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Australien 2006

Perth - Gibb River Road - Kununurra

Routen Details

Datum
18. August - 5. September 2006
Route
Perth - Broome (via Meekatharra - Newman - Port Hedland) - Derby - Gibb River Road - Windjana Gorge NP - Tunnel Creek NP - Silent Grove Cons. Park - Bell Gorge - Adcock Gorge - Galvans Gorge - Mt Barnett - Manning Falls - Gibb River Crossing - Mitchell Falls - Drysdale Station - Kununurra
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Routenplan (Klicken zur Grossanzeige in separatem Fenster)

Perth - Broome

Perth - Meekatharra - Newman - Port Hedland - Broome

Das Wetter in Perth ist nicht gerade einladend, es regnet und während der Nach fällt die Temperatur bis nahe an den Gefrierpunkt.
Das gibt uns die richtige Motivation in Rekordzeit den Toyota auszuladen und zu putzen, alles in den OKA umzuladen und uns für die weiterreise bereit zu machen.

Nach einer weiteren, verregneten Nacht und einem kalten Morgen mit lediglich 4°C verlassen wir Perth am Freitag 18. August 2006 Richtung Norden, mit der Hoffnung auf besseres Wetter.

Wir schaffen es bis Bindon, wo wir aber vergeblich nach einem Bushcamp suchen. In dieser Gegend gehört alles Land zu Farmen und alle kleinen Strassen enden bei Häusern. Also stellen wir uns bei einer Ausfahrt an den Rand der Strasse. Die ganze Nacht hindurch herrscht reger, lauter Lastwagenverkehr.
Auch beginnt es wieder zu regnen. Ruedi hat zuvor schon festgestellt, dass die Scharniere der Aussenklappen nicht dicht sind. Der Regen sammelt sich am tiefsten Punkt des Daches, läuft dort an der Seitenwand herunter bis zum Klappenscharnier, wo nun das viele Wasser durch das Scharnier hindurch, innerhalb der Gummidichtung innen der Klappe entlang nach unten läuft. Da die Dichtungen unten an der Klappe dicht sind, kann es aber dort nicht mehr heraus laufen und füllt so langsam den Laderaum. Das in Perth montierte Klebeband hielt dem Fahrtwind nicht lange stand und neues konnte wegen der Nässe nicht mehr montiert werden. Am Ende bekommen wir die Klappen aber mittels BluTack doch noch einigermassen dicht .... was währe die Welt ohne BluTack? (für diejenigen die BluTack nicht kennen => www.blutack.com )

Am Samstag Morgen wachen wir bei Sonnenschein und 13°C auf. Wir setzen unseren Weg Richtung Norden, auf dem Great Northern Hwy fort. Mit dem Ziel vor Augen, Broome bis am Dienstag Abend zu erreichen, fahren wir mit ca. 90 kmh durch die hügelige Gegend. Schnell realisieren wir aber, dass der OKA unter diesen Umständen ca. 26 lt / 100 km an Diesel konsumiert. Wir drosseln unser Tempo auf 70 kmh, was den Verbrauch auf ca. 20 tl / 100 km reduziert. Wir haben keine Zeit alle Attraktionen dieser Aerea zu besuchen, werden aber sicher zu einem späteren Zeitpunkt die Gegend des Nallan Lakes und von Meekatharra nochmals besuchen.

Eine Stunde bevor wir für die Nacht anhalten öffnen wir die Ventile, welche das Kühlwassersystem des Motors mit dem Warmwasserboiler und der Warmwasser Bodenheizung im Camper verbindet und generieren Warmwasser für die abendliche Dusche. Es funktioniert perfekt, aber wir lernen bald, dass 15 - 20 Minuten Aufheizzeit in Zukunft genügen.

Am Sonntag den 20. August, nach einer warmen Nacht mit 17°C, erreichen wir den Gascoyne River und genehmigen in der Nähe einer Raststätte das Mittagessen. Der Fluss führt immer noch Wasser und es können viele Vögel gesehen und gehört werden.
Leider ist es mit der Idylle schlagartig vorbei, als wir im Camper schwüle 30°C vorfinden. Der Boden ist voll Wasser.
nach kurzer Suche sieht Ruedi, dass sich der Warmwasserschlauch am Boiler gelöst hat und der Druck im System heisses Wasser aus dem Boiler im Wagen verspritzte. Gottlob hatten wir die Wasserpumpe abgeschaltet, sonst wären bis zu 100 lt Wasser ausgelaufen!
Wir hatten am Vorabend vergessen die Warwasseraufbereitung abzuschalten. Somit hat das Kühlwassersystem des Motors das Boiler-Wasser auf 85°C aufgeheizt. Diese Temperatur hat den Gummi des Warmwasserschlauchs weich gemacht, so dass er durch den erhöhten Wasserdruck von der Muffe rutschte.
Ruedi schliesst den Schlauch wieder fest (fester) an und wir wissen, dass wir die andere Seite des Schlauchs wahrscheinlich besser auch im Auge behalten werden.

Bei der Fahrt durch Newman können wir es nicht unterlassen ein Touristenbild des OKA vor einem Minen-Monster-Laster zu schiessen.

Anmerkung für den Leser:
Der OKA ist selber schon 3.1 m hoch ........

Was wir ebenfalls bemerken, ist dass wir nun auf der Strasse von den Lastwagenfahrern gegrüsst werden, dabei aber weniger von den Fahrern "normaler" Fahrzeuge, Camper uns Caravan-Gespanne.

Hmmm ... also gehören wir nun auch zu den Grossen.

Im Unterschied zu anderen Ländern, grüsst man sich auf der Strasse in Australien ausserhalb der Aglomerationen, und zwar nicht nur Motorradfahrer unter sich und Autofahrer unter sich, sondern Querbeet. Nur die Touristen kapieren das meist lange Zeit nicht .....

Wir entscheiden uns bei der Mt. Robinson Rest Area (S 23 02.570 E 118 50.934) zu übernachten.
Im Laufe des schönen Sonnenuntergangs löst sich dann aber das zweite Schlauchende und lässt uns für den Rest des Abends ohne Wasser.
Glücklicherweise gibt es zum Nachtessen "g'Schwellti" (ein Schweizer Gericht bestehend aus gekochten Kartoffeln und verschiedenen Käsen). Damit wären danach eh nur 2 Teller zum abwaschen gewesen.

Während der Nacht geht die Temperatur nur noch auf 15°C runter, also für Susi kein Bedarf mehr für warme Socken!
Der schöne Morgen erlaubt eine herrliche Aussicht.

Am Morgen repariert Ruedi die Abgelöste Leitung. Dabei bricht ein Wasser-Anschluss!
Es macht den Anschein, dass im Moment mehr kaputt geht, als Ruedi flicken kann.
Seine Laune ist entsprechend ....

Im Laufe des Tages steigt das Thermometer auf feuchte 30°C.
Wir fahren durch die Hamersly Ranges und sind überrascht wie hügelig das gebiet ist. Wir müssen unbedingt einmal hierher zurückkommen und hier einige Tage mit wandern verbringen.
Nach einem recht langweiligen flachen Abschnitt vor Port Hedland beginnt es buschig zu werden, aber obwohl wir nahe am Meer sind, ist dieses nicht zu sehen.

Wir übernachten etwa 1 km von der Borderline Road entfernt (S 19 58.541 E 120 13.219) und geniessen eine wohlig warme Nacht bei ca. 16°C.
Es ist erstaunlich wie viele Tiere in diesem Bushland wohnen. Die ganze Nacht hindurch haben wir ein Konzert vieler Insekten und gegen Morgen kommen noch die Vögel hinzu. Wir sind überrascht von der Vielzahl der Töne und Melodien.

Wir entscheiden heute nach Broome zu fahren und unsere Freunde Judith und Guido im Cable Beach Caravan Park zu überraschen. Diese hatten für sich einen Stellplatz auf den 22. reserviert und wir hofften nun, auch ohne Reservation noch einen solchen zu bekommen.
Beim Check-In sieht Susi, dass die beiden eben erst selber eingecheckt hatten. Wie wir auf unseren Platz fahren sehen wir sie auf uns zu kommen. Wir ziehen unsere hüte tiefer ins Gesicht. Obwohl sie wegen des Motorenlärms in unsere Richtung schauen, sehen sie uns erst nachdem Ruedi mit den Scheinwerfern blinkt. Sie hatten unser Mail an sie noch nicht lesen können und wussten somit nicht, dass wir mit dem OKA und nicht mit dem "Dude" (dem von OKA zu Verfügung gestellten Toyota) kommen. Ebenfalls wussten sie nichts von den Lieferschwierigkeiten des OKAs nach Perth, noch von unserem Monstertrip von Alice via Perth nach Broome.

Am Mittwoch erwachen wir bei Nebel. Die Feuchtigkeit ist so hoch, dass der Nebel am Mückentüll der Fenster kondensiert. Wegen der hohen Luftfeuchtigkeit, ist es richtig schwül, obwohl es nur 20°C warm ist. Nachdem sich der Nebel um ca. 9:30 auflöst, steigt das Thermometer blitzartig auf 30°C. Gott sei Dank geht die Feuchtigkeit aber auch gleich auf 40% zurück.
Wir nehmen unsere Fahrräder und erforschen Broome.

Später erhalten wir ein Mail von Peter und Margareth Wright im OKA 196 und erfahren, dass diese von den Kimberleys zurück sind und eben jetzt im Begriff sind Broome zu verlassen!! Stress lass nach!!

Sie kehren nochmals um und kommen uns auf dem Camp besuchen. Somit lernen wir uns, nach vielen Mails, endlich auch einmal persönlich kennen. Wir verbringen zusammen einen herrlichen Nachmittag und haben uns mit den beiden glänzend verstanden.

Ihr OKA ist ein Vorgängermodell, aber beim Auf- und Ausbau des Campers haben wir erstaunlicherweise auf die selben Dinge geachtet.
Hier klicken um die Details des Campers und einige ihrer Reisen anzuschauen (leider alles auf Englisch).

Wir beschliessen in Kontakt zu bleiben und werden versuchen uns später im Jahr in Perth nochmals zu treffen.

Am Donnerstag ist es so feucht, dass die Frotteewäsche zu stinken beginnt.
Da wir diese Feuchtigkeit nicht sonderlich gern haben, beschliessen wir Broome tags darauf in Richtung Kimberleys zu verlassen.

Gibb River Road (Broome to Kununurra) back to top

Broome - Derby - Windjana Gorge NP - Tunnel Creek NP - Silent Grove Cons. Park - Bell Gorge - Adcock Gorge - Galvans Gorge - Mt Barnett - Manning Falls - Gibb River Crossing - Mitchell Falls - Drysdale Station - Kununurra - Ivanhoe Crossing

Am Freitag 25. August verlassen wir Broome in Richtung Derby.
Derby macht auf uns den Eindruck einer kleinen verschlafenen Stadt. Sie hat einen gut bestückten Woolworth Warenhaus.
Schade, dass wir zu dieser Zeit nichts vom schönen Restaurant am Ende des Piers gewusst haben .... aber bei einem nächsten Besuch werden wir dort ein Abendessen bei schönem Sonnenuntergang einplanen.

Wir fahren Richtung Windjana Gorge in die berühmte Gibb River Road ein. Schon bald wird die Strasse schmaler und man sieht Prachtsexemplare von Flaschen- oder Boab Bäumen (Adansonia gregorii).
Während der Trockenzeit in der wir uns befinden, haben die Bäume ihre Blätter abgeworfen.

Der Boab Baum ist in Afrika unter dem Namen Baobab bekannt.
Diesen Baum findet man überall in den Kimberleys.

Interessanterweise wird sowohl bei den Ureinwohnern Afrikas als auch hier bei den Aboriginis die selbe Geschichte betreffend dieses Baumes erzählt:
Der Boab war ein sehr stolzer und arroganter Baum.
Er erzählte jedem, dass er der schönste Baum auf Erden sei.
Die Götter waren darüber so erbost, dass sie den Baum aus der Erde rissen und kopfüber wieder einpflanzten.
Was man also heute vom Baum sieht, sind seine Wurzeln und nicht seine Äste .... sieht doch wirklich ein wenig so aus?

Einige der Boabs haben einen erstaunlichen Umfang.

Die Samenstände beinhalten ein Baumwoll-ähnliches Geflächt sowie einige Kerne.
Gemäss Bush Tucker Man Les Hiddings sind die Kerne essbar, schmecken wie Pulvermilch und sind sehr nahrhaft.

Einige Aboriginis schnitzen aus den Samenständen Souveniers und verkaufen diese.

Auch sehen wir Bäume mit hellroten bohnenähnlichen Früchten.

Der einheimische Native Kapok Bush (Cochlospermum fraseri) gibt's auch überall in den Kimberleys und wir finden viele von ihnen immer noch mit Blumen.
Die grünen Fruchtkapseln werden austrocknen und aufspringen. Dabei geben auch sie ein Baumwoll-ähnliches Gespinn frei.
Wir sahen die offenen Kapseln als wir im November 1995 die Kimberleys das erste Mal besuchten.

Etwa 100 von Derby entfernt finden wir eine schöne Stelle und beschliessen über Nacht zu bleiben.
Nach einem staubigen Tag, Temperaturen um die 30° und einer Luftfeuchtigkeit von lediglich 22° geniessen wir am Abend die warme Dusche. Die Nacht ist bei 18° C recht kühl (meint Susi! Anm. der Redaktion).

Am nächsten Morgen hat es Nebel und auch sonst startet der Tag nicht allzu gut. Ruedi bemerkt beim durcharbeiten seiner Checkliste, dass der Motor Oel benötigt.
Da wir Perth Hals über Kopf verlassen hatten, haben wir vergessen welches zu kaufen. Also retour nach Derby .....
Wir benötigen einige Zeit um in Derby ein passendes Oel zu finden, vor allem weil wir wegen der Garantie nicht irgend einen Fusel einfüllen dürfen und weil das Manual anstatt Typenbezeichnungen, Markenbezeichnungen führt und diese hier nicht zu bekommen sind.
Wir füllen mehr als einen Liter nach.
Interessanterweise werden wir während der nächsten 10'000 km keinen weiteren Tropfen mehr nachfüllen müssen. Ruedi: "Im Moment sind alle gegen mich ..."

Nochmals starten wir in Richtung Osten und erreichen dieses Mal auch locker Windjana Gorge. Die Temperatur klettert auf 42°C und der Boden reflektiert diese Hitze auch noch.
Wir werden uns an diese Temperaturen gewöhnen, aber es fühlt sich herrlich an hier draussen.

Am Abend fliegen Nachtaugen Kakadus zurück in die Schlucht. Wir sind enttäuscht wie wenige wir sehen.
Als wir im November 1995 hier waren, flogen tausende, wenn nicht zig-tausende dieser Vögel jeden Abend zurück in die Schlucht. Wir schauten ihnen damals über 1/4 Stunde zu wie sie in riesigen Schwärmen ankamen.

Dann verlassen die Fliegenden Hunde (Flying Foxes) die Schlucht. Wieder sind wir enttäuscht über die geringe Anzahl die wir sehen.
Anhand des Reiseführers sind erst dann viele Tiere hier, wenn alle anderen Wasserresourcen ausgetrocknet sind. Dann seien es bis 50'000 Fliegende Hunde. Und das stinkt dann ....
Sieht aus, als ob es noch viel Wasser hat in der Region und wir ein anderes Mal im November wiederkommen müssen um das Schauspiel nochmals zu erleben.

Nach einer gemütlichen Nacht mit 20°C (Aha! Man lerne; Susi friert unter 20°C) beginnen die Vögel um 5 Uhr zu singen. Kurz darauf schreien sich die Nachtaugen Kakadus beim verlassen der Schlucht die Kehle aus dem Hals.
So ist es herrlich an einem Sonntag Morgen geweckt zu werden.

Wir erwarten wieder einen heissen Tag und starten früh. Wir müssen viele Kästen und Stauklappen umräumen, da wir in Perth keine Zeit zum systematischen einräumen hatten.

Ruedi muss auch noch einiges am Elektrischen fertig machen.


Wir sind angenehm überrascht, wie kühl es im Camper bleibt, wenn es draussen den ganzen Tag heiss ist.

Da die meisten Camper den Campingplatz verlassen haben, suchen wir uns einen schöneren Platz unter Bäumen und reservieren auch einen Platz für Judith und Guido, welche heute Abend hier wieder zu uns stossen werden.

Guido und Judith bringen interessante Photos von ihrem Rundflug zu den horizontalen Wasserfällen.
Auch bringen sie einige weitere Überraschungen.
Da wir ihnen in Broome erzählt hatten, dass wir dem OKA in Windjana Gorge einen würdigen Namen geben werden, gingen sie dort einkaufen und schickten uns jetzt für 45 Minuten weg, um etwas vorbereiten zu können.

Wir verbingen einen schönen Sonnenuntergang am Eingang der Schlucht.

Bei unserer Rückkehr finden wir einen gedeckten Tisch und einen dekorierten OKA vor.
Nach einem fantastischen Nachtessen mit Vorspeise, Hauptgang und Dessert, wird der OKA standesgemäss mit Champagner auf den Namen "Villa Compactus" getauft.
Judith und Guido, danke nochmals für diese schöne Überraschung!

Der kühle Morgen ist mit 19°C perfekt für eine Wanderung in der Gorge.

Als wir auf den Eingang der Schlucht zulaufen, hören wir einen zischenden Laut aus einem der näheren Bäume. Es hört sich ähnlich an wie das Fauchen einer Katze.
Wir sehen einen relativ grossen Vogel auf den Baum fliegen. Das Vogelbuch sagt später, dass es sich um einen Fasan-Kuckuck gehandelt haben muss.

Die Schlucht selber zeigt sich von ihrer schönsten Seite.

Bald sehen wir auch die ersten Krokodilspuren. Sie schlafen nachts im Unterholz am Flussufer und sind tagsüber im Wasser.
Darauf sehen wir auch die Krokodile im Wasser und am Ufer.

Die Krokodile in der Windjana Gorge, sind Süsswasser-Krokodile (Crocodylus johnstoni).
Sie haben einen kleineren Körper und eine spitzere, längere Schnauze als die Salzwasser-Krokodile.
Sie sind ziemlich scheu und greifen nur an, wenn sie sich bedroht, oder in die Enge getrieben fühlen.

Wir sehen einige schöne Blumen. Einige von ihnen kennen wir, z.B. die Wilde Passionsfrucht, andere aber nicht .....

Wir finden eine schöne Traube von Wilden Feigen (Ficus racemosa).
Schade, dass sie noch nicht reif sind. Sie sollen ähnlich schmecken wie die kultivierten Exemplare.

Interessant ist auch, einer Spinne zuzusehen, welche eine grosse Wespe umher schleppt. Wir folgen ihr eine Weile.
Dann erst bemerken wir, dass es umgekehrt ist: Die Wespe versucht die Spinne in ihr Nest zu bringen!

Wir beobachten auch viele Vögel, z.B. einen Ibis, einen Löffel-Reiher und natürlich viele, laute Nachtaugen Kakadus.

Die fliegenden Hunde sind herzig und nicht sehr scheu.
Auch Judith und Guido freuen sich, die Tiere in freier Wildbahn, aus so kurzer Distanz sehen zu können.

Am Wegrand finden wir dieses wunderschöne Laube eines Laubenvogels.
Der Vogelführer lehrt uns, dass das Laubenvogel-Männchen diese Laube nur zum anlocken von Weibchen baut.
Das Gebilde besteht aus zwei parallelen Reihen von in den Boden gesteckten Zweigen.
Das Männchen dekoriert seine Laube mit Muscheln, Blumen, blauen Federn, Knochen, u.s.w. die er selber findet, oder aus Laben anderer Artgenossen stiehlt.
Findet das Weibchen die Laube attraktiv, dann findet die Begattung in der Laube statt.
Darauf verlässt das Weibchen die Laube wieder, bildet ihr eigenes Nest und zieht darin ihre Jungen alleine hoch.
Das Männchen bleibt bei der Laube und halt nach dem nächsten Weibchen Ausschau.
Was für ein Leben!

Am Nachmittag kehren wir in den Camper zurück und bekommen schon bald Besuch von unserer Nachbarin Vanessa.
Als sie herausfindet, dass Ruedi Gitarre spielt, lädt sie uns, nach dem Nachtessen zu einer Jam-Session mit ihrem Mann Bruce ein.
Wir erleben einen schönen, langen Abend, unterhalten von den zwei Gitarristen.
Thanks Bruce!
Es war schön Dich singen zu hören und mit Dir spielen zu können.

Am Donnerstag Morgen ist es recht frisch und lediglich 17°C warm, aber die Wolken sehen fantastisch aus.

Wir fahren zum Tunnel Creek.

Der Eingang zum Tunnel ist nicht einfach und man muss über einige Felsen klettern.
Die Felsen sind sehr farbig und schön gemustert.

Der Weg durch den Tunnel führt teilweise durch bis knietiefes Wasser.
Trotz Taschenlampe braucht es ein wenig Mut in den dunkeln Tunnel einzusteigen, da erzählt wird, dass darin Süsswasser-Krokodile hausen sollen.

Es interessant zu sehen wie die, über dem Tunnel wachsenden Bäume, ihre Wurzeln durch den Fels treiben um an Wasser zu kommen.
Zuerst hängen sie als dünne Fäden von der Decke. Sobald sie aber ins Wasser gelangen, werden sie immer dicker, bis sie schlussendlich sogar den sie umgebenden Fels sprengen

Schlussendlich stürzt das Tunneldach sogar ein.

Der Tunnel Creek wird am besten mit einer sehr starken Lampe durchlaufen, mit der die verschiedenen Felsformationen, die Stalagmiten und Stalaktiten ausgeleuchtet werden können.

Aale und verschiedene Arten von Fledermäusen können im Tunnel beobachtet werden.
Aber aufgepasst! Es wohnt tatsächlich mindestens ein Süsswasserkrokodil im Tunnel.
Wir sind in der Dunkelheit beinahe auf das blöde Viech gestanden!

Am anderen Ausgang des Tunnels realisieren wir, wie warm es draussen unterdessen geworden ist.
Es gibt keinen anderen Weg zurück, als wieder durch den Tunnel.
Das Krokodil liegt immer noch an der gleichen Stelle und lässt sich durch die Touristen offensichtlich nicht stören. Nein - es ist nicht aus Plastik!

Zurück aus dem kalten Tunnel fühlen sich die Fahrzeuge noch viel heisser an als sonst!

Wir fahren in östlicher Richtung weiter in die Kimberleys hinein und sehen einige interessante Felsformationen.
Siehst du den Kopf mit der spitzen Nase?

Es gibt einige schöne Aussichtspunkte mit guter Fernsicht über das bergige Gebiet.
Wir sind beeindruckt wie wild und rau die Gegend ist.

Auch gibt es hier, selbst zu dieser Jahreszeit, einige kleine Flussdurchfahrten und wir haben unseren Spass daran.
Danke Judith für die gelungene Aufnahme des OKA. Du hattest den Finger im exakt richtigen Moment am Auslöser!

Kurz nach 2 Uhr erreichen wir den Silent Grove Cons. Park Campingplatz und finden heraus, dass vor kurzem der letzte Standplatz am Bell Gorge belegt wurde.
Der Ranger wird die "Badges" für die freien Plätze der morgigen Nacht um 7 Uhr am Morgen an der Infotafel aufhängen.
Also entscheiden wir uns, diese Nacht im Silent Grove Cons. Park (S 17 04.023 E 125 14.873) zu verbringen und geniessen dafür Toiletten mit Wasserspülung, langes Duschen und die gute Wasserqualität.

Nachts geht die Temperatur lediglich auf 20°C zurück. Aber wenn man sich an Tagestemperaturen von mehr als 30+C gewohnt ist, ist es doch recht frisch wenn man am Morgen bei 20°C auf einen "Badge" warten muss.
Wir erhalten einen schönen Stellplatz direkt am Fluss.

Wir fahren aber am neuen Stellplatz vorbei, direkt zur Bell Gorge, wandern bis zum Wasserfall und bleiben dort für den Rest des Tages. Baden ist angesagt.

Es ist ein sehr heisser Tag mit einer Temperatur von 38°C. Das Wasser in der Gorge ist aber recht frisch.
Die mutigeren können ein Stück den Fluss hinunter schwimmen, wobei einige kleinere Wasserfälle umstiegen werden müssen.

Auch die Natur rund um die Bell Gorge ist sehr interessant. Die "Pandanus" mit ihren spiralartig angeordneten Blättern hat uns beeindruckt.
Aber Vorsicht, die Blätter haben scharfe Zähne und sind messerscharf!

Hier einige Arten der Kimberley Rose resp. Roten Kurrajong (Brachychiton paradoxum) mit ihren Samenständen.

Wir lernen langsam die verschiedenen Arten von Echsen voneinander zu unterscheiden.
Viele "Drachen" haben lange Hinterbeine und rennen in einer aufrechten Position.
Dieser Diporiphora albilabris (sorry, es gibt keinen einfacheren Namen) war geduldig genug stillzustehen, bis Susi das Photo geschossen hat.

Am Abend geniessen wir die Privatsphäre unseres Stellplatzes.
Obwohl wir direkten Zugang zu Flüsschen haben, hat niemand richtig Lust zum schwimmen.
Wir schauen lieber den kleinen Schildkröten beim Paddeln im Fluss zu.

Bell Gorge ist ein kleiner romantischer Platz, aber es braucht etwas länger um ihn richtig auszukosten.
Unserer Meinung nach macht es aber keinen Sinn einen der wenigen Stellplätze bei Bell Gorge ergattern zu wollen, da diese Plätze lediglich auf der halben Strecke zwischen dem Silent Grove Cons. Park und dem Parkplatz zu Bell Gorge befinden. Man muss also auf alle Fälle jeden Tag mit dem Fahrzeug zum Parkplatz fahren. Man campiert also besser auf dem Camp des Parks und geniesst die dortige Infrastruktur.

Nun fühlen wir uns richtig in den Kimberleys.
Die Nachttemperaturen betragen ca. 13°C .....

Am Donnerstag den 31. August verlassen wir Bell Gorge und fahren weiter Richtung Osten um auch noch die anderen Schluchten, welche die Kimberleys so interessant machen, zu besuchen.
Die erste die wir besuchen ist die Adcock Gorge.

Der letzte, kurze Streckenteil ist sehr steinig. Interessehalber fahren wir mit dem OKA bis ans Ende der Strecke. Den HiLux allerdings jagen wir hier nicht durch.

In der Schlucht hat es viel Wasser.

Im Wasser wachsen interessante Pflanzen.

Ein Mertens Waran (Varanus mertensi) liegt in der Sonne und geniest die 38°C.

es finden sich viele Früchte und Blumen, aber wir schaffen es mit allen Büchern nicht, alle Arten zu bestimmen.

Die Schlucht bekommt ihr Wasser aus den umliegenden Felsen. Diese nehmen das Wasser4 währen der Regenzeit wie ein Schwamm auf, um es während der Trockenzeit langsam wieder abzugeben. Das Wasser ist erstaunlich kalt.

Durch die alljährlichen Fluten ist für die Bäume nicht mehr viel Material im Flussbett um sich daran festzuhalten. Sie klammern sich mit ihren Wurzeln an jedem Stein fest.

Wir setzten unseren Weg fort und fahren zur Galvans Gorge.

Wieder finden wir ein kleines Paradies mit verschiedenen Lilien und anderen Blumen.

Es scheint als ob jede Schlucht mindestens einen grossen Mertens Waran beheimatet.

Auf der rechten Seite des Wasserloches kann man die Zeichnung eines Wandjina sehen.
Wandjinas sind Ahnenwesen, Geister der Wolken, der Erbauer von Land, Meer und der Menschen.
Die Figuren haben immer grosse Augen, eine Nase aber keinen Mund. Sie haben eine Art Heiligenschein oder Haarpracht.
Die Aboriginis glauben, dass diese Figuren, oder der Geist den sie repräsentieren, die Fortpflanzung und Regenerierung des Lebens, und die Elemente kontrollieren.
Jeder Wandjina wird von einer Aborigini Familie gepflegt. Er wird regelmässig neu gemalt und ausgebessert und es finden regelmässige Zeremonien statt um die Geister glücklich zu stimmen.

Wir erreichen das Mt. Barnett Roadhouse und finden einen Platz nah beim Schwimmbad. Schwimmen ist genau das richtige nach einem so heissen Tag.

Am Abend hat Ruedi Fieber. Wir wissen noch nicht was es ist.

Nach einer recht kalten Nacht mit lediglich 12°C bereiten wir uns auf die Wanderung zu den Manning Falls vor. Da Ruedi immer noch Fieber hat, bleibt er heute "zu Hause".

Es ist ein herrlicher Tag und wir freuen uns an den vielen Blumen und Tieren die wir während des Aufstiegs sehen.

Die Rosella (Hibiscus sabdariffa) kann gegessen, oder zu Konfitüre verarbeitet werden. Wir werden das bei der nächsten Gelegenheit versuchen müssen.

Die Desert Fringe Myrtle (Calytrix longiflora) und Feuerbusch resp. Schokoladen Cassia oder auch Einheimische Senna (Cassia pleurocarpa) können wir leicht identifizieren.
Sorry, aber da ist des Übersetzers Latein am Ende!

Hier hat es Mimosen mit runden, oder dreieckigen Blättern, mit Stacheln oder auch ohne ....
Es gibt so viele Arten von Mimosen hier, dass sie im Blumenführer nicht einmal mehr Bilder aller Sorten haben.!

und hättest du diese Pflanze als Mimose erkannt? Laut Blumenführer handelt es sich um eine Curry- oder , Spineleaf-Mimose (Acacia spondyophylla).

Manning Falls war einfach grossartig.

Mt. Barnett Roadhouse besitzt einen sehr alten OKA, den sie früher als Tourbus brauchten.
Er hat eine geteilte Frontscheibe. Sehr ungewöhnlich für einen OKA.
Unterdessen wissen wir, dass es sich dabei um eines der ersten Vorserienmodelle handelt. Er ist also etwa 25 Jahre alt.

Da sich Ruedi etwas besser fühlt, entscheiden wir weiter Richtung Drysdale River Station zu fahren, allerdings muss Susi fahren.
Bei der Kreuzung des Gibb Rivers (ca. 410 km von Derby und 280 km von Kununurra entfernt) biegen wir in die Kalumburu Road ein.

Direkt nach Gibb River Crossing hat der HiLux einen platten Reifen.
Wir entscheiden uns an diesem herrlichen Ort zu übernachten und vor der Weiterfahrt den Reifen zu reparieren.

Und plötzlich ist da ein riesiges Hallo! Vanessa und Bruce haben auf der anderen Seite des Flusses ihr Camp aufgeschlagen und kommen auf einen Schwumm zu uns.
Ruedi ist eingeladen zu einer weiteren Jam-Session. Wegen des Fiebers gehen wir aber nicht hin.

Morgen früh werden wir entscheiden, ob wir den Abstecher zu den Mitchell Falls machen werden, oder ob wir an die Gibb River Road zurückkehren und nach Kununurra in ein Spital fahren werden um Ruedi untersuchen zu lassen.

Nach einer kalten Nacht mit nur 10°C ist Ruedis Fieber fast weg und wir beschliessen in Richtung Mitchell Falls weiter zu fahren.

Erster Halt war bei der Drysdale River Station um Diesel nachzutanken. Huch - die haben aber gesalzene Preise hier!! Aber was soll's, der HiLux braucht Diesel.
Auch über die Auswahl im Laden sind wir enttäuscht. Verglichen mit Mt. Barnett Station ist die Auswahl sehr mager.

Was wir lieben ist die öffentliche Telephonzelle ....

Die Landebahn von Drysdale River Station wird auch für touristische Rundflüge zu den Mitchell Falls verwendet.

Beim Miner's Pool sind wir überrascht wie viel Wasser der Drysdale River noch führt.

Die Strasse nach Norden ist in einem recht guten Zustand - wesentlich besser als überall geschildert. Fast so, als wäre erst vor kurzem der Grader durchgefahren um sie neu zu planieren.
Auf dem Gebiet der Theda Station wird die Strasse aber doch schlechter.
Etwa 160 km nach der Gib River Road Kreuzung biegen wir links ab in den Mitchell Plateau Track.

Die Warntafel am Anfang des Mitchell Plateau Tracks sieht etwas deplaziert aus, ist der Track doch frisch planiert.

An der ersten Flussüberquerung kommt uns ein Deutsches Touristenpaar in einem Britz Bush-Camper entgegen. Sie berichten, dass die Strasse weiter oben so katastrophal sei, dass sie mit lediglich ca. 5 kmh hätten fahren können. Darum hätten sie sich entschieden umzukehren.
Wir werden neugierig.
Was erwartet uns da??
Wird es wirklich zu dem grossen Abenteuer werden, wie es in vielen Büchern beschrieben ist?

Die Landschaft wechselt von sehr heiss und trocken über Gebiete mit kleinen Fächerpalmen (Livistona inermis) bis hin zu eigentlichen Wäldern aus Livistona Palmen (Livistona eastonii).
Letztere Palmen gibt es nur auf dem Mitchell Plateau.

Wir überholen tatsächlich den Grader und sofort wird die Strasse zur Wellblechpiste.

Das Mitchell Plateau ist das nasseste Gebiet von ganz Australien.
Die Wasserpfützen werden tiefer und schlammiger.

Dann kommen wir an eine Stelle, wo die Strasse über etwa 80 m unter Wasser steht. Wir prüfen die Stelle und stellen fest, dass sie bis ca 70 cm tief und ziemlich uneben ausgefahren ist.
Ein Bach welcher quer über die Strasse läuft, füllt das Becken immer neu mit Wasser und spült laufend das, von den Fahrzeugen gelöste Material weg.
Der OKA hat mit der Passage keine Probleme und fährt einfach hindurch. Der gemietete HiLux hingegen wird sicher an seine Limite stossen.
Wir zweifeln ob wir durchfahren sollen oder doch besser umkehren.
Nachdem aber eine Gruppe von 5 4WD Fahrzeugen ohne nennenswerte Probleme die Stelle passieren entschliesst sich Guido auch zur Durchfahrt was ihm auch gut gelingt.
Das einzige kleine Problem ist das schmutzige Wasser welches bei der Durchfahrt hinten in den Aufbau gelaufen ist. Es ist aber wenig und schnell geputzt.

Nach dieser aufregenden, interessanten Passage erreichen wir bald schon die Camping Area bei den Mitchell Falls und bereiten uns auf die Nacht vor.
Es ist immer noch etwa 38°C warm und wir sind etwas enttäuscht, dass der Fluss so weit vom Camp entfernt ist.

Früh am Sonntag Morgen machen sich Judith und Guido auf die Socken zu den Mitchell Falls.
Sie möchten auch die "Bradshaw" Felsmalereien sehen, Zeichnungen, welche die lokalen Aboriginis als Müll bezeichnen.
Die Zeichnungen zeigen spindeldürre Figuren, mit afrikanischen Frisuren und ebensolchem Schmuck, überhaupt nicht Abo ähnlich.
Die lokalen Aboriginis behaupten, dass keine ihrer Vorfahren diese Zeichnungen gemacht hätten.
Erstaunlich ist, dass auch der afrikanischer Baobab Baum, hier anzutreffen ist .....

Wir entscheiden uns im Camp zu bleiben.
Dies ist eine weise Entscheidung, denn im Laufe des Morgens kriegt Ruedi wieder Fieber und hat nun auch Blut im Urin.
Susi entscheidet, Ruedi mit dem Antibiotika zu füttern, welches sie normalerweise bei einer Blasenentzündung auch braucht.
Auch bereiten wir uns nun auf die Abreise vor. Wir wollen nach Kununurra ins Spital fahren sobald Judith und Guido von ihrer Wanderung zurück sind.

Da die Aussentemperatur unterdessen 40°C erreicht hat, beschliessen Judith und Guido mit uns zusammen zurück zu fahren und in der Drysdale River Station zu übernachten.

Bei der Rückfahrt treffen wir den Grader am grossen Wasserloch. Er kann seine Arbeit nicht fortsetzten.
Der Fahrer meint, er brauche zuerst mindestens 2 Lastwagen voll Steine um das Loch zu füllen, bevor er weitermachen könne. Wenn er das Loch direkt füllen würde, ergäbe sich daraus eine unpassierbare Schlammpassage.

Die meisten anderen schlammigen und nassen Stellen hat der Grader repariert, aber die stellen bleiben schlüpfrig.

Wir erreichen beim Einnachten Drysdale River Station.
Man hat hier jede Menge Regeln zu befolgen, aber die Toilettenblocks sind grossartig - alles kleine individuelle Badezimmer.
Was ein Vergnügen nach diesem heissen, klebrigen Tag.

Nach einer komfortablen Nascht bei 14°C fühlt sich Ruedi viel besser, aber wir beeilen uns trotzdem Kununurra schnellstmöglich zu erreichen und Ruedis Zustand überprüfen zu lassen.

trotzdem finden wir immer wieder Zeit anzuhalten um das Land zu bewundern. Die Temperatur hat die 40° Marke wieder erreicht und man sieht viele Buschfeuer.

Am Pentecost River entschliessen sich Judith und Guido die alte Strasse nach Wyndham zu nehmen, wir aber fahren auf dem direkten Weg nach Kununurra weiter.

Wir finden ausserhalb der Stadt eine kleine sandige Strasse und beschliessen dort zu übernachten.
Schon kurz darauf, lernen wir, dass die Dinge nicht immer so sind wie man meint ....
Während wir noch den Wagen für die Nacht vorbereiten, kommt auf der anderen Seite des Hages ein Pritschenwagen (Ute) auf uns zu.
Ein junger Typ steigt aus dem Wagen und fragt wie es uns geht. (Hey män, hau are ya duing)
In der Annahme, dass er im Sinn hat uns von seinem Gebiet zu verweisen antwortet Susi: Es komme ganz darauf an, was er uns jetzt gleich sagen werde.
Er schaut etwas verwirrt und meint, sie hätten uns vom Fenster der Farm her gesehen und wollten nur schnell sehen, ob wir uns nicht vielleicht im Sand eingegraben hätten.
Einerseits erleichtert, aber andererseits peinlich, erklärt ihm Susi, dass wir erwartet hätten, dass er uns von seinem Land wegschicke.
Er ist amüsiert und versteht nicht, wie wir auf eine solche Idee kommen konnten.
Er geht sogar noch weiter und erklärt uns an welchen Orten wir hier in der Nähe noch vorbeischauen sollen und wo die besten Stellen zum Campieren seien.
Na ja - Wir werden noch viel lernen müssen. In diesem grossen Land gibt es noch viel mehr Gastfreundschaft als wie in der überfüllten und überregulierten Schweiz.

 

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Last updated: Tuesday, 10.01.2012 11:51 AM


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