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Australien 2007

Mt. Robinson - Exmouth - Perth

Routen Details

Datum
9. August - 29. August, 2007
Route
Mt. Robinson - Karijini NP - Tom Price - Exmouth - Cape Range NP - Coral Bay - Carnarvon - Denham - Monkey Mia - François Peron NP - Kalbarri - Gregory - Gerlaldton - Coalseam NP - Eneaba - Pinnacles - Lancelin - Perth
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Routenplan (Klicken zur Grossanzeige in separatem Fenster)

Am Freitag den 10. August fahren wir zum Karijini National Park.
Die Hügel entlang der Strecke sind sehr hübsch.

Karijini NP befindet sich in der Hamersley Range und ist mit 627'445 Hektaren West Australiens zweitgrösster Nationalpark.
Die Erosion hat spektakuläre Schluchten in das 2'500 Millionen Jahre alte Gestein gegraben.

Unser erster Stopp sind die Fortescue Falls.

Heute haben wir, mit 28°C, den ersten richtig warmen Tag auf unserem Trip.
Wir schnallen uns unsere Tagesrucksäcke um und steigen in die Schlucht ab.

Die gestreiften, eisenerzhaltigen Formationen sind sehr pittoresk.
Die wassergefüllten Becken sehen zwar sehr verlockend aus, aber uns ist das Wasser zum baden zu kalt.

Die Bäume mit ihren, teils freigespühlten Wurzelsystemen sind beeindruckend.

Entlang des Weges finden wir auch "Ocker", eins Stein aus welchem die Aboriginis die ebensolche Farbe generieren.

Dann wandern wir entlang der Dale Gorge zum Circular Pool.

Entlang unserem Weg kommen wir an vielen Stellen vorbei, wo sich Bäume mit ihren Wurzeln regelrecht in die Felsen verkrallt haben. Unglaublich was diese Pflanzen schaffen!

Bim durchwandern der Schlucht sieht man gut, wie unvorstellbar hoch der Wasserstand in der Regenzeit, oder nach einem Cyclone ist.
Im Moment fliesst nur noch ein Rinnsal im Fluss.

Auch können verschiedenartigste Tiere beobachtet werden.

Langsam erreichen wir den Circular Pool.
Der Weg ist manchmal etwas abenteuerlich und lustig.

unknown Triggerplant

Nach einem Bereich mit Farnen erreichen wir das runde Becken.
Es ist ein sehr schöner, friedlicher Platz.

Dann beginnt der anstrengendere Teil .... der Aufstieg aus der Schlucht.
Die Blicke von oben in die Schlucht sind wunderbar.

Bull Hakea (Hakea chordophylla) Camel Bush (Trichodesma zeylanicum)

Auf dem Rückweg sehen wir viele Blumen ....

... und einige verhutzelte Eukalyptus.

Wir begeben uns zum Savannah Campground.
Die Naturstrasse ist stark gewellt.
Mit Glück bekommen wir noch Stellplätze - es ist Hochsaison und wir haben keine Reservation.
Das heisse Wasser für die Dusche wird mit Solarboilern generiert und ist beinahe so kalt wie das Bier ....

Nach einer weiteren kalten Nacht mit lediglich 5.6°C ändert die Sonne die Sache bald und wir haben Temperaturen über 20°C.
Es sieht so aus, als ob wir einen weiteren, perfekten Tag im Karijini National Park erleben werden.

Wir wandern, vom Caravan Park aus, durch die Joffre Gorge.

Es ist noch zu früh. Die Sonne scheint noch nicht in die Schlucht hinein, aber wir sehen auf der anderen Seite eine Aussichtsplattform - dort wollen wir hin.

Wir gehen zum Oxer Lookout.
Es ist beeindruckend, auf der Plattform zu stehen und senkrecht in die tiefe Schlucht sehen zu können .... es ist aber auch angsteinflössend für diejenigen, die das nicht ertragen und von diesen hatte es einige hier.
Das Grab von Jim, einem freiwilligen Helfer des SES (State Emergency Service - eine Art Katastrophenschutz), der in der Schlucht während einer Bergung starb, erinnert an die Gefährlichkeit des Canyoning in dieser Gegend.
Es hat im Park, nebst den Schluchten für "Otto Normalverbraucher", auch sehr schwer begehbare, anspruchsvolle Schluchten für Hochgebirgskletterer.

Wir verlassen die Wagen und steigen in die Waemo Gorge ab.
Auch hier hat es wieder jene Warntafeln.

Der Weg nach unten ist steil, aber das Becken in der Schlucht ist schön und es lohnt sich hinunter zu steigen.
Aber auch hier ist das Wasser so kalt, dass nicht einmal Ruedi schwimmen geht .... und das bei einer Aussentemperatur von unterdessen 29°C ....

Leider können wir nicht weiter zum Handrail Pool; der Wasserstand ist noch zu hoch.
Also kehren wir um, steigen wieder auf und fahren zum Joffre Lookout.

Die Sicht in die Schlucht ist grossartig.

Dann ist es auch schon Zeit den Park zu verlassen und in Richtung Tom Price weiter zu ziehen.

Zurück auf dem Asphalt müssen Roger und Ruedi den Reifendruck wieder erhöhen, was Susi und Katarina Zeit für ihre Blumen gibt.
Susi versucht möglichst viele Pflanzen zu bestimmen, aber ihr Blumenbuch macht da vielfach nicht mit (sie ist recht frustriert ...).

Trailing Grevillea (Grevillea nudiflora) Silver Cassia (Senna artemisioides) Common Firebush (Keraudrenia integrifolia) Large Paper Lilly (Laxmannia grandiflora)

Cotton Bush (Ptilotus obovatus) Royal Mulla Mulla (Ptilotus rotundifolius) Narrow-leaved Mulla Mulla (Ptilotus divaricatus)

Wenn man mit der Maus (die in der meist rechten Hand) über die Bilder der Blumen fährt, wird ihr Name angezeigt .... sofern Susi den (hoffentlich richtigen!) Namen gefunden hat.

Wir sehen ein Photo-Stopp Schild und fahren hin.
An einem schönen Aussichtspunkt finden wir uns wieder, wo Leute Gedenksteine mit "Grüssen" an ihre Verstorbenen hinterlegen.
Es ist ein komisches Gefühl dort zu stehen und die Grüsse zu lesen.

Im Weiteren passieren wir Tom Price und nehmen die Naturstrasse westwärts am Mt. Samson vorbei.
Es ist ein schönes Tal wo die Strasse entlang überall eine Art Lupinen blühen.

Bei der Beasley River Rest Area bleiben wir über Nacht und campieren direkt im trockenen Flussbett (aber, aber ...).

Es ist ein schöner Platz mit grossen Fluss Eukalypten (River Gums), vielen Vögeln und einem Lagerfeuer ... genau richtig um den schönen Tag zu beenden.

Nach einer nicht allzu kalten Nacht mit 10.6°C, wachen wir zu einem sonnigen Tag auf und sind kurz nach 8 Uhr bereits wieder auf Achse.
Es ist schön im Morgenlicht durch die Hügel zu fahren.
Das hellgrüne Spinifex-Gras bildet einen schönen Kontrast mit der dunkelroten Erde.
Keine Wolke ist in Sicht und die Temperatur steigt bis auf 29 °C (wir haben schliesslich Winter!).

Auf dem North West Coastal Highway drehen wir nach Süden.
Tanken beim Narutarra Roadhouse ist ein teures Hobby ... die verlangen ganze 30 Cents mehr als in Tom Price! Gottlob haben wir genügend Diesel und fahren, nachdem wir den Preis sehen, gleich wieder weiter.

Die Landschaft wechselt; wir fahren jetzt auf dem Highway durch Gebiete mit Sanddünen.
Sie sind mit grüner Vegetation bewachsen.
Immer wieder sieht man violette Blumenteppiche.

Über die Burkett Road und die Minilya – Exmouth Road geht's Richtung Exmouth.
In Exmouth sind alle Campingplätze besetzt und so nehmen wir einen Platz auf dem "Overflow Camping" gleich neben dem Tourist-Office.

Den Sonnenuntergang geniessen wir beim Leuchtturm ausserhalb der Stadt.

Weit weg sehen wir ein paar Wahle, aber sie sind in der leicht aufgewühlten See schwer auszumachen.
Nichts desto trotz sind Katarina und Roger begeistert dass sie hier sind, da sie für Morgen eine Wahl-Beobachtungs-Tour gebucht haben.

Die Nacht bleibt warm und wir können die Fenster im Camper lange offen halten.
Das fühlt sich gut an!
Die Nachttemperatur geht nur auf 15.6°C zurück.

Am Morgen den 13. August ist der Himmel beim Sonnenaufgang sehr rot, was auf späteren Regen schliessen lässt.
Es hat zwar ein paar Wolken, aber die verziehen sich schon bald.

Heute möchten wir ja 2 Stellplätze im National Park ergattern.
Da diese, wie alles hier in Exmouth, in der Reihenfolge ihrer Nachfrage vergeben werden, geht Ruedi noch vor der Öffnung des Büros zum CALM, um als erster dort zu sein.
Aber er kommt ohne Buchung zurück.
Die Plätze werden in der Reihenfolge des Erscheinens der Fahrzeuge am Eingang zum Nationalpark vergeben. Reservationen sind nicht möglich.
Wenn man am Eingang des Parks einen Stellplatz auf einem der Camps zugewiesen bekommt, so muss man diesen innert einer Stunde vor Ort bezahlen, sonst wird der Platz an den nächsten wartenden weitergegeben.
Da Katarina und Roger heute ihre Walbeobachtungstour gebucht haben, werden wir es Morgen, direkt am Parkeingang versuchen und bleiben heute Nacht auf einem Campingplatz nahe des Parkeingangs.
Mit Glück bekommen wir zwei Stellplätze auf dem Lighthouse Caravan Park.

Als wir bei der Tourist-Information nach Trinkwasser fragen, stellen wir fest, dass dieses in dieser Gegend sehr rar und wertvoll ist. Ohne Probleme bekommt man nur Borwasser, das leicht bis ziemlich salzig ist.
Wir haben immer noch einen ganzen 100 Liter Tank voll Trinkwasser und so beschliessen wir, den anderen Tank mit Borwasser, für den allgemeinen Gebrauch zu füllen.
Das ist das erste Mal, dass wir zwei verschiedene Wasserqualitäten an Bord habe müssen.
Gottlob haben wir zwei Tanks.
Auf diese Art können wir unser Trinkwasser zum trinken sparen und für alles andere das unlimitiert vorhandene Borwasser verwenden. Wir müssen lediglich von Hand einen Schlauch umhängen um die Wasserart zu wechseln.
Ruedi passt das aber nicht und er studiert bereits an einer Lösung, wo das einfacher geht und das Borwasser nicht durch die Filter gepumpt werden muss ... warten wir mal ab, was da rauskommt!

Wir fahren zum Campingplatz wo wir unsere 2 Stellplätze beziehen - schöne Plätze mit Sicht auf den Ozean.
Nur die Strasse ist noch zwischen Campingplatz und Strand; ein schöner Strand zum laufen.
Den Rest des Tages verbringen wir am Strand.
Es ist Ebbe und wir können am Strand auf dem Reef das Leben inspizieren.

Spät am Nachmittag kommen Katarina und Roger mit vielen neuen Eindrücken von ihrer Wahlbeobachtungstour zurück. Sie sahen einen grossen Wahl direkt neben dem Schiff.

Am Dienstagmorgen müssen wir wieder früh aus den Federn.
Der Cape Range National Park öffnet um 8 Uhr und wir möchten mindestens eine halbe Stunde früher am Eingang sein.
Wir schleichen uns so leise wie möglich aus dem noch verschlafenen Campingplatz (... leise mit einem OKA??) und fahren los..
Na ja, es warten bereits etwa 6 - 7 Wagen vor uns ... der erste war schon um 6 Uhr da!!!

Nach dem eintreffen des Rangers ist es interessant zu sehen wie die Vergabe der Plätze abläuft:
Im Park hat es viele kleine Campingplätze mit wenigen Stellplätzen.
Auf jedem Platz hat es einen "Verwalter" der sich um den Platz kümmert.
Der Verwalter meldet sich am Morgen per Funk beim Ranger und meldet ihm die Anzahl der freiwerdenden Stellplätze.
Der Ranger notiert die Anzahl der freien Plätze pro Campingplatz auf eine Tafel, worauf sich die Wartenden, in der Reihenfolge ihrer Ankunft am Eingang, ihre Plätze aussuchen können.
Nach der Vergabe muss der Platz innert 30 Minuten bezogen und beim Verwalter bezahlt werden, sonst wird er von diesem wieder frei gegeben.
Tönt kompliziert, ist aber absolut fair. Wer zuerst kommt, wird zuerst bedient - kein vordrängen, kein vorreservieren.
Wir haben Glück und bekommen zwei Plätze bei der Tulki Bay, direkt am Meer.

Bei der Abzweigung zur Tulki Bay sehen wir diese Desert Peas, Verwandte der Stuart Desert Peas die wir aus dem red Centre kennen.
Der Unterschied ist, dass diejenigen im red Centre schwarze "Augen" haben und diese hier weisse.

Der Verwalter informiert uns noch über die lokalen Attraktivitäten.
Wir lassen den OKA vor Ort und machen uns in Katarinas und Rogers Camper auf den Weg.

Heliotropium crispatum

Als erstes besuchen wir die Pilgonaman Gorge, wo man Blackfooted Wallabies beobachten kann.

Dann fahren wir zur Yardie Creek Gorge, wo wir der Schlucht entlang, bis zum Ende des stehenden Wassers laufen und auch, über einen schmalen, steilen Pfad, in die Schlucht absteigen.
Das ist zwar nicht gestattet, aber das sehen wir erst beim Ausstieg aus der Schlucht über die normale Route.

Millstream Swainsona (Swainsona pterostylis) Beach Spinifex (Spinifex longifolius)

Auf den Sanddünen und den Felsen wachsen Pflanzen in allen Farben und Formen.

Interessant ist auch zu sehen, wie der Wind den Büschen zusetzen kann ...

Viele Zeichen deuten darauf hin, dass die Schlucht einst Teil eines Korallenriffes gewesen sein muss.

Auf dem Rückweg sehen wir am Strassenrand einen Echidna - den ersten den wir in freier Wildbahn sehen.
Wir sind begeistert!
Echidnas sind komische Viecher: Sie legen Eier, säugen aber ihre Jungen.
Das arme Tier versucht sich aus Angst am Strassenrand zu vergraben.
Ruedi versucht das Tier mit Handschuhen aufzuheben, um es vom Strassenrand wegzubringen, aber der Echidna verkrallt sich so stark im Dreck, dass es nicht gelingt.
Super!

Dann legen wir bei der Osprey Bay, einer schönen Bucht zum schnorcheln und schwimmen, noch einen Halt ein.
Ein nächstes Mal würden wir versuchen bei diesem Camp einen Stellplatz zu bekommen.

Hier finden wir wieder dieselben Felstypen, wie wir sie schon weiter südlich gesehen haben.

Auch die Turquoise Bay schauen wir uns noch kurz an. Sie ist für strömungs-schnorcheln, aber auch für starke Unterwasser-Strömungen bekannt.
Das Wasser ist wirklich türkisfarben.
Man hört, dass es zum schnorcheln bei Lakeside sehr schön sei, aber der schönste Ort im Cape Range National Park sei bei South Mandu.
Nächstes Mal wissen wir wohin wir gehen werden .... oder wohl doch nicht?
Na ja, eines nach dem anderen ....

Bei unserer Rückkehr ins Camp bläst der Wind sehr stark.
Trotzdem gehen wir noch schwimmen (ohne Ruedi - der streikt - das Weichei!), aber kaum kommt man aus dem Wasser ist man auch gleich sandgestrahlt.

Am Abend ist es an Susi zu kochen.
Unser Wallas Dieselkocher quittiert aber seinen Dienst und sie muss in Katarinas und Rogers Camper kochen.

Während der Nacht fällt die Temperatur auf lediglich 15°C und der Wind rüttelt die ganze Nacht am OKA.

Es ist bereits Mittwoch der 15. August und unsere zwei Touristen haben nur noch 10 Tage Zeit bevor sie von Perth aus wieder nach Frankreich zurückfliegen werden.
Also fahren wir, gleich nachdem alle morgendlichen Haushaltarbeiten fertig sind, weiter.
Der Wind spielt herrlich mit den Wellen.

Wir passieren eine weite Ebene mit vielen Termitenhügeln zwischen den Frühlingsblumen.

Bald schon drehen wir wieder Richtung Meer und Coral Bay.
Auf dem Campingplatz bekommen wir noch zwei Stellplätze, ohne Stromanschluss für je schlappe 34 AUD!!

Auf dem Weg zur Bucht wo wir uns die Fischfütterung ansehen wollen, kommen wir an diesem alten Traktor vorbei.
Alt und neu gehen gut zusammen .... die Batterie wird mit Solarzellen laufend nachgeladen ...

Ruedi versucht unterdessen den Kocher zu flicken. Das zerlegen, putzen und wieder zusammensetzen ist eine stundenlange Fummelei, da der Kocher nicht ausgebaut werden kann.
Diesmal scheint er aber weder verrusst zu sein, noch ist der Dieseltank leer, schon eher scheint die kochereigene Dieselpumpe kaputt zu sein - er ist aber noch nicht sicher.
Ruedi ist frustriert. Roger lädt uns alle zum Nachtessen ins Fins Cafe ein.

Am Donnerstag, den 16. August, nach einer weiteren milden Nacht mit 14°C, beginnt eine weiterer strahlender Tag, nur der Wind bläst immer noch stark.
Als wir auf dem North West Coastal Highway südwärts fahren, erreichen wir schlussendlich die Frühlingsblumen .....

purple: Tall Mulla Mulla (Ptilotus exaltatus) white: Pom Pom Head (Cephalipterum drummondii); purple: Native Daisy (Brachyscome iberidifolia)

white: Mayweed Sunray (Hyalosperma cotula) yellow: Mask Goodenia (Goodenia mimuloides)

Für Stunden fahren wir durch Blumenteppiche in allen Farben.
Es ist wunderschön.
Katarina und Susi geniessen die Zeit.
Aber nicht nur die Menschen wissen die Blumen zu schätzen. Grosse Spinnen hoffen, wegen der vielen Insekten auf reiche Beute.

Splendid Everlasting (Rhodanthe chlorocephala ssp. splendida)

Wir können es nicht lassen in den Strohblumenteppichen ein paar schöne Touri-Bildchen zu knipsen.
Das ist "wildflowers at its best"!

Als wir am Rand der Strasse in den Blumenteppichen herumkriechen, stoppt ein Allradfahrzeug vor unserem OKA, eine Frau steigt aus und kommt auf uns zu und fragt ob dies unser OKA sei ...
Etwas überrascht bejahen wir die Frage (wer erkennt schon einen OKA - und dann noch eine Frau!?)
Sie stellt sich als Milly, die Tochter von Cherry und Robert, unsere Freunde von der Schaffarm in Beverly, vor.
Obwohl wir wussten, dass sie hier oben irgendwo eine Farm besitzt, haben wir zufällig auf ihrer Station angehalten und ebenso zufällig hat sie gestern mit Cherry telefoniert, welche ihr erzählt hat dass wir in der Gegend seien ....
So klein kann Australien sein!

Wir staunen einmal mehr über das, was alles auf Australiens Strassen per Road-Train transportiert wird. Wir ziehen ja in Europa von Zeit zu Zeit auch um, nur nehmen wir dann das Haus nicht gleich mit ....

Je näher wir Carnarvon kommen, je grüner wird das Land.
Es hat immer mehr Farmen und an der Strasse werden Früchte zum Kauf angeboten.
Carnarvon, eine recht grosse, ländliche Stadt mit guten Einkaufsmöglichkeiten liegt an der Mündung des Gascoyne River.
Obwohl der Wasserstand des Flusses gezeitenabhängig ist, befindet sich 7 bis 8 Meter unter dem Flussbett ein Grundwasserstrom, in welchem das ganze Jahr Frischwasser fliesst.
Dieses Wasser wird zur Bewässerung gebraucht.
Die Stadt hat beinahe unendlich viel Wasser zu ihrer Verfügung.

Bei der Tourist Information, sagt man uns, wo sich, am Rand der Stadt, ein Wasseranschluss befindet und wir unsere Wassertanks endlich wieder einmal mit gutem Wasser füllen können.
Grossartig! Seit Newman haben wir kein Frischwasser mehr bekommen!
Wir spülen alle unsere Tanks und Filter und füllen alle Tanks randvoll mit Trinkwasser, da wir wissen, dass wir weiter südlich wieder ein Problem mit dem Wasser haben werden.

Pom-Pom Everlasting (Cephalipterum drummondii)

Weiter geht es durch die Blumenteppiche Richtung Süden.
Spät am Nachmittag stoppen wir beim Gladstone Scenic Lookout und beschliessen über Nacht zu bleiben.
Bei der Schönen Aussicht auf das Meer ist der Sonnenuntergang sehr schön und der Ort sicher einen Halt wert.

Die Nächte werden wieder kälter und die Temperaturen bewegen sich um die 10°C.
Da uns der Freitag aber mit schönem Sonnenschein begrüsst, ist die Kälte der Nacht bald schon vergessen.

Wir ziehen weiter zur Shark Bay und halten beim Hamelin Pool.
Es ist eine interessante Ecke dieser Welt ....

Am Eingang zum Hamelin Pool befindet sich eine massive Sandbarriere, Fauré Sill genannt, welche sich über die letzten 6'000 gebildet hat und welche den Wasserzufluss in den Pool beschränkt.
Das flache Wasser im Pool verdunstet schnell, so dass das Wasser darin viel salziger ist, als im Meer ausserhalb des Pools.

Cardid Cockles ist eine von wenigen Tierarten, die im salzigen Wasser überleben kann. Sie leben in grossen Kolonien in der Bucht.
Die ersten Dünen am Strand bestehen lediglich aus Muscheln. Regenwasser löst langsam Calcium Carbonate aus den Muschelnschalen und zementiert diese zusammen und formt so die "Hamelin Coquina" (feste, schneidbare aus Muscheln bestehende Blöcke).

Die frühen Siedler der Gegend hatten wenig Holz und Felsen zum bauen zur Verfügung. Die Muschelblöcke waren der Ersatz.
Die Blöcke wurden mit Sägen zertrennt und daraus viele Gebäude erstellt. Ein schönes Beispiel ist die Kirche in Denham.
Heutzutage wird das Material des "Steinbruchs" nur noch zur Restaurierung historischer Gebäude in der Shark Bay verwendet.

Am Strand finden wir einen Holzsteg, welcher vom Strand zum Wasser hinaus, zu den Stromatoliten führt. Schilder am Steg erklären mit Hilfe der lustigen Komikfigur "Stumpy" die Bedeutung der Stromatoliten. Sehr gut gemacht!

Die sauerstoffproduzierende Cyano-Bakterie, aus welcher die Stromatoliten bestehen, entstand vor etwa 3.5 Billionen Jahren, als Sauerstoff noch rar war.
Als sich die Stromatolite-Kolonien vermehrten, setzten sie immer mehr Sauerstoff frei, was den Sauerstoffgehalt der Atmosphäre schliesslich auf ca. 20% brachte.
Dies ermöglichte erst die Entwicklung für die atmenden Lebewesen auf der Erde.
Während der Flut, wenn die Stromatoliten überspült sind, kann man im Wasser Luftbläschen aufsteigen sehen.
Für mehr Details über Stromatoliten (nur in Englisch) hier klicken.

Im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert lieferten die Schaffarmen der Region ihre Wolle an die staatliche Aufnahmestelle hier in der Bucht.
Die Wollballen wurden darauf mit Schubkarren in die am Strand wartenden Ruderboote umgeladen, welche ihrerseits das Material zu den, weiter draussen im Meer stationierten, leichten Segelschiffen (lighters) brachten.
Diese Segelschiffe segelten dann 190 km weit zu einem tiefen Ankerplatz ausserhalb Dirk Hartog Island, wo die Ballen ein weiteres Mal in grosse Schiffe umgeladen wurden, in welchen die Ladung schliesslich Fremantle erreichte.
Es ist nun mehr als 60 Jahre her, seit mit den letzten Schubkarren Wolle durch die Stromatoliten gekarrt wurde. Da die Stromatoliten nur sehr, sehr langsam wachsen, sind die Spuren heute immer noch sichtbar.

Kormorane, oder Wanamalus wie sie die Aboriginis nennen, lieben "Stumpys" verwandte als Basis zum fischen.
Für mehr Informationen betr. der Kormorane in der Shark Bay hier klicken.

Schwalben (Hirundo Neoxena) jagen unter dem Steg nach Insekten.

Wir fahren zur Shell Beach.

Die strandnahe Umgebung besteht aus Milliarden von Muschelgehäusen. Der weitaus grösste Anteil bilden die Cardiid Cockle (Fragum eragatum).
Während der letzten etwa 4'000 Jahre wurden grosse Massen von Muscheln hier angeschwemmt, so dass sich am Strand eine 5 Meter dicke Schicht bildete, welche immer noch weiter anwächst ....

Bald schon sitzen wir alle in den Muscheln und suchen nach speziell schönen Exemplaren ... man muss einfach ...

Muschelsand wird hier seit den 1960-er Jahren gewonnen, da es als erneuerbare Ressource gilt.
Die Hühnerindustrie ist auf den Muschelsand angewiesen, da die darin enthalten Mineralien den Leghennen mithelfen, härtere Eierschalen zu produzieren.
Muscheln sind, wegen ihres Kalkgehaltes auch eine Ressource der Zementindustrie und werden in der der Töpferei-Industrie verwendet.

Auf dem weiteren Weg nach Denham machen wir noch den kleinen Abstecher zum Eagle Bluff.
Die grossen Seegrasbänke, die grössten der Welt, sind von oben gut sichtbar.
Wir erspähen ein paar weinige Haie und Schildkröten, aber im Allgemeinen ist nicht viel los.

Das gibt uns Zeit, die exzellenten Erklärungen über die flachen Buchten der Shark Bay, deren Salzkonzentration und die Anpassung der lokalen Tierwelt an die 2 - 3 fache Salzkonzentration des hiesigen Wassers zu lesen.
Für mehr Informationen (in Englisch) hier klicken.

An der Strasse nach Denham sehen wir einen weiteren Echidna.
Aber einmal mehr sind wir zu laut und das Tier gräbt sich neben einem Busch ein.

In Denham wollen Katarina und Roger eine Tour in den Francois Peron National Park buchen.
Da die Samstagstour bereits ausgebucht ist beschliessen wir einen weiteren Tag zu bleiben, so dass sie am Sonntag auf ihre Tour gehen können.

Wir fahren nach Monkey Mia Resort, sind aber etwa 20 Minuten zu spät und alle Stellplätze sind bereits vergeben.
Also zurück nach Denham (sind ja nur 25 km!) und auf den dortigen Campingplatz.

Am Samstag fahren wir schon früh nach Monkey Mia zurück um sicher zwei Stellplätze ohne Strom ergattern zu können und um dabei zu sein, wenn die Delfine an den Strand kommen.
Die Stellplätze kriegen wir, aber die Delfine haben die Bucht bereits wieder verlassen.

Wir schauen den Pelikanen zu, wie sie versuchen an das Wasser der Bewässerungsanlage zu kommen - sehr lustig ...

Hier klicken für den Videoclip (file type: .wmv, size: 943 KB).

Für mehr Informationen über die Australischen Pelikane (Pelecanus conspicillatus) und ihr Leben (in Englisch) hier klicken.

Dann kehren die Delfine doch noch einmal zurück ...

Hier klicken für den Delfin Videoclip (file type: .wmv, size: 2'474 KB).

Während der Demonstration lernen wir, was es mit den Besuchen der Delfine auf sich hat:

In den späten 1970-er Jahren begann das Delfinweibchen, Holey Fin, die Bucht von Monkey Mia zu besuchen, kam in Kontakt mit den Leuten und wurde von diesen von Hand gefüttert.
Holey Fin war die Mutter von Nicky und die Grossmutter von Holey Kin und Nomad.
Diese Delfine führen die Tradition der Begegnung mit den Menschen fort.
Holey Fin starb 1995 durch den Stich eines Stingrays direkt in ihr Herz.
Für mehr Details über das Leben der Delfine (nur in Englisch) hier klicken.

Delfine spielen in Monkey Mia eine wichtige Rolle ....

Am Samstagnachmittag gehen Roger and Katarina auf eine Bootstour um Seekühe (Oz: Dugons) sehen zu können und Ruedi versucht einmal mehr herauszufinden warum der Wallas Kocher nicht mehr läuft.
Dass Kabel der Spule der elektrischen Dieselpumpe ist durch Vibrationen an der Klemme gebrochen. Die Pumpespule war nicht rüttelfest montiert gewesen. Nach der Reparatur und dem festkleben der ganzen "Musik" mit Sikaflex läuft der Kocher wieder und beide sind wir wieder glücklich.

Wir lernen Andy, einen Schweizer kennen, welcher in einem Britz Bushcamper Australien bereist kennen und beschliessen am Sonntag zusammen in den Francis Peron National Park zu fahren, so dass jeder dem anderen helfen kann, sollte er im weichen Sand stecken bleiben .... der Park ist bekannt für lange, tiefe Sandpassagen ....

Am Sonntagmorgen verschlechtert sich das Wetter schnell und es sieht schwer nach Sturm aus.

Trotzdem gehen wir in den sandigen Park, werden aber so schnell wie möglich zum oberen Ende fahre, und dann langsam zurückkommen, so dass wir den Park jederzeit schnellstmöglich verlassen können.

Wir haben Glück.
Obwohl wir von Zeit zu Zeit leichte Regenschauer erleben haben erreichen wir die Nordspitze ohne Probleme.

Auf dem Rückweg machen wir bei den verschiedenen Buchten Halt, aber die Farben sind natürlich wegen der Bewölkung nie so schön wie bei Sonnenschein.
Na ja, dann eben das nächste Mal .....

Ganz oben an der Landspitze sieht man schön, wie die Leeuwin-Strömung und die kalten Wasser vom Süden aufeinander treffen.

Nicht nur wir finden die Stelle interessant, nein auch hunderte, oder tausende Kormorane und andere Wasservögel halten sich hier auf und scheinen hier guten Fang zu machen.

Die Leeuwin-Strömung ('LOO-win') ist ein Band warmen, tropischen Wassers welches entlang der Küste von Norden nach Süden bis über Perth hinaus fliesst.
Die Strömung ist im Winter am stärksten und die Durchmischung von warmem und kaltem Wasser ist für die Meeresfauna um Shark Bay von entscheidender Bedeutung.

Die Bilder mit den Temperaturen zeigen schön den Unterschied zwischen Sommer und Winter.

Susi findet hier weitere Blumen ....

... und schöne Raupen.

Die interessante Mischung von Sand und Fels aus komprimierten Muscheln ist farblich schön.

Der OKA pflügt sich seinen Weg unerwartet erfolgreich durch den Sand.
Die Salzseepassagen machen uns etwas mehr Sorgen, da diese bei weiterem Regen schnell tief und weich werden könnten.
Aber wir haben ein weiteres Mal Glück und werden von weiterem Regen verschont.

Yellow Tailflower (Anthocercis littorea) Schoenia (Schoenia cassiniana) Scented Banjine (Pimelea suaveolens)

Susi findet sogar noch Zeit für ihre Blumen (wir hatten auf dem Weg nach Norden Wegpunkte der Stellen im GPS gespeichert, um die Blumen auf dem Rückweg wieder finden zu können ....)

Nach diesem interessanten Tag verbringen wir einen langen Abend zusammen mit Andy, Katarina und Roger, geniessen Rogers Cognac und erzählen einander von unseren Reisen .... Reiselatein (oder wie heisst das nun schon wieder) ....

Am Montag meldet die Sonne wieder zurück und wir müssen den entspannenden Ort auch schon wieder verlassen.

Pom-Pom Everlasting (Cephalipterum drummondii)

Wir brechen schon früh auf, fahren an herrlichen Blumenteppichen vorbei und erreichen bereits um 14 Uhr den Kalbarri National Park.

Erster Halt ist der Ross Graham Lookout.

Auch hier finden wir wieder die faszinierenden, verschiedenfarbigen Felsen.
Sie sehen aus wie von Hand gemalt.

Auch erfahren wir, dass im Kalbarri National Park versucht wird, die Natur wieder in den Zustand zu versetzten, wie sie vor dem einschleppen von Wildschweinen, Ziegen, Wildkatzen und Füchsen war.
Seit damals sind lokale Tiere wie Blackfooted Rock Wallaby, Malleefowls, Woylies, Chuditchs und andere kleine Säugetiere, Reptilien und wirbellose Tiere aus der Gegend verschwunden.
Es ist die weltgrösste Kampagne gegen nicht-heimische Jäger.
Das Programm beinhaltet auch die kontrollierte Aufzucht und die Umsiedelung heimischer Tiere in kontrollierte Umgebungen.
Die Wiederbesiedelung durch Chuditches ist bereits gelungen, die der Woylies ist im Gang and die der Blackfooted Rock Wallabys ist geplant.

Weiter fahren wir zum Hawk's Head und zum Natures Window.
Wir haben die richtige Zeit für unsere Besuche erwischt. Die Sonne nachmittägliche streicht die schönen Farben der Felsen heraus.

Für mehr Informationen über die Entstehung des Gebietes des Kalbarri National Parks (nur in Englisch) hier klicken.

Der Kalbarri National Park scheint ziemlich viel Regen erhalten zu haben.
Die Blumen sind sehr schön und Susi, Roger und Katarina knipsen wie wild.

Wheatbelt Wattle (Acacia neurophylla) Tall Labichea (Labichea lanceolata) Large Fruited Thomasia (Thomasia macrocarpa)

Bird Beak Hakea (Hakea orthorrhyncha) Pink Pokers (Grevillea petrophiloides) Pink Milkmaids (Burchardia rosea)

Oldfield's Starflower (Calytrix oldfieldii) Striking Pink Featherflower (Verticordia insignis) White Banjine (Pimelea ciliata)

Guinea Flower (Hibbertia glomerosa) Hooker's Banksia ()Banksia hookerianaS Dense Smokebush (Conospermum triplinervium) Lambswool (Lachnostachys eriobotrya)

Leafy Sundew (Drosera stolonifera subsp. porrecta)

Susi ist überrascht wie viele Sonnentau Variationen sie findet.

Murchison Rose (Diplolaena grandiflora) Kalbarri Cowslip Orchid (Caladenia flava susps. maculata)

Auch ist sie stolz, sowohl Exemplare der lokalen Murchison Rose und der Kalbarri Cowslip Orchidee zu finden.

Da wir wissen, dass der Park zu dieser Zeit sehr populär ist, hat Susi Stellplätze auf dem, in der Kalbarri Broschüre inserierenden Campingplatz reserviert.
Als wir dort eintreffen haben sie zwar Stellplätze für uns, aber der OKA hat unter den Bäumen keinen Platz.
Hmmm ... bad news!.
Wir fahren zum Caravanpark auf dem wir letztes Jahr schon waren (dort meinten wir auch reserviert zu haben) und sind froh, dass sie noch einen Platz für uns haben - und der erst noch unter freiem Himmel, was für unsere Solaranlage von Vorteil ist.
Also wissen wir für die Zukunft, dass wir beim Reservieren, neben der Länge von 6.10 m auch unsere Höhe von 3.10 m angeben müssen.

Am Dienstag geht es weiter nach Süden, wobei wir den Red Bluff besuchen.
Uns kommen die Erlebnisse unserer ersten Test-Tour mit dem OKA hierher wieder in den Sinn, wo wir den Wagen ein erstes Mal so richtig im Sand versenkten.

Auch Eagle Gorge, Grandstand und Island Gorge liegen an unserem Weg.
Von oben sehen wir Wahle auf ihrer Reise Richtung Süden!

Bei der Hutt Lagoon ist das Wasser wieder sehr rot, was bedeutet, dass es viele der kultivierten Algen im Wasser hat.
Bei unserem letzten Besuch 2006 war das weniger gut sichtbar.

Mittagessen gibt's bei Port Gregory mit seinem natürlichen Hafen.

Yellow Leschenaultia (Lechenaultia linarioides) Climbing Fringe Lily (Thysanotus manglesianus)

Dann halten wir noch an einem bekannten Ort für Orchideen bei der Yerina Spring Road südlich von Port Gregory.
Für die Orchideen sind wir noch etwas zu früh, aber andere schöne Blumen sind bereits anzutreffen.

Nach der Durchfahrt von Geraldton und Dongara entscheiden wir uns einen Umweg über Mingenew und den Coalseam National Park, welcher für seine Strohblumen bekannt ist, zu machen.
Die für das Camp verantwortliche Dame informiert uns aber, dass wegen des ausgebliebenen Regens dieses Jahr keine Blumen anzutreffen seien (Ruedi: Ich habe immer gemeint, Strohblumen seien sowieso trocken!?).
Scheint als hätten wir diesen Umweg vergebens gemacht.

Wir bleiben trotzdem über Nacht hier und Katarina und Roger geniessen einmal mehr unseren beheizten Camper.

Die Fahrt weiter südlich führt durch schöne Weiden und Rapsfelder.

Bald erreichen wir Eneaba wo wir im Eneaba National Park ein weiteres Mal nach Blumen Ausschau halten.

Milkmaids (Burchardia umbellata) Kalbarri Catspaw (Anigozanthos kalbarriensis) Sandplain Hovea (Hovea stricta) Common Smokebush (Conospermum stoechadis)

Catkin Grevillea (Grevillea synapheae) Scarlet Featherflowers (Verticordia grandis) Common Woollybush (Adenanthos cygnorum) Parrot Bush (Dryandra sessilis)

Susi hat sofort Kontakt mit einem anderen Paar, das ebenfalls Blumen fotografiert, lernt den Unterschied zwischen Katzenpfoten (Cats Paw) und Kängurupfoten (Kangaroo Paw) und ....

Rosy-cheeked Donkey Orchid (Diuris affin. corymbosa) Cowslip Orchid (Caladenia flava)

... und wird etwas weiter die Strasse hinunter geschickt zu einem Ort wo sie ihre ersten Donkey Orchids und viele andere Blumen findet.

Auf dem Umweg über die Küste fahren wir durch sehr schöne Gegend mit vielen blühenden Mimosen (Australische Akazie).
Nach Jurien Bay und Cervantes erreichen wir die Pinnacles . zurück nach oben

Schlechtes Wetter zieht auf und der aufkommende Wind generiert einen kleinen Sandsturm.
Gerade als wir den Park wieder verlassen, bricht ein Sturm mit starkem Regen über uns herein.

Wir fahren über die Asphaltstrecke nach Lancelin, wo wir auf dem lokalen Campingplatz übernachten.
Irgendwie haben wir das Gefühl, dass das Wetter weiss, dass dies die letzte Nacht auf Katarinas und Rogers Reise ist und es ihnen, durch unmögliches Benehmen, einfacher machen möchte, das schöne Land in Richtung Heimat wieder zu verlassen.

Splendid Everlasting (Rhodante chlorocephala subsp. rosea)

Am nächsten Morgen, auf dem letzten Abschnitt Richtung Perth fahren wir durch einen Flecken mit bis kniehohen Strohblumen. Nun wissen wir wenigstens, wie es im Coalseam National Park hätte aussehen sollen! Sehr schön!

Folgerungen aus diesem Trip:
Wir fuhren in 4 Wochen 6'500 km .
Durch die vorgegebene Dauer hatten wir zuwenig Zeit und Musse die verschiedenen Abschnitte und ihre Attraktionen so zu geniessen, wie wir es gerne möchten.
Wir hatten es sehr schön zusammen und haben viel erlebt, aber einmal mehr müssen wir realisieren, dass "Touristen" ein Reisetempo vorlegen, das bei weitem nicht dem unserigen entspricht.

 

 

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Last updated: Sunday, 06.06.2010 11:45 AM


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