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Australien 2006

Rund um Alice Springs und Alice Springs bis Perth

Routen Details

Datum
19. Juli - 15. August 2006
Route
Alice Springs - Ayers Rock - Kings Canyon - Mereenie Loop - Palm Valley (Finke River NP) - Alice Springs - Ernest Giles Road - Boggy Hole (Finke River NP) - Larapinta Drive - Owen Springs (Lawrence Gorge) - Alice Springs - Garden Road - Pinnacle Track - Cattlewater Pass - Arltunga - Trephina NR - Alice Springs - Rainbow Valley - Hughes River Stock Route - Maryvale - Chambers Pillar - Alice Springs - Coober Pedy - Kingoonya - Wirrulla - Ceduna - Nullarbor - Norseman - Hyden - Perth
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Routenplan (Klicken zur Grossanzeige in separatem Fenster)

Alice Springs

Am Mittwoch, den 19. Juli, verlassen wir, bei bewölktem Himmel und lediglich 13°C, Alice Springs und fahren über den Stuart Highway bis Erldunda und den Lasseter Highway zum Ayers Rock Resort bei Yulara.

Die Aufschrift an einem Camper vor uns gefällt uns: VIAGRA = Veterans Ignoring Age Going Round Australia oder ungefähr aus dem Englischen übersetzt: Veteranen Ingnorieren das Alter und Gehen Rund um Australien........
Im Resort angekommen, haben wir alle Durst ....
Guido stellt das erste Mal das Vorzelt seines Apollo Campers auf und merkt, dass ihm eine Stange fehlt.
Zum Glück haben wir 3 Zeltstangen bei uns und können aushelfen.

Am Donnerstagmorgen ist es ganze 10°C warm und zudem bewölkt.
Das Wetter ist bestens zum Wandern geeignet. Somit fahren wir zum Uluru / Ayers Rock und umwandern ihn.

Die Wanderung ist hübsch und einfach ...

.... aber gewisse Wanderer sind trotzdem einer Siesta nicht abgeneigt .... Gäll Judith ...

Das Farbenspiel der Natur begeistert.

Am Freitag, dem 21. Juli, besuchen wir die zweite Felsengruppe, die Olgas (Kata Tjuta).

Es ist zwar sonnig, aber doch nicht zu heiss, so dass wir dieses Mal die "Valley of the winds" Wanderung machen können.
Als wir 1995 hier waren, war es so brutal heiss, dass wir nach wenigen hundert Metern wieder umkehren mussten.

Die Wanderung ist anspruchsvoller als die Umwanderung des "Eierfelsens" (Ayers Rock), bietet aber wesentlich mehr.
Sie ist sehr schön und führt über etwa 7 km in die Olgas hinein.

Susi ist wieder einmal mit ihren Blümchen beschäftigt und findet nebst bekanntem auch viel Neues zum photographieren ....

Desert Heath Myrte (Thryptomene
                    maisonneuvii) Round-Leaf Wattle (Acacia strongylophylla), Spearbush (Pandorea
                  doratoxylon)

... einen fast perfekten Spinifex Grasring, Myrte, Mimose, Spearbush und eine Erbsenart ....

Notiz an den Blumen-Enthusiasten:
Bei Blumen, wo wir die vollen Englischen Namen und deren Lateinische Namen gefunden haben sind sie als Alt-Text erhältlich.
Wenn man mit Maus über das Bild fährt wird sie sichtbar.

Rattle pod grevilliea (Grevillea stenobotrya)

Die Samenstände der Klapperschlange Grevillea tönen wirklich wie Rasseln.

Auch die Tierwelt ist natürlich vertreten.

Am Abend gehen wir zum "Sunset-View" bei den Olgas.

Während Susi auf dem Cobb feine Pizzas kocht übernehmen Judith und Guido die Aufgabe des Fotografierens.
Danke!

Nach dem Sonnenuntergang lehrt sich der Aussichtspunkt sehr rasch.
Die erste Pizza ist fertig und riecht herrlich. Wir geniessen sie in dieser speziellen und so friedlichen Atmosphäre.
Doch leider können wir die zweite Pizza nicht mehr essen ... wir werden vom Ranger freundlich aufgefordert, den Park doch jetzt zu verlassen, da dieser um 19:00, also in 30 Minuten, geschlossen werde ... und wir sind 45 km vom Ausgang entfernt!
Da der Cobb aussen nicht heiss wird, nehmen wir den Grill mit in den Wagen und kochen auf Susis Knien, auf dem "Heimweg", weiter.
Die Pizza ist auch im Camp noch gut und nicht verbrannt, da dem Cobb unterwegs, weil die Pizza war zu gross war, die Luft ausgegangen war.
Ende gut, Pizza gut :-) .

Am Samstag scheint die Sonne wieder. Judith und Guido bleiben noch einen Tag im Ayers Rock Resort, wir aber fahren, weiter.
10 km östlich von Curtin Springs zweigt die Mulga Park Road, eine breite Wellblechstrasse, nach Süden ab.
Folgt man dieser Strasse kommt man am nächsten an den Mt. Connor heran. Das Gebiet um den Felsen selber ist Privatgrund und gesperrt.

Zurück auf dem Lasseter Highway, kommt man nochmals 10 km weiter östlich zum Mt. Connor Lookout.
Von dort hat man ebenfalls einen schönen Blick auf den Mt. Connor.
Er ist mindestens so schön und so eindrucksvoll wie der Ayers Rock, ist aber eben kein Monolith und damit wertlos wie eine Kunstperle.

Steigt man beim Lookout auf der Nordseite den kleinen Hügel hoch, so hat man eine Schöne Aussicht auf den Lake Amadeus, einem Salzsee.

Parrot pea, auch 
                     Cunningham's rattle pod (Crotalaria cunninghamii) genannt

Auf der kleinen Anhöhe finden wir eine schöne Pflanze, eine Parrot Pea. Ihre gelb-grünen Blüten haben die Form eines Vogels.

Kurz darauf zweigen wir in die Luratja Road ab, wo wir die verschiedenen Wachstums-Stadien der Dessert Oak studieren können.
Obwohl "Oak" Eiche heisst, hat der Baum nichts mit einer Eiche zu tun. Der Name wurde gewählt, weil das Holz sehr hart ist.

Dessert Oak (Allocasuarina
                    Decaisneana)

Wenn die Pflanze jung ist, ist sie ein Busch aus Stielen mit Widerhacken dran.
Später schiesst in der Mitte der Stamm in die Höhe, an welchem nun die dornigen Stiele angebracht sind.
Erst viel später, wenn der Stamm stark genug ist, bildet sich schlussendlich eine normale Baumkrone mit Ästen, an welchen nun die dornigen Stiele herunterhängen.
Ebenfalls zu diesem Zeitpunkt, wirft der Stamm seinen dornigen Bewuchs ab und bildete eine korkähnliche Rinde.
Die Samen haben eine Zapfenform.
Hmmmm ... interessant!

Aber auch sonst hat die Natur viel Schönes zu bieten ...

Wir fahren noch bis zur Kreuzung mit der Ernest Giles Road, wo wir im Busch übernachten.

Wer ein rechter "Bushman" sein will, der schläft auch unter Desert Oaks!!

Am Sonntag, den 23. Juli, fahren wir auf der Luratja Road weiter westwärts.
Bis jetzt sind wir nur auf asphaltierten Strassen gefahren.

Paddy Melon (Cucumis myriocarpus) und
                    Camel- oder Bitter-Melon (Citrullus lanatus)

Wir sehen an Strassenrand viele Paddy Melonen und Camel- oder Bitter-Melonen.
Alle diese wilden Melonenarten enthalten viel Wasser, sind aber alle giftig, sehr bitter, oder auch beides.
Die Pflanzen wurden anno domini in den Satteldecken der Afghanischen Kameltreiber nach Australien eingeschleppt.

Unterwegs machen wir noch einen Abstecher zu den, nahe der Strasse befindlichen, Kathleen Springs und erreichen am Nachmittag das Kings Canyon Resort.

Wir fahren noch zum Ausgangspunkt aller Wanderwege des Parks und machen den Kings Creek Walk, welcher in den Canyon hineinführt.
Der Ausgangspunkt ist auch Startpunkt zu einer 2-tägigen Wanderung in östlicher Richtung via die Kathleen Springs zum King Creek Caravan Park.

Dabei sahen wir etwas ganz komisches:
Einige Büsche haben mehreckigen Blätter die Stacheln an den Ecken (ich glaube bei uns nennt man sie Stechpalmen und sie werden im Winter zum dekorieren gebraucht).
Diese Büsche haben aber auch einige Äste, welche ganz andere, nadelartige Blätter haben.
Sie sehen aus wie ein gepfropft ...

An Ende des Weges befindet sich eine Aussichtsplattform, von welcher aus man noch weiter in den schönen, aber nicht spektakulären, oberen Teil der Schlucht hinein sehen kann.
Der obere Teil des Canyon ist als Aboriginal Sacred Site klassifiziert und damit für normalsterbliche nicht zugänglich.

Nahe dem oberen Ende des Weges finden wir etwas abseits einen schönen Tümpel, wo man sich herrlich entspannen und dem Gesang der Vögel zuhören kann.

Das ist der bekannte, abendliche, Blick vom Campingplatz des Resorts auf das "Gebirgsmassiv" des Watarrka National Parks.
Der Kings Canyon selber ist nicht darauf abgebildet, da er sich weiter rechts befindet.

Am Montag brechen wir schon früh zur Wanderung um den Kings Canyon auf.
Der Aufstieg ist etwas steil und somit am besten am frühen Morgen zu absolvieren. Auch hat es dann noch nicht so viele andere Touristen und man hat seine Ruhe.
Die Wanderung ist halt eben schon saumässig schön.
Die Kamera hat aber ihre Liebe Mühe mit dem Licht und den extremen Kontrasten (Photoshop sei Dank), doch lasst die Bilder sprechen.

Der Blick aus- und in die Schlucht ...

.... die "Lost City" mit ihren interessanten Felsformationen ....

.... die Pflanzen welche hier um ihr Überleben kämpfen ....

.... die überwältigende Sicht am Rand dieser Seite der Schlucht (ohne Geländer und störende Warntafeln) ....

.... der "Garden of Eden" am hinteren Ende des Canyon ...

.... die "Spinifex Tauben" (Petrophassa Plumifera) und der Drachen, die im vollen Sonnenlicht die Hitze geniessen ....

.... die steile Felswand von der anderen Seite her gesehen ....

.... und schliesslich der schöne Abstieg durch die Pfannkuchenlandschaft.
Schöööööön!

Nach getaner Arbeit laden uns Judith und Guido zu einem zünftiges Abendessen am Buffet im Hotel des Resorts ein.
Danke Euch beiden für das gute Abendessen.
Wir konnten das Futter auch gut gebrauchen, da es nachts nur 6°C warm wird und der Dude keine Heizung hat.

Am Dienstag fahren wir über den Mereenie Loop, für welchen man das Permit an der Rezeption des Kings Canyon Resorts bekommt, weiter.
Endlich Dreckstrasse!
Durch die Regenfälle der letzten Zeit ist es recht grün.

An gewissen Stellen schüttelt es einem beinahe die Zähne aus dem Gebiss und vor allem bei den Creeks hat es Schlaglöcher!
Herrlich die Warntafeln vor und nach einem Creek:
"Lift um foot" (lift them foot -> lift the foot -> Nimm den Fuss vom Gaspedal) und
"Put um back down" (put them back down -> put the foot down again -> drück wieder aufs Gaspedal) und ebenso die an einen Baum gehängten Trophäen.
Typisch Australien.

Die Fahrt über den Mereenie Loop ist abwechselnder als man anhand der Karte erwarten würde.
Da er durch Aboriginal Gebiet führt, ist das Anhalten auf der ganzen Strecke nur an einem einzigen, bezeichneten Aussichtspunkt erlaubt.
Unterwegs sehen wir viele Esel, Kamele (eigentlich sind es ja Dromedare ....) und Brumbies (kleine wilde Pferde).

Bei der Abzweigung nach Ipolera, am Ende des Loops, machen wir Mittagshalt. Das Geschüttelt hat offensichtlich auch die Verdauung unseres Bushcampers angeregt .....

Am Nachmittag erreichen wir den Eingang zum Palm Valley im Finke River National Park und fahren auf der 4WD Piste bis zum Campingplatz.
Die Piste ist in einem besserem Zustand, als 1995. Eine Kollegin erklärte damals, sie werde auf dieser Strecke das nächste Mal 2 Sport BHs übereinander anziehen!

Der Campingplatz ist schön gelegen.
Und wo es Touristen hat, hat es vielfach auch Dingos (wilde Hunde, nicht zu verwechseln mit verwilderten Hunden).
Wenn diese von den Leuten angefüttert werden, werden sie leider meistens schnell aggressiv und müssen dann abgeschossen werden.
So auch diese Tier, das allerdings zudem noch krank ist.

Am Mittwoch ist Wandern angesagt.
Wir brauchen auch ein wenig Bewegung, da uns über Nacht bei nur 3°C Innentemperatur die Gelenke eingefroren sind ;-)
Wir unternehmen die Wanderung durch das Palm Valley.

Die letzten 5 km zum Ausgangspunkt der Wanderung haben es aber immer noch in sich und sind interessant zu fahren.
Man braucht etwa 20 Minuten, muss über mehr oder weniger grosse Steinplatten holpern und ein paar einfache Sandpassagen durchfahren.
Viel Freude herrscht :-))

Für Guido ist das Palm Valley sein erster Kontakt mit einem Off-Road Track.
Er meistert die Strecke mit Bravour und muss sogar einem französischen Touristen erklären, dass der Allradantrieb nur funktioniert, wenn man neben dem 4WD-Hebel auch die Locking-Hubs (Sperren am Rad) an der Forderachse aktiviert.
Auch der bereits vorher helfende Österreicher hat es nicht geschafft den eingesandeten Wagen freizukriegen.
Nach dieser Instruktion schaffet es der Franzose dann auch, sich selber aus dem Sand frei zu fahren.
Judith ist mächtig stolz auf ihren Fahrer.
Good on you Guido!

Im Tal selber liegt überall noch Wasser.

Auch hier kämpfen aber viele Pflanzen um ihre Existenz.

Nach dem Aufstieg aus dem Tal sind auch unsere Glieder wieder aufgetaut.
Die Route auf dem Plateau ist heute anders angelegt als noch vor ein paar Jahren.
Das Palm Valley ist für uns immer noch ein absolutes Highlight.
Hoffentlich wird die Strecke noch lange nicht planiert oder sogar asphaltiert.

Wir statten noch der Rangerstation einen Besuch ab, um Details über die berüchtigte Boggy Hole Strecke zu erhalten. Diese befindet sich auch im Finke National Park.
Wir möchten diese schwierige Strecke morgen fahren, während dem Judith und Guido den West MacDonnell Ranges auf dem Larapinta Drive einen Besuch abstatten.
Guido darf das Boggy Hole mit seinem Apollo Mietcamper nicht fahren.
Wir werden uns am 1. August in Alice Springs auf dem Campingplatz wieder treffen.

Neben den Informationen über den Zustand des Tracks, erhalten wir bei der Rangerstation die Einladung, hier als Freiwillige Ranger für eine Gewisse Zeit zu arbeiten.
Das ist ein sehr verlockendes Angebot, da man auf diese Weise einen viel tieferen Einblick in die Parks bekommt und auch Teile des Parks besuchen kann, welche sonst für die Öffentlichkeit geschlossen sind. Als freiwilliger Ranger kann man viel lernen und hilft bei allen möglichen Arbeiten mit, wie Tiere Zählen, Tracks kontrollieren, Abfallbeseitigung, putzen des Camps etc.

Am Morgen vor der Abfahrt zeigt eine vorgängige Inspektion, dass die Führungsbuchse des 4WD Schaltgestänges am Reduktionsgetriebe heraus gefallen ist und wir Getriebeöl verlieren.
Ebenso kommt Schmutz ins Getriebe.
Wir schlagen die Führungsbuchse behutsam wieder in ihren Sitz zurück und brechen anstelle zum Boggy Hole, nach Alice Springs auf, um den Schaden beheben zu lassen.
Zuvor melden wir der Rangerin noch, dass wir nicht auf der Boggy Hole Strecke anzutreffen seien, welche sie heute auch fährt, sodass sie beunruhigt ist, wenn sie uns nicht, wie erwartet, dort antrifft.

Schon am nächsten Tag haben wir den Wagen bei Repco in der Reparatur.
Aber einmal mehr haben wir ihn "im Busch" so gut repariert, dass sie den Fehler nicht mehr forcieren können.
Die Buchse wird trotzdem nochmals herausgenommen und mit Dichtungsmasse reingeklebt.

Wir verbringen die Nacht einmal mehr auf dem phantastisch geführten MacDonnell Ranges Holiday Park (Big4) Caravanplatz.

Da die Reparatur so schnell erledigt werden konnte, machen wir am Freitag den erneuten Versuch das Boggy Hole zu fahren.
Bis zum 1. August sollten wir das noch mit Leichtigkeit schaffen.
Wir fahren bei einer morgendlichen Temperatur von 14°C von Alice Springs, via den Stuart Highway auf die Ernest Giles Road, wo wir im vorbeifahren die Henbury Meteorite Craters Conservation Area besuchen.

Hier sehen wir auch die ersten wilden Kamele.

Am Rogers Pass, kurz vor dem Palmer River, biegen wir rechts ab in Richtung Illpurta (bei den Illamurta Springs) ab.

Der sandige Track ist in gutem Zustand und führt entlang von bis zu 10 m hohen Sanddünen.
Im Moment trägt der Sand gut, aber im Sommer und bei Trockenheit könnte der Track tiefsandig sein.
Auf einem alten Strassenabschnitt, der früher direkt in das Finke River Flussbett geführt haben muss, übernachten wir.

Wir nehmen die GPS Position des Fahrzeugs, schalten das GPS ab und gehen querfeldein in der Umgebung spazieren.
Wir wollen auf dem Rückweg versuchen den Wagen in der leicht bewachsenen Dünenlandschaft, ohne GPS wieder zu finden - was auch gelingt.
Es braucht aber sehr wenig um hier draussen die Orientierung zu verlieren. Wir sind am lernen.

Nachts haben wir lediglich 9°C und am Samstagmorgen ist es bewölkt und regnet sporadisch leicht.
Wir begeben uns zu den Illamurta Springs, schauen uns die alte Polizeistation an und fragen uns, wie man da hat überleben können.

Dann fahren wir in den über die Ebene in das Flussbett des Finke River ein und folgen ihm bis zum Boggy Hole.
Der Track ist sandig mit einigen tiefsandigen Stellen, oder steinig und recht eng. Er ist interessant und mittelschwer zu fahren. Das erwartete: "Au verdammt ...." bleibt aber definitiv aus.
Das Camp bei "Running Waters" ist sehr schön, aber tiefsandig.

Beim "Boggy Hole" ist die Camping Area auf der einen Seite des Flusses hart und die auf der anderen Seite tiefsandig.
Die Lagune beheimatet viele Vögel.

Wir umwandern die Lagune und finden nebst vielen Fliegen schöne farbige Sandstein-Sedimente.
Zurück beim Wagen begrüsst uns auch hier ein Dingo.
Bald schon ist wieder "Betti-Zyt".

Morgen Abend müssen wir zurück in Alice Springs sein, wo wir uns wieder mit Judith und Guido treffen.
Wir wären hier gerne noch etwas geblieben.
Da unsere Kollegen aber kein Satelliten Telefon haben, können wir ihnen diese Absicht nicht kundtun.
Also werden wir schon bald weiter fahren müssen.

Wir fahren am rechten Flussufer entlang (für uns, von Süden kommend, auf der linken Seite).
Der Track weist extreme, immer wieder wechselnde Schrägpassagen auf. Sie sind einfach zu fahren, aber wir haben ein flaues Gefühl im Magen.
Als Alternative kann man das Wasserloch auch an einer seichten Stelle durchqueren und den Track auf der anderen Flussseite benützen.
Die Tracks kommen nach dem Wasserloch wieder zusammen.
Weiter Richtung Larapinta Drive im Norden folgen einige, aber im Moment nicht allzu tiefe, Sandpassagen.
Der ganze Track ist schön und unbedingt lohnenswert, es bedingt aber ein Allradfahrzeug mit grosser Bodenfreiheit.

Bald sind wir zurück auf dem Larapinta Drive.
Wir gehen kurz nach Hermannsburg rein, um ein paar Kleinigkeiten einzukaufen, geben den Versuch aber gleich wieder auf.
Der Ort ist so kaputt mit all den herumhängenden Aboriginals.
Er wirkt auf uns sehr deprimierend.

Wir fahren weiter ostwärts und zweigen noch kurz nach Wallas Rock Station ab.
Auch das ist eine Aborigini Community, aber obwohl sie nur etwa 40 Kilometer von Hermannsburg entfernt ist, macht sie einen freundlichen, aufgeräumten Eindruck.
Das Art Centre der sehr gut geführten Aborigini Community macht ein- und mehrtägige Bushtucker (Essbares aus dem Busch) Tours: (08) 8956 7993.
Wir haben natürlich wieder einmal keine Zeit ....

Holly
                    Grevillea (Grevillea Wickhamii)

Unterwegs findet Susi natürlich wieder überall ihre geliebten "Blümser" ....

Da wir besser als erwartet durch den nördlichen Teil des Finke River Flussbettes kommen, weil die befürchteten schwierigen Passagen nicht existieren, sind wir etwas früh dran.
Das erlaubt uns noch einen kleinen Abstecher in den neuen Owens Springs National Park zu unternehmen, welcher am Hugh River liegt.
Auf der Sandbank im völlig trockenen Fluss übernachten wir.
Der Park kann mit jedem 4WD Fahrzeug gut befahren werden.
Der Park selber bietet nicht viel, der Camp am Redbank Waterhole ist aber ein guter Platz um für ein paar "Arbeitstage", in der Nähe von Alice Springs legal zu campieren.
Es hat aber keinerlei Einrichtungen und vor allem kein Wasser.

Wir treffen wie vorgesehen am Dienstag, dem 1. August, über den Stuart Highway kommend, in Alice Springs ein und kaufen alles ein für ein gediegenes 1. August Essen zusammen mit Judith und Guido ein (der 1. August ist der Schweizerische Nationalfeiertag).
Diese treffen aber erst am Abend ein und sind so müde, dass sie beschliessen in einem Hotel in Alice Springs zu übernachten.
Sie, wie ja auch wir, hätten lieber noch einen Tag mehr Zeit gehabt ....
Soweit zum geplanten Nachtessen und dem Nichtvorhandensein einer verlässlichen Kommunikationsmöglichkeit.

Es soll uns für spätere Reisen mit anderen Reisepartnern eine Lehre sein.
Sobald man von Zeit zu Zeit seine eigenen Wege gehen (fahren) möchte, ist eine zuverlässige Kommunikation, die überall und über grosse Distanzen funktioniert, unumgänglich - auch schon wegen der zusätzlichen Sicherheit.

Den Touristen wird hier unten, für den lebensbedrohenden Notfall, zusammen mit den Mietautos meistens auch ein EPIRB (Emergency Personal Indication Radio Beacon) mitgegeben (dieselben Geräte werden auch auf allen kommerziellen Schiffen und in Flugzeugen verwendet).
Im Notfall können sie dieses Gerät aktivieren und damit einen international empfangbaren Notruf aussenden.
Darauf hin wird, mindestens in Australien, eine aufwendige und teure Suchaktion gestartet.
Da aber die Position des alarmierenden Gerätes nur auf einige Quadratkilometer genau bestimmt werden kann, dauert es je nach Gelände bis 3 Tage, bis die alarmierende Partei gefunden wird.
Der Aufwand ist also nicht gerechtfertigt, wenn man nur ein Ersatzteil, oder ein paar Liter Diesel benötigt um weiter zu kommen.
Wie viel besser ist man da doch mit einem gemieteten Satelliten-Telefon bedient.
Es ist zwar zugegeben viel teurer, aber es tut seinen Dienst dafür in jedem Fall, auch wenn man nur die Freunde informieren möchte, dass man noch einen weiteren Tag braucht, bis zum verabredeten Ort, sodass sich diese keine Sorgen machen.

Am 2. und 3. August machen wir frei, waschen Kleider und holen das verpasste Essen nach.

Stuart Desert Pea (Clianthus
                    formosus)

Susi findet diese wunderbare Pflanze, eine Stuart Desert Pea, mit ihren etwa 4 cm grossen Blüten - fotografiert auf dem Campingplatz .....
Halt, stop!!! Susi hat eben reklamiert:
Es muss an dieser Stelle und jetzt gesagt werden, dass wir später auch am Stuart Highway südlich von Coober Pedy wunderbare wilde Exemplare dieser schönen Pflanze am Strassenrand gesehen haben. Gerechtigkeit muss gewahrt werden.

Judith und Guido bedingen sich noch ein paar freie Tage aus, uns aber juckt es bereits wieder im Hintern.
Also fahren wir am Freitag, dem 4. August, in die East MacDonnell Ranges.

Es geht 30 km nordwärts auf dem Stuart Highway bis zur Abzweigung in die Garden Road, auf dieser dann nach weiteren 48 km links weg auf den Pinnacle Track.
Spätestens der Pinnacle Track ist dann 4WD Territorium, wenn auch leichtes. Auf der Strecke hat es viele Blumen und die Landschaft ist hübsch bis zur Grenze zum Aborigini Gebiet, danach wird das ganze durch den Abfall etwas getrübt.
Auf dem Plenty Highway geht's für etwa 20 km ostwärts, bevor wir dann nach rechts auf den Cattlewater Pass Track einbiegen. Der Pass wird auf 990 Metern Höhe sein.

Am Anfang ist der Track noch in der Ebene draussen und recht befahren. Es hat viele, grosse Kängurus.
Sowie es dann aber ins "Gebirge" hinein geht, hat der Track etwa die Qualität eines schlechten europäischen Feldweges, ist teils leicht sandig oder auch steinig.
Ach wie lieben doch die Reifen diese Kombination!
Mit dem OKA könnte es, wegen der Enge, der Höhe und der Schräglagen, schwierig werden diese Strecke zu befahren.
Die Strecke ist ungefähr 60 km lang.
Das gefällt uns natürlich.
Je kleiner die Strasse, umso näher fühlt man sich der Natur.

Bluebush (Maireana campanulata) Einjähriger Yellowtop (Senecio gregorii)

Die Landschaft ist abwechslungsreich und Susi findet auch hier wieder neue Blumen, welche es zu bestimmen gibt ... Bluebush, Yellowtop ...

Nachdem wir kurz vor der Passhöhe auf etwa 950 Metern Höhe und bei 8°C Aussentemperatur übernachtet haben, fahren wir am Samstag über den Cattlewater Pass.

Auch seine Südseite ist sehr schön und abwechslungsreich. Wir sehen viele Adler und Galahs.
An einer Stelle ist die Strasse recht steil, an einer anderen sehr schräg. Es ist eine 4WD Strecke für Fahrzeuge mit grosser Bodenfreiheit.
Bald kommen wir aber wieder in die Ebene hinaus und treffen wieder auf die Garden Road.

Wir besuchen die ehemaligen Minen im Arltunga Historic Reserve.
Es ist schon verrückt unter was für Bedingungen man hier gearbeitet hat. Ruedis Rücken schmerzt nur schon beim Gedanken daran ....

Nun befinden wir auf der Strecke zwischen den Minen und dem Trephina National Park. Schön, nicht wahr?

Der Trephina National Park ist schön und grün, aber da es keine offenes Wasser mehr hat haben viele Tiere (vor allem die Vögel, weswegen Trephina NP so bekannt ist) die Gegend verlassen..
Es hat nur noch Grundwasser, welches ab dem Wasserhahn im Camping Platz erhältlich ist, und dieses ist fantastisch.
Es wäre natürlich möglich mit Bohrungen Wasser herbeizuschaffen. Das würde zwar die Tiere zurückbringen, aber es würde die Balance der Natur empfindlich stören, da die Pflanzen, welche die Tiere zum Fressen bräuchten, nicht erhältlich wären.

Am Lagerfeuer beim "Rangers Talk" stossen wir durch unsere Fragen betreffend dem Abfall den die Aborigini in der Natur produzieren eine heftige Diskussion an.
Momol, da gehen die Emotionen aber voll durch!
Die einen haben für alles was die Aborigini tun, volles Verständnis und haben für alles eine plausible, tiefenpsychologische Erklärung, die anderen, eher älteren Semester mit noch etwas kolonialistischen Einstellungen, möchten den Mob am liebsten vom Planeten haben.
Autsch! Da müssen wir ein anderes Mal etwas sensitiver vorgehen ....

Am Sonntagmorgen, dem 6. August, fahren wir via Ross River (wo das berühmt berüchtigte Ross River Fieber herkommt) zum N'Dhala Nature Reserve wo es tausende alte Felsgravuren.
Na ja, mit viel Fantasie ....
Der Umweg lohnt sich unseres Erachtens nicht.

Vor Alice Springs sehen wir aber diesen interessanten Berg.
Beim näheren Hinsehen sieht man wie die Sedimentschichten gefaltet wurden.

Wir fahren auf den Ross Highway zurück, durch Alice Springs hindurch und dann auf dem Stuart Highway nach Süden, um nach etwa 70 Kilometern links zur Rainbow Valley Conservation Area abzubiegen.
Das Wellblech auf der Dreckstrasse hat es in sich, aber es lohnt sich trotzdem.
Hier treffen wir uns wieder mit Judith und Guido, welche uns zum Glück einen Stellplatz reserviert haben.


Das Rainbow Valley ist sehr pittoresk, sowohl in der Gesamtansicht, als auch bei näherer Betrachtung einiger Felsformationen.
Ein Besuch lohnt sich auf alle Fälle und kann selbst mit einem 2WD gemacht werden, sofern man das Wellblech nicht scheut.

Am Montag geht es natürlich gleich wieder weiter; zurück auf den Stuart Highway, dann weiter südlich über die Hugh River Stock Route auf die Old Ghan Road und dann in die Aborigine Community Maryvale, wo man zum Chambers Pillar Historical Reserve abzweigt.

Der Track wird ruppiger. Noch vor dem Reservat sammeln wir Holz für ein abendliches Lagerfeuer, da man innerhalb normalerweise kein Holz sammeln darf.

Der Track ist meist leicht hügelig und steinig, oder flach und sandig mit gutem Untergrund.

Bei der Überquerung der Charlotte Range ist es kurzzeitig interessant steil. Hier geht es nur noch mit einem Allrad Fahrzeug vorwärts.
Von der Anhöhe hat man einen herrlichen Blick über die unendlich weitete Ebene, wo sich auch irgendwo der Chambers Pillar befindet. Man achte auf der rechten Aufnahme auf die verschiedenfarbigen Erdschichten - faszinierend.

Für die letzten paar Kilometer wird der Track einspurig, sandig und hügelig.
Man wird gebeten man sollte sich per Funk auf UHF Kanal 10 laufend melden und seine Position und Fahrtrichtung durchzugeben, um Frontalkollisionen zu vermeiden.
Kurz nach dem Tor kommt uns dann auch tatsächlich ein Touroperator entgegen - in einem OKA!!!!
Wie gerne wären wir jetzt auch in unserem OKA ....

Je nachdem woher man schaut, sieht der Chambers Pillar aus wie ein Stockzahn, oder wie eine Nadel in der Landschaft. Es ist ein sehr photogener Brocken.
Durch die markante Form diente er den Erforschern in dieser unendlichen Weite als Orientierungspunkt. An seinem Fuss hat es viele Inschriften und Markierungen der Erforscher dieses Gebietes. Von einigen war es auch das letzte bekannte Lebenszeichen.
Man kann sich gut vorstellen, dass das erstmalige durchreisen solcher weiter, trockener Ebenen für die Erforscher eine echte Herausforderung gewesen sein muss.
Wie haben sie Wasser gefunden? Nun, sie haben Aboriginis gefangen genommen und wenn ihnen diese nicht freiwillig die Position der Wasserlöcher gezeigt haben, haben sie ihnen einfach nichts mehr zu trinken gegeben, bis sie umgestimmt waren ..... so einfach ist das.

In der näheren Umgebung hat es aber auch noch andere schöne Felsformationen, und andere sehenswerte Launen der Natur, wie diesen "Steinfressenden Seelöwen" und die in der Hitze trocknende Strasse, welche nun am Aufbrechen ist.

Am Abend hat es herrliche Abendstimmungen (oder hat jemand eine solche schon einmal am Morgen gesehen?!).

Am Dienstag machen wir einen Tag frei. Es ist so schön sonnig und friedlich hier.
Hier lernen wir Gerry Gerrard und Corinne Fletcher von den Sandrifter Tours ((www.sandrifter.com.au) kennen.
Sie sind mit einer Gruppe Malern hier.
Sie laden uns ein, sie in Alice zu Besuchen und offerieren uns ihren Workshop, um dort den OKA fertig zu stellen, wenn er in etwa einer Woche dort an uns ausgeliefert wird.

Bei einem Spaziergang sind wir wieder einmal überrascht, über den Artenreichtum in dieser kargen Umgebung.

Judith und Guido haben entschlossen, dass sie nicht weiter südlich bis nach Finke und Dalhousie fahren werden.
Nach dem faulen Tage kehren wir also am Mittwoch über die Old South Road, dem alten Ghan Railway Trassee entlang, nach Alice Springs zurück. Die Strecke bietet nichts Besonderes.

An einer Sanddüne üben wir mit Guido das Fahren im tiefen Sand.
Er hat damit überhaupt keine Probleme und Judith ist wieder einmal stolz auf ihren "Hero".

Am Donnerstag ist auf dem Campingplatz wieder einmal Kleider waschen angesagt, wobei Susi 2 ihrer schönen T-Shirts ab der Leine gestohlen werden.

Am Freitag besuchen wir Rob Clark von Don Kyatt, um zu sehen wann der OKA hier in Alice Springs an uns ausgeliefert wird.
Nach Plan müsste er am Montag hier sein. Nach seiner Information wird er aber nicht vor Ende der kommenden Woche eintreffen.
Langsam wird es kritisch und tangiert die Reisepläne mit Guido und Judith.
Sie müssen weiter in Richtung Kimberleys.

Samstag, 12. August: Guido und Judith fahren weiter Richtung Norden und wir warten in Alice auf den OKA.
Kurz nach ihrer Wegfahrt erfahren wir per Mail, dass der OKA um mindestens eine weitere Woche verspätet sein wird, da der Händler in Alice den falschen (zu kleinen) Truck für den Transport bestellt hatte.
Der OKA muss somit mit auf dem Tieflader eines Road Trains, über Adelaide nach Alice transportiert werden.
OKA offeriert uns 2 Flüge nach Perth und die Brennstoffkosten zurück nach Alice, wenn wir den OKA selber holen würden.

Da wir einen Teil des Materials, welches wir im OKA brauchen, zur Zeit hier im Toyota haben, ist uns das logistisch zu kompliziert und wir beschliessen sofort nach Perth abzufahren, um den OKA dort zu übernehmen.
Die Route über den Great Central Highway ist uns wegen des Wetters zu unsicher und ebenso haben wir alles Recovery Material, wie Luftpumpe, Reifenflickzeug, Handwinde, Strapsen etc., an Guido abgegeben.
Da auch der Toyota nicht gerade in einem Zustand ist, welcher zu viel Vertrauen Anlass gibt, haben wir etwas Angst mit diesem Gefährt einen so langen Trip abseits der Zivilisation zu unternehmen.
Also beschliessen wir, wieder auf der uns schon bekannten Route über den Nullarbor, nach Perth zurück zufahren.
Eine knappe Stunde später ist alles gepackt.
Wir fahren um 13:45 los und schaffen es auf dem Stuart Highway noch ca. 400 km weit, bis über die Grenze nach Süd Australien, wo wir bei Marla übernachten.

Die Nacht ist mit 14°C nicht allzu kalt.
Am Sonntagmorgen stehen wir sehr früh auf. Wir fahren abwechslungsweise von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, was das Zeug hält.
Ziel ist es, pro Tag, unter Einhaltung der Verkehrsvorschriften (hört, hört ....), 1000 km zu fahren.
Wir fahren via Coober Pedy und über die Dreckpiste durchs "Wombat Valley" .

Bis am späteren Nachmittag sind wir gut dran, haben dann aber 100 m nach dem Ende der Gravel Road, nahe Wirrulla einen Platten, was uns natürlich etwas zurück wirft.
Da es Sonntagnachmittag ist, hat natürlich keine Garage offen.
Wir entscheiden uns, eben ohne Reserverad in die Nullarbor einzufahren und den Reifen am Montag in einem Roadhouse reparieren zu lassen.
Das Risiko ist klein, da die Strecke recht rege befahren ist.
Trotzdem schaffen wir es heute bis Penong, welches am Eyre Highway kurz vor der Nullarbor liegt.

Am Montagmorgen fahren wir um 6:50 bereits wieder los. Es ist am Anfang so neblig auf der Strecke, dass wir recht langsam fahren müssen.
Dann bricht zum glück die Sonne durch.

Im Nullarbor Roadhouse lassen wir den Reifen flicken.
Der Schlauch muss allerdings ersetzt werden. Er hat aus Altersschwäche der Belastung der Gravel Road nicht standgehalten und ist ganz einfach gebrochen ....
Wir können ja froh sein, dass wir all diese Reparaturen die wir in den letzten Wochen hatten, nicht selber bezahlen müssen.
Während der Reparatur genehmigen wir uns ein richtiges Truckee-Morgenessen.

Weeping pittosporum (Pittosporum phylliraeoides)

Trotz der Eile schaffen wir es immer wieder auch ein Auge für die Natur zu haben.
Hier hat Susi eine Pittosporum mit Früchten erspäht. Auch hat es schöne Lilien am Strassenrand; es scheint an der Nullarbor bereits Frühling zu sein.
Bis zum Einnachten schaffen wir es heute bis Norseman, also bereits bis West Australien.

Kurz nach 7 Uhr fahren wir wieder los, über die Norseman - Hyden Gravel Road.
Das Wetter wird immer schlechter und wir haben Bedenken, dass wir es wohl vor dem Regen nicht mehr bis Hyden schaffen werden.
Das Glück ist aber auf unserer Seite. So wie wir den Asphalt erreichen, beginnt es wie aus Kübeln zu giessen.
Das war knapp!

Um 14:15 erreichen wir die OKA in Bibra Lake.
Damit brauchten wir für die 2950 km lange Strecke unter Einhaltung aller Geschwindigkeitslimiten genau 3 Tage (Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang) und 30 Minuten.
Nicht schlecht!

Und da steht unser OKA, eingelöst mit einem Autokennzeichen, bereit zum beladen und losfahren.
Kaum zu glauben!

Danke an alle Mitarbeiter von OKA für euren Einsatz.
Wir wissen wie schwierig die Situation auch für Euch war und sind stolz nun den ersten OKA-NT fahren zu können.

 

 

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Last updated: Sunday, 06.06.2010 11:40 AM


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