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Australien 2007

Perth - Melbourne - Mornington OKA Rally - Sydney - Gold Coast

Routen Details

Datum
17. März - 5. April 2007
Route
Perth - Hyden - Norseman - Nullarbor - Ceduna - Port Augusta - Adelaide - Coorong - Cape Jaffa - Nora Creina - Woakwine cutting - Mt. Gambier - Great Ocean Road - Cape Otway - Mornington - Melbourne - Albury - Moss Vale - Yatte Yattah - Sydney - Wardell - Gold Coast
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Routenplan (Klicken zur Grossanzeige in separatem Fenster)

Wir verlassen Perth am Morgen, den 17. Februar, schauen kurz in Beverly bei unseren Freunden Cherry und Robert Williamson rein und fahren dann weiter in Richtung Hyden.
Das Land ist sehr trocken, alles ist gelb und von der Sonne ausgebrannt.

Wir fahren bis zum Sonnenuntergang und schlagen unser Lager am Kreuzungspunkt der Hyden – Norseman Road und dem Holland Track auf.
Die Aussentemperatur beträgt immer noch beinahe 30°C.

Ruedi bemerkt, dass die Fahrzeug Batterie nicht voll geladen ist. Auch sieht es so aus, als ob die Aufbau-Batterien nur über die Solarzellen, aber nicht über den Alternator geladen werden.
Es zeigt sich, dass der zusätzliche Laderegler für die Aufbaubatterien nicht funktioniert und das Problem näher angesehen werden muss.

Am Morgen fahren wir weiter Richtung Norseman und erreichen nach dem Mittagessen den Nullarbor.
Es hat sich seit dem letzten Mal, als wir im August 2006 hier waren, nicht viel geändert. Nur die Baustelle am Highway ist wesentlich länger geworden. Die Arbeiter erwarten, dass sie noch 15 Monate in dieser Region bauen werden.

Wieder und wieder sind wir überrascht, was da so alles per Lastwagen quer durch das Land gefahren wird.

Wir übernachten bei der Baxter Raststätte.
Hinter dem Parkplatz hat es Wege, welche zu einem grossen Camp-Areal führen, wo es trotz der Nähe des Highways erstaunlich ruhig ist.

Ruedi versucht wieder die Batterieladung zu reparieren. Entweder ist die Fahrbatterie, der Regler, der Lichtmaschine (Alternator), oder der zusätzliche Regler für die Aufbau-Batterien nicht in Ordnung.
Das ganze kann aber erst in Adelaide oder gar Melbourne repariert werden.

Wir sind überrascht, wie frisch (13,9°C) und feucht (80%) es über Nacht wird.
Die Pflanzen haben sich an das hiesige Wetter gewöhnt und es scheint, dass sie bestens zurechtkommen mit dem wenigen Wasser das sie bekommen.

Wir fahren weiter. Nach dem Madura Pass verschwindet die Sonne hinter Wolken und die Temperatur sinkt von 28°C auf 19°C.
Immer öfter sehen wir Wasserpfützen am Strassenrand.
Nach dem Nullarbor Roadhouse holen wir die Regenfront ein. Von nun an regnet es den ganzen Tag, bis wir etwa 10 km westlich des Yatala Roadhouses übernachten.

Es regnet die ganze Nacht hindurch. Die Luftfeuchtigkeit beträgt mehr als 80%. Neben dem Nieselregen ist es auch neblig.
Am Morgen geht's weiter in östlicher Richtung. Das Yatala Roadhouse, das sich in Aborigini Händen befindet, ist immer noch geschlossen.

Der Dieselpreis beim Nundroo Roadhouse ist günstig, ja sogar billiger als in Ceduna!
Sie haben dort auch eine Aborigini Kunst-Ausstellung mit sehr interessanten Bildern. Speziell sind diejenigen mit Wahlen und Delphinen.

In Ceduna folgen wir dem Eyre Highway nach Kyacutta, wo wir Richtung Port Augusta abzweigen.
Nach Kimba sieht es aus, als ob das Gebiet in den letzten paar Tagen ziemlich viel Wasser bekommen hat.
Die Dämme in den Feldern sind voll und am Rand der Strasse liegt vielerorts Wasser. Auch sehen wir Warnschilder und leichte Überflutungen.
Erstaunlich, wenn man bedenkt, dass sich Süd-Australien im 7. Dürrejahr befindet.

Beim Durchfahren des Lake Gill Conservation Reserve sehen wir einen Mini-Van am Strassenrand stehen.
Nach dem Problem gefragt erklärt der Fahrer, dass er nicht mehr schalten könne. Lediglich der 4. Gang könne noch eingelegt werden und mit nur diesem Gang könne er nicht anfahren.
Wir schieben den Wagen ein bisschen und mit viel Gefühl und schleifender Kupplung schafft es der junge Tourist den Wagen auf touren zu bringen. Er wird so sicher den nächsten Ort erreichen können. Als wir den OKA wieder wenden, realisiert Ruedi zu spät, dass der Strassenrand für unser Gewicht zu weich ist und der Wagen sinkt prompt ein.
Aber wir haben Glück und bekommen den Wagen mit Hilfe der Differenzial-Sperren wieder frei.
Lektion gelernt: Verlasse den Asphalt in Flutgebieten nicht!

Wir fahren an den Princess Mienen bei Iron Knob vorbei und müssen uns erneut eine Notiz machen, dass wir hier ein andermal, wenn wir mehr Zeit haben, die Mienen ansehen müssen.

Die Übernachtung westlich von Lincoln Gap erweist sich als sehr laut. Die ganze Nacht hindurch fahren Road Trains an uns vorbei.
Am Morgen zeigt sich die Sonne wieder am Himmel. Somit werden unsere Solarbatterien wieder einmal geladen und wir sind eine Sorge los.
Wir fahren durch Port Augusta, eine “dry zone” (alkoholfreie Zone), den Flinders Ranges entlang, durch Port Germein und Port Pirie nach Lochiel.
An der “Road Train assembly area” (= "Rangierbahnhof" für Road Trains) ist heute nicht viel los – vielleicht nächstes Mal…

Wir sind überrascht über die vielen Caravans und Road Trains welche diese Strecke befahren.
Direkt vor Port Wakefield sehen wir einen Road Train, der es mit dem Tempo etwas zu gut gemeint habe muss… der Fahrer wird noch länger Zeit haben sich seine Gedanken darüber zu machen, da die Kräne noch eine Weile zu tun haben werden, bis der Laster wieder auf seinen Rädern steht …

Wir treffen bei Peter und Margaret in Adelaide ein.
Ihr OKA 196 ist reisefertig (OKAs werden nach ihrer Seriennummer benannt).

Am Donnerstag den 23. März fahren wir zusammen ab Richtung Melbourne. Es ist feucht und die Mücken sind sehr anhänglich ...
Peter führt uns über enge Strassen, welche manchmal für die OKAs beinahe zu schmal sind, östlich zum Prinzess Highway (auch South Eastern Freeway genannt).
Das Land ist auch hier sehr trocken. Es ist kein Grün zu sehen, nur braune Erde. Nach dem Murray River bekommt das Land einen grünen Schimmer und die Bäume haben frische Blätter. Es beginnt leicht zu regnen …
Wir folgen dem Princess Highway nach Meningie, Coorong und zur Küste. Die Sonne ist wieder da und die Temperatur steigt sofort auf über 30°C.
Während der Fahrt informiert uns Peter laufend über Funk über Attraktionen und Tracks, welche wir nächstes Mal, wenn wir mehr Zeit haben, zu berücksichtigen hätten …

Nach Kingston zweigen wir zum Cape Jaffa ab wo wir zu Mittag essen. Es ist ein kleiner Fischerhafen. Hier werden “Southern Lobster” gefangen.
Im Ort wird heftig gebaut. Es werden Kanäle gegraben um später, von den Grundstücken her für die Boote direkten Zugang zum Meer zu haben.
Auf dem Weg zurück zum Highway passieren wir viele Wein-Anbau-Gebiete und Pinien Baumschulen. Das Holz der Pinien wird industriell bewirtschaftet und zum Bau von Häusern verwendet.
Wir bleiben auf dem Southern Ports Highway und kommen nach Robe an vielen kleinen Seen vorbei.

Wir halten bei Nora Creina an, einem privaten Grundstück, auf welchem sich eine kleine Ferienkolonie befindet.

Ein Spaziergang entlang des schönen Strandes mit den interessanten Felsformationen gibt uns Zeit uns etwas abzukühlen.
Die Aussentemperatur beträgt 34.5 °C, was bedeutet, dass es im Wagen noch einiges wärmer ist.

Wir schauen uns auch Woakwine Cutting an, ein von zwei Leuten gegrabener Einschnitt durch einen Hügel, der zur Entwässerung des dahinterliegenden Sumpfes erstellt wurde.


Der Einschnitt ist 1 km lang, an der tiefsten Stelle 28 - 34 m tief und 276'000 m3 Material mussten entfernt werden.
Ein Caterpillar D7 Traktor, ein 7-Tonnen Bagger, ein Letourneau 8 - 11 Yard Kratzer und Sprengmittel wurden verwendet.
Wahnsinn!!

Bei Mount Gambier besuchen wir den Blue Lake und staunen über dessen Schönheit und die blauen Farbe des Wassers.


Vor nicht allzu langer Zeit waren in der Gegend um Mount Gambier noch Vulkane aktiv.
Der Blue Lake ist ein vulkanischer See, das Resultat einer Explosion, Maar genannt, und hat einen Rand aus ausgeworfenem Material (Vasalt und Asche).
Der Krater entstand während zwei kurz aufeinander folgenden Ausbruchs-Perioden vor ca. 4'800 Jahren (extrem jung in Geologischer Zeitmessung) und ist einer der jüngste Vulkan Australiens.
Wegen seiner durchschnittliche Tiefe ist 80 m, die tiefste Stelle ist 204 m, ist sein Wasser das ganze Jahr kalt.

Das Grundwasser, welches in den Blue Lake fliesst, kommt aus den regionalen Kalksteinschichten (Gamboer Limestone). Dieses Wasser kommt vom Norden von Mount Gambier und während es durch diese Kalksteinschichten fliesst, wird es durch von der Oberfläche zufliessendes Regenwasser aufgefüllt.
In Mount Gambier gibt es ca. 350 Bohrungen und Sinklöcher, wo Regenwasser in den Boden geleitet wird. Da dieses Wasser einen geringen Salzgehalt hat, ist der Salzgehalt des Blue Lakes seit 1970 ständig gesunken.

Die Farbe des Sees ändert sich im November während 4 Tagen dramatisch von Grau zu einem lebendigen Blau. Nach dem Sommer, normalerweise im März, wechselt die Farbe dann langsam wieder zu einem Grau, seiner Winterfärbung.

Wir fahren zum Little Blue Lake. Es ist ein weiterer vulkanischer See, recht tief und mit kaltem Wasser.
Nach diesem heissen Tag sind wir mutig genug und gehen trotz des kalten Wassers schwimmen.
Wir bleiben über Nacht und ruinieren dadurch die Pläne mindestens 2 anderer Fahrer, welche hier auf ein paar romantische Stunden in der Einsamkeit hofften ....

Nach einer warmen Nacht (24.5°C) mit etwas Regen, erwartet uns ein schöner Sonnenaufgang. Starker Wind setzt ein.
Wir fahren los und passieren Piccanini Ponds, Nelson und fahren durch den Cobboboonee State Forest nach Portland. Wir bleiben auf dem Princess Highway fahren durch Port Fairy, einer netten, kleinen Stadt.
Zu dieser Jahreszeit bekommen die Angus Kühe ihren Nachwuchs. Viele Kälber rennen auf den Waiden herum.


Die Temperatur steigt auf 32.5°C und der Wind bläst Staubwolken durch die Gegend.
In Warrnambool hat man das Gefühl ein Sandsturm fege durch die Stadt.
Der Sturm wird immer heftiger und die Temperatur steigt au 35°C. Obwohl es mitten am Tag ist, hat man das Gefühl, es sei kurz vor der Dämmerung.

Wir messen aber nur Böenspitzen von 60 kmh.

Wir biegen in die Great Ocean Road ein und besuchen einige der vielen Aussichtspunkte (… Grotto … London Bridge … The Arch …)

Die "London Bridge" ist eine Landbrücke, welche vor ein paar Jahren ohne Warnung zusammenbrach.
Es befanden sich Leute auf der Brücke und konnten gerade noch auf die sich bildende Insel zurück springen.
Zusammen mit andern Leuten, welche noch auf der "Insel" gestanden hatten, mussten alle per Helikopter gerettet werden.
Es grenzt an ein Wunder, dass bei diesem Vorfall niemand verletzt wurde.

Beim "Arch" wird der Sandsteinfels durch Wasser ausgewaschen und "Vorhänge" entstanden.


Da diese Strasse hauptsächlich von Touristen befahren wird (viele von Ländern, wo auf der "richtigen" Strassenseite gefahren wird), befinden sich an allen Ausfahrten von den Aussichtspunkten Warntafeln und Strassenmarkierungen, die auf das Linksfahren hinweisen.


Wir passieren Port Campbell, ein Touristen-Dorf wo emsiges Treiben herrscht und fahren weiter auf unserer Touristenstrecke … die zwölf Apostel …

Am Wattle Hill, auf etwa 550 m Höhe, entscheidet sich der Motor des OKA zu einem “Auto shut off”, gottlob direkt bei einer Passierstelle.
Ausser einer leicht erhöhten Kühlwassertemperatur kann Ruedi aber nichts Ungewöhnliches finden. Der Motor springt auch ohne Murren gleich wieder an.
Hmmm!?

Wir fahren bis Wangerrip, wo wir auf einen kleinen Track in den Bush abzweigen. Hier übernachten wir auf dem Grundstück eines OKA Eigentümers.

Die Oster-Lilien (Easter Lillies) sind immer noch am Blühen.

Es regnet die ganze Nacht hindurch und die Temperatur fällt auf 10.5°C.

Trotz schlechtem Wetter machen wir am Morgen die geplante Wanderung im Oatway National park hinunter zum Strand des Ozeans und begegnen einer freundlichen Gruppe von Kängurus.

Es gibt in dieser Area aber auch weniger freundliche Kreaturen.
Dieser Blutegel hat trotz langen Ärmeln und Jacken den Weg in Susis Armbeuge gefunden und fühlt sich dort offensichtlich wohl.
Beim Bestreuen mit Salz passt es ihm aber dann nicht mehr so ganz und er lässt sich fallen.

Weiter auf unserer Route machen wir einen Abstecher zum Cape Otway, um die Gegend des Leuchtturms zu besichtigen.
Der überrissene Eintrittspreis von 12.50 $ pro Person ist uns aber zu hoch.
Da es wieder zu regnen beginnt, kehren wir wieder um.

Auf dem Rückweg sehen wir mindestens 8 Koalas in den Bäumen vor sich hin träumen.

Später am Tag wird das Wetter zwar etwas besser, wir sehen aber nie mehr als 16.5°C auf dem Thermometer.
Da der Wind stark bläst, fühlt es sich eher kälter an. Trotzdem laufen viele Leute tapfer in Shorts herum und wir sehen sogar Surfer auf ihren Brettern.

Auf dem weiteren Weg der Küste entlang sehen die Strände im Sonnenschein prächtig aus.


Südlich von Melbourne nehmen wir die Fähre von Queenscliff nach Sorrento.

Beim Überqueren der Port Philipp Bay erwachen Erinnerungen an unsere Reise nach Australien im 2005 mit der Matisse (für Details hier klicken).
Als dann ein grosser Containerfrachter erscheint packt uns das "Heimweh" und wir wären bereit gleich wieder an Bord zu gehen.

Wir fahren nach Mornington, wo wir auf dem Gründstück von Claudia und Jürgen, Mitglieder der OKA-Owner Group, unsere Wagen abstellen. Hier findet morgen ein OKA-Treffen statt.

Immer mehr OKAs treffen ein, einige Ex-Armee-Fahrzeuge, andere umgebaut als Camper.
Die Camper werden von allen Seiten inspiziert und die "grossen Jungs" können wieder einmal so richtig fachsimpeln .... auch OKAing genannt (= diskutieren über OKAs)

Ein zukünftiger OKA-Fahrer ....?

Nach einer frischen Nacht mit lediglich 8.6°C kommt die Sonne wieder hervor.
Wir machen Bekanntschaft mit all den anderen OKA-Eigentümern und schauen uns deren Camper an.

Auch heute kommen noch immer mehr OKAs.
Um 14 Uhr befinden sich 26 OKAs auf dem Gelände.
Das ist ein Rekord!

Beim Mittagessen gibt es viel zu erzählen und besprechen.

Dann wagen sich ein paar OKAs auf Jürgens 4WD-Track.
Es ist schon erstaunlich, was diese kleinen Lastwagen so können ... selbst wenn ab und zu mal ne Achse zu Bruch geht ... (das trifft aber nur auf die alten OKAs zu, unser NT hat viel die stärkeren Achsen)

Natürlich muss da ein Gruppenphoto gemacht werden.
Fahrer und Fotografen gehen in Stellung.

Was für ein Bild!
26 OKAs auf einem Fleck .... da muss das Herz jedes OKA-Liebhabers höher schlagen .....

Dann gehen wir auf eine Fahrt durch Mornington – ein riesen Spass.
Späteren am Nachmittag verlassen dann die meisten das Treffen.

Für den Rest gibt's ein weiteres Barbecue und noch mehr OKAing …

Am Montagmorgen, 26. März 2007, verlassen die letzten OKAs das Grundstück.
Vielen Dank an Jürgen, Claudia und die Junioren für Eure Gastfreundschaft.
Es war ganz toll bei Euch!
Ruft einfach und die OKAs werden wieder kommen ....

Wir fahren in die Stadt um unser Ladesystem und die Batterie prüfen zu lassen.
Da sowohl Batterie, als auch Laderegler und Alternator in Ordnung sind, muss der Fehler bei den Verbindungskabeln liegen.
Ruedi findet dann auch nach kurzem Suchen den losen und korrodierten Kontakt am Sammelpunkt beim Startermotor

Wir verlassen Mornington und fahren nach Morwell, wo wir bei Whitehorse Trucks zum 20'000 km Service angemeldet sind.
Obwohl die Bordspannung nun wieder hoch genug ist und die Fahrbatterie wieder voll geladen wird, lädt der zusätzliche Laderegler die Batterien im Aufbau immer noch nicht.
Sie werden immer noch nur von den Solarzellen geladen.
Mit dem Regler scheint also auch was nicht zu stimmen.

In Morwell sehen wir diesen interessanten Laster.
Der hintere Teil kann zusammengelegt und hochgeklappt werden.
Auseinandergeklappt transportiert dieser Laster Baumstämme.

Am Mittwoch werden beim 20'000 km Service keine neuen Probleme entdeckt.
Also fahren wir sofort wieder ab nach Melbourne, da wir Morgen um 8:00 wieder in Melbourne sein müssen.

Während der Fahrt dorthin quittiert der Motor ein weiteres Mal seinen Dienst durch einen „Auto shut off“.
Da wir im Moment nur noch 6% Diesel im aktiven Tank haben, könnte es sein, dass der Motor in der Steigung keinen Sprit mehr bekam.
Also schalten wir auf den 2. Tank um und versuchen den Motor zu starten.
Wieder einmal brauchen wir die Hilfe von OKA, da der Motor auch nach 8 x 30 Sekunden laufenlassen des Starters, nicht anspringt.
Er startet dann beim neunten Versuch und einem ununterbrochenen Starten von 40 Sekunden.
Das kann's ja wohl nicht sein! Lindon, OKAs Entwickler, verspricht für das Entlüften des Motors eine bessere Lösung zu suchen.

Das Fahren durch Melbourne am frühen Abend, bei Nacht, im Regen, bei viel Verkehr, holperigen und engen, mehrspurigen Strasse ist für Ruedi ein Riesenstress.
Gottlob dirigiert ihn Susi dank ihrer, auf dem GPS gut vorbereiteten Route, sicher und ohne Fehler ans Ziel.
Erstaunlicherweise befinden wir uns nun in einem besseren Wohnviertel. Um sicher zu stellen, dass dies auch der Ort ist, an dem wir Morgen sein müssen, rufen wir Roger Smith, den Entwickler von Beadlock Australia, an.
Der Ort ist richtig und er erlaubt uns auf seinem Grundstück neben der Werkstatt zu übernachten.

SecondAir Bead Locks sind flache Kevlarschläuche, welche in die Schlauchlosreifen eingesetzt werden und verhindern, dass sich die Reifen bei niedrigem Luftdruck von den Felgen lösen.
Bei unseren Bead Locks müssen die Ventile ersetzt werden, weil sie mit unseren zusammen geschraubten Felgen nicht richtig funktionieren.
Für das Ersetzen der Ventile durch modifizierte Versionen braucht Roger den ganzen Donnerstag.

Susi beantwortet unterdessen die vielen anstehenden Mails.
Ein Mail ist von einem Schweizer Ehepaar, welches unsere Webpage gefunden hat und uns einlädt sie doch zu besuchen.
Da sie in Melbourne wohnen (Zufälle gibt's!) rufen wir sie umgehend an. Sie wohnen in Heidelberg West, einem Vorort von Melbourne, etwa 12 km vom Zentrum entfernt.
Wir werden in ihrem Garten übernachten können.

Auch an diesem Abend fahren wir wieder durch die Vororte von Melbourne, da wir am nächsten Morgen bereits um 8 Uhr bei ABS (Auto Break Service) in Frankstone sein müssen, um einen anderen Bremskraftverteiler einzubauen.
Und wieder regnet es… der OKA ist definitive nicht das richtige Fahrzeug, um im Dunkeln während Berufsverkehrs und bei Regen durch eine Stadt zu fahren.

Da der Eigentümer von ABS ein Mitglied der OKA Owners Group ist, campieren wir kurz entschlossen auf dem Parkplatz vor der Firma.
ABS wird einen manuell einstellbarer Bremskraftverteiler montieren, welcher die Funktionalität der Bremsen verbessert.
Wegen unseres Gewichtes ist das Originalteil überfordert und die Kraftverteilung so, dass die Hinterräder viel zu schnell blockieren, was den Bremsweg verlängert und den Wagen beim Bremsen unstabil macht.

Heute Freitag ist auch Waschtag.
Susi findet eine sehr gute Wäscherei mit Waschmaschinen, welche von vorn geladen werden können.
Das heisst, die Wäsche wird richtig gewaschen und nicht nur, wie in normalen Australischen Waschmaschinenmodellen üblich, ein bisschen hin und her geschwenkt.
Freude herrscht!
Da es den ganzen Tag hindurch regnet, wird der Teil der Wäsche, welcher nicht im Tumbler getrocknet werden soll, an der speziellen Wäscheleine in der Wohnkabine aufgehängt, die Bodenheizung angedreht und der Camper während der Fahrt gut durchlüftet.
Es funktioniert perfekt, die Wäsche trocknet.
Damit hat sich eine weitere Spezialeinrichtung in der Praxis bewährt.

Ruedi bemerkt, dass einer der Reifen seit dem montieren der neuen Bead Locks Luft verliert.
Wir werden morgen Samstag zu Beadlock Australia zurückgehen müssen um den Fehler zu beheben.


Heute Abend sind wir aber bei Barbara und Roger, den zwei Schweizern, in Heidelberg West eingeladen. Den Ort finden wir ohne Probleme und ohne Regen.
Nach der Vorführung des OKAs sind wir schon bald im Haus und diskutieren heftig über die Vor- und Nachteil der verschiedenen Konzepte von Campern und Caravans, da Barbara und Roger daran sind den Kauf eines eigenen Fahrzeugs oder Caravans zu planen.
Einmal mehr machen wir die Erfahrung, dass man sich mit Leuten welche man noch nie gesehen hat, die aber selber schon viel gereist sind, sofort sehr gut versteht und über viel verschiedenes diskutieren kann. Und wieder wird viel gelacht.
Dann werden die Laptops ausgepackt und somit wird es spät …

Als wir zu Bett gehen ist das Wetter ist immer noch recht unfreundlich und es fühlt sich kälter an, als die 12°C die der Thermometer anzeigt.
Also stellen wir die Bodenheizung an und geniessen das warme, heimelige Häuschen.

Bei Beadlock Australia sehen wir, dass 3 Reifen Luft verlieren. Wir brauchen den halben Tag, um die Dinger dicht zu bekommen, was schade ist, da Barbara und Roger im Sinn hatten uns etwas mehr von Melbourne und seiner Umgebung zu zeigen.
Well, dann halt eben das nächste Mal …...

Am Sonntagmorgen sind die Strassen nass, aber die Sonne scheint bereits.
Nach einem langen Brunch verlassen wir Barbara und Roger und fahren auf dem Hume Highway Richtung Norden.
Danke, dass wir bei Euch sein durften.
Wir sehen uns sicher einmal unterwegs!

Wir fahren durch Wangaratta, Albury, Gundagai und wieder einmal mehr haben wir keine zeit um die Attraktionen anzuschauen.
Je weiter wir in die hügelige Landschaft vorstossen, je mehr muss es in den letzten Tagen geregnet haben.
Die Hügel sind mit einem grünen Flaum überzogen und teilweise hat es auch Wasser in den Flüssen.
Ausserhalb von Yass übernachten wir. Es ist einer kalten Nacht mit nur 8.9°C.

Am Morgen scheint die Sonne.
Wir verlassen den Hume Highway bei Moss Vale und nehmen die Route durch das Kangaroo Valley.
Es ist ein enges Tal und wir müssen über 2 Pässe mit steil aufsteigenden und abfallenden Strassen.
Der OKA ist an seiner Limite. Wegen des Gewichtes geht es aufwärts teilweise nur im 2. Gang und abwärts vermag der Motor den Wagen nicht zu bremsen.
Eine Motorbremse wäre hier sicher von Vorteil.
Wir kennen dieses Gefühl von unserem Landrover Defender "Millimeter" her (für Details hier klicken).
Das Tal aber ist sehr schön, die Aussichten herrlich.
Wir werden sicher nochmals vorbei kommen und uns das alles in Ruhe anschauen ....

Wir erreichen Yatte Yattah und werden dort von Lyn und Ron Quigley von der OKA Owners Group herzlich in Empfang genommen.
Wir verbringen einen interessanten Abend und diskutieren viel über Fahrzeuge, Reisen und Leute. Wir lernen viel über die Eigenheiten und Reaktionen der Landbevölkerung (Farmer), sowie was wir tun und was wir unterlassen sollen.
Am Abend helfen wir mit, die Schafe in die Umzäunungen zu treiben.
Es wird wieder einmal spät heute Abend.
Herzlichen Dank, dass wir bei Euch sein durften.

Wir haben bereits Donnerstag, den 3. April und somit nur noch 3 Tage bis zum Oster-Wochenende. Wir werden uns sputen müssen, da wir am Karfreitag nicht mehr auf der Strasse sein wollen.
Wir passieren Sydney durch die Aussenbezirke über den Cumberland Highway, eine 4-spurige geteilte Strasse mit vielen Ampeln und Einfahrten direkt in den Highway.
Wir fragen uns, wie schlimm wohl eine Durchfahrt durch das Zentrum wäre ….
Darauf geniessen wir das einfache Fahren auf dem Highway nach Newcastle.
Der OKA läuft gut und wir erreichen Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 122 kmh (wänn's abe goht). Auf gerader Strecke erreichen wir trotz des hohen Gewichts 110 kmh.
Der Highway ist bis nahe an Taree fertig gestellt.

Je weiter wir nach Norden kommen, je höher werden am Tage sowohl Temperatur wie Feuchtigkeit. Nachts ist es nun wieder bis 17°C warm.
Wir fahren weiter der Küste entlang, was bei Susi viele Erinnerungen wachruft.
Sie war vor 20 Jahren schon einmal in dieser Gegend. Zu dieser Zeit war noch nicht viel los zwischen Kempsey, Coffs Harbour und der Grenze zwischen New South Wales und Queensland.
Heute fährt man von einer Stadt zur anderen, es hat viel Verkehr und viele Leute.

Wir erreichen Wardell und verlassen den Highway um Corinne und Gerry auf ihrem Landsitz in Queensland zu besuchen, wo wir über Nacht bleiben werden.
Wir haben uns letztes Jahr am Chambers Pillar nahe Alice Springs, als wir noch mit dem Toyota unterwegs waren, kennengelernt.

Corinne und Gerry veranstalten Gruppenreisen ab Alice Springs. Wir hatten letztes Jahr technische Diskussionen mit ihnen bezüglich ihrem Globalstar Satelliten-Telefon.
Obschon das Globalstar Satelliten-Telefon vom Australischen Staat finanziell unterstütz wird und als Outback-Telefon empfohlen wird hat es grosse Flächen, wo man keinen Empfang hat.
Wir hatten in Chambers Pillar guten Empfang und auf dem Globalstar Satelliten-Telefon kam gar nichts rein.
Da diese Situation für Leute wie Corinne und Gerry unbrauchbar ist, ja sogar gefährlich sein kann, sind sie sich am überlegen, ob sie nicht auch auf ein Iridium Satelliten-Telefon wechseln sollen.

Am Donnerstag werden noch viele Ideen ausgetauscht, da Gerry zu Zeit seinen Toyota 4x4 Coaster zum Camper umbaut.
Es gibt viel zu diskutieren, die Zeit vergeht im Nu.
Danke für die kurze, aber schöne Zeit mit Euch, wir werden uns hoffentlich in Alice wieder treffen!


Darauf wenden wir uns wieder Richtung Norden, wo sich die Strasse zum 4-spurigen Highway mausert.
Beim Mittagessen wäre Susi beinahe in das Netzt dieser herrlichen Spinne gelaufen.


Kurz nach dem Mittag erreichen wir die Gold Coast und kommen so noch vor dem Osterverkehr bei Susis Brüdern Hans Peter und Bruno sowie seiner Frau Silvia in Merrimac an.
Da werden wir für die nächsten paar Wochen bleiben, uns um Susis Vater, welcher im Nachbardorf Nerang wohnt, kümmern und unsere nächste Reise vorbereiten.

 

 

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Last updated: Sunday, 06.06.2010 11:42 AM


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