagessen und Fotostops).

Da wir hier im Schutzgebiet kaum Übernachtungsstellen finden, fahren wir auf Tour 42 weiter, wo wir kurz nach 18 Uhr nach etwa 2 km schon eine kleine Strasse finden, die mit 3 Spitzkehren zu einem Schober und Getreidefeld hinab führt.

Dort machen wir uns auf und neben dem Weg breit und geniessen erst mal einen kühlen Drink.
Bis 19 Uhr hat es soweit abgekühlt, dass wir duschen und z'Nacht machen.
Tagesschau ist um 21:30 bei immer noch 27°C, dann ist Bettruhe.

28. Juni 2004

Ost von Arcavell - Arcavell - Sant Joan de Fumat - Sant Joan de l'Erm

Um 8 Uhr scheint bereits wieder die Sonne ins Zelt. Das Wetter ist auch heute wieder super.

Die Naturstrasse ist weiterhin gut befahrbar und bietet eine wunderschöne Aussicht Richtung Süden.
Nur bei einigen Stellen mit tiefen Spuren könnte die Durchfahrt bei Nässe interessanter werden.

Auf der Hauptstrasse biegen wir statt nach Norden in Richtung Andorra, nach Süden, nach La Seu d'Urgell ab, um dort einzukaufen.

Der Laden bietet neben "normalem" Tiefkühlgut eine unvorstellbare Fülle an gefrorenen Esswaren im "Offenverkauf" an.
Man könnte den ganzen Laden kaufen ...

Das Mittagessen geniessen wir in der frisch "duftenden" Natur ....

Da Ruedi wieder ein tränendes Auge hat, fährt Susi.

Wir fahren wieder Richtung Norden und drehen in Arcavell nach Westen, auf die breite Strasse nach Sant Joan Fumat.
Danach wird die Strasse teilweise eng und kann wegen der vielen Schlaglöcher nur langsam befahren werden. Sie bietet aber fahrtechnisch keine Probleme.

Bei den Ruinen von Sant Joan de l'Erm schlagen wir das heutige Nachtlager auf.
Da es draussen noch schön warm ist, kann jeder seiner Lieblingsbeschäftigung nachgehen.

29. Juni 2004

Sant Joan de l'Erm - Port Ainé - Roni - Caregue - Llavorsi - Jou - Son

Die Landschaft und Flora am Col de Baseta und weiter Richtung Port Ainé bietet viel.

Nach dem neu erschlossenen Skigebiet von Port Ainé ist der, schwer zu findende, Waldweg stark zugewachsen.
So lassen wir unsere Autos über 9 km links und rechts bürsten, der Lack lässt grüssen - aber damit muss man eben rechnen, wenn man solche Touren macht.
Bei Roni erreichen wir die breitere Strasse und folgen ihr bis ins Tal.
Da wir in Rialb keinen Wein zum heimbringen finden, fahren wir bis Sort, wo es mehrere kleine Läden hat.

Dann geht’s zurück bis zur Abzweigung nach Surp und Caregue.
Bis Caregue ist geteert, dann ist es eine normale Alpenstrasse.

Weiter oben gibt es eine Menge Spitzkehren, die für unsere Wagen aber noch kein Problem darstellen.

Noch weiter oben hat es auf die Strasse abgerutschtes Geröll mit faustgrossen Steinen.
Die Fahrt macht richtig Spass.

Als wir den Pass nördlich von Caregue in Sichtweite haben, liegt ein grosser Stein (ca. 8 m3) so weit in der Strasse, dass wir nicht mehr durchkommen.
Eine alternative Route zum Pass gibt es nicht, so dass wir kurz vor 17 Uhr umkehren müssen.

Wir entscheiden uns, zurück auf die Hauptstrasse zu fahren.
Um 18:15 Uhr sind wir 4 km vor Espot, wo wir über eine schmale Teerstrasse über Estais und Jou gegen Son fahren.
Kurz vor Son finden wir eine Wiese oberhalb der Strasse, die relativ kurzes Gras hat und von der Strasse nicht überblickbar ist.
Duschen, Mücken verjagen und z'Nacht richten ist angesagt.
Die Invasion der Schafe verläuft glimpflich, nach einer Viertelstunde sind sie schon wieder weiter gezogen.
Die Mückenplage ist aber zu gross.
Wir stellen unser Vordach mit dem Mückenzelt auf und geniessen darunter den Frieden und das Nachtessen.

30. Juni 2004

Son - València d'Àneu - Alós d'Isil - Montgarri - Baqueira - Tredòs - Bageregue Salardú - Sauth deth pish - Pont d'Arròs - Vielha (ES) - Carcassonne (FR)

Tagwache ist erst um 8 Uhr, obwohl uns die Sonne schon seit 7:30 Uhr aufs Zelt scheint.
Ruedi hat schon das Mückenzelt heruntergelassen und den grössten Teil der darin gefangenen Mücken gejagt.

Nach dem Morgenessen geht es weiter auf geteerten Strassen über Jou und Son bis ins Tal hinunter.
In Esterri d'Aneu füllen wir am Brunnen unser Wasser auf und fahren auf der Teerstrasse bis Alos d'Isil.

Dort geht die Strasse nach der Umfahrungsstrassenbaustelle über in eine Alpenstrasse, 2.5 bis 3 m breit mit vielen und tiefen Schlaglöchern.
Dieser Zustand bleibt bis zum Skigebiet Pla de Beret erhalten.
Das Tal ist sehr hübsch mit vielen Blumen.

Bei Pla de Beret nehmen wir die breite Teerstrasse ins Tal.
Ein paar hundert Meter nach der ersten Spitzkehre sehen wir einen roten kurzen Landcruiser eine kleine Bergstrasse nach Bagergue abzweigen und folgen ihm.
In Bagergue fahren wir weiter das Tal hinauf, wo wir am Bach z'Mittag essen wollen.

Wir finden kurz nach dem Dorf eine breite Stelle des Bachs, wo wir einen Teil des Baches durchfahren und auf einer Insel unser Essen geniessen.

Die weitere Strecke soll in sehr schlechtem Zustand sein, wie das Schild besagt, sie ist aber gut zu befahren und führt nördlich in Richtung Pic de Mauberné, wo wir sogar noch Schnee antreffen.

Peter und Heidi sind vorausgefahren und empfangen uns mit einer regelrechten Schneeballschlacht!

Weiter geht's den Berg hoch bis Sauth Deth Pish (Wasserfall) und dann wieder runter in ein schönes Tal, wo wir einen letzten Blick auf die Schneeberge werfen können.

Danach ist die Strecke asphaltiert.
Auf dem kürzesten Weg geht es auf der Hauptstrasse nach Vielha.
Dort tanken wir noch auf und kaufen noch roten Wein zum nach Hause nehmen.
Dann machen wir uns auf den Heimweg und setzen uns in Richtung Carcassonne in Bewegung.

Dort kommen wir um 20:15 Uhr an, eine Viertel Stunde zu spät, um uns im Pool abkühlen zu können.
So duschen wir und stellen die Zelte auf, damit wir nach dem Nachtessen sofort schlafen gehen können.

Um 9 Uhr nehmen wir den Weg in die Cité auf, wo wir knapp nach halb 10 ein Restaurant mit Gartensitzplatz wählen.
Kaum haben wir bestellt, fallen ein paar Tropfen, worauf das Personal meint "Ca y est" und mit Aufräumen beginnt.
Da wir aber unter dem Zeltdach sitzen, bleiben wir und alle anderen unter den Bäumen trocken (die paar Tropfen reichen nicht mal zum nass machen).
Gegen 11 Uhr zahlen wir und wandern auf dem gut beleuchteten Fussweg zurück zum Camping.
Gegen Mitternacht sind wir auf dem Schlafsack (es ist immer noch sehr warm).

1. Juli 2004

Carcassonne (FR) - Bollene - Ardèche - Vallon Pont d'Arc

Heute haben wir vor durch die Ardèche zu fahren.
Bei Perpignan holt sich Susi von Bruder Hanspeter die Wetterprognosen für die Region, die gutes Wetter und Temperaturen von 30 Grad vorgeben.

So fahren wir bis Bollene, wo wir in die Ardèche abzweigen und auch gleich das Mittagessen und ein Bad geniessen.
Wie man an Peters Gestik sehen kann, ist das Wasser herrlich warm!
Trotzdem schaffen wir es auch Susi ins Wasser zu kriegen.

Die Schlucht ist schön, die Campingplätze in Vallon Pont d'Arc aber mit 28 bis 34 Euros sehr teuer.
So fahren wir ca. 6 km weiter und finden auf dem "Sun Camping" für 28 Euros, für beide Wagen auf einem Stellplatz, eine kostengünstigere Lösung.
Das Schwimmbad mit 28 Grad warmem Wasser und einem Sprudelbad erfrischt herrlich.

2. Juli 2004

Vallon Pont d'Arc - Rhonetal - Grenoble- Annecy (FR) - Genf (CH) - Yverdon - Bern - Illnau

Von Vallon Pont d'Arc geht's auf einer Nebenstrasse Richtung Nordost.
Neben ein paar Lavendelfeldern viel dünn besiedeltem Land und schmalen Teerstrassen ist nicht viel los.

Im Rhonetal fahren wir auf der Autobahn über Grenoble.
Bei Annecy nehmen wir wie üblich die kürzeste Verbindung über die Kantonsstrasse nach Genf.
Die Einreise geht glatt von sich, wir nehmen die Route über Yverdon.
In der Raststätte Bavois gibt es ein kleines Nachtessen.
Über Bern erreichen wir schlussendlich spätabends unser Zuhause in Illnau.

Schön waren sie, die Ferien.
Der Norden von Spanien ist schön und einfach zu bereisen.
Auch findet man immer noch recht interessante Strecken zum fahren und kann auch vielfach "wild campieren".

Unser Defender hat sich wieder von der besten Seite gezeigt und hat als "Küchenwagen" vor allem in der ersten Woche, durch seinen Komfort und die komplette Ausrüstung viel zum gelingen der Gruppen-Tour beigetragen.

 

 

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Last updated: Tuesday, 13.03.2012 3:25 PM


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