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Australien 2007

Woodland Tracks

Routen Details

Datum
10. Oktober -3. November, 2007
Route
Perth - Perimeter Rd. - Kulin (Tin Can Hwy) - Dragon Rock - Holland Track - Pigeon Hole - Kalgoorlie - Victoria Rock - Cave Hill - Burra Rock - Widgiemooltha - Kambalda - Higginsville - Willey Lakes - Old Hyden Norseman Rd. - Hyden - York - Perth
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Routenplan (Klicken zur Grossanzeige in separatem Fenster)

Am Mittwoch, den 10. Oktober 2007, verlassen wir zusammen mit Ruedis Schwester Heidi und ihrem Ehemann Peter Perth und versuchen dem Regen zu entgehen.
(Heidi und Peter werden mit ihrem Schweizer Fahrzeug die nächsten Jahre Australien bereisen.
Details ihres Autos und ihrer Reisen sind unter www.hanhart.schoensleben.ch nachzulesen).

Auf dem Albany Highway reisen wir südwärts zum Sullivan Rock, müssen aber die Wanderung wegen des schlechten Wetters auslassen.

Aber die Frühlingsblumen sind da und entschädigen für das schlechte Wetter.

Wir finden auch unterschiedliche Unterarten der Cow's-Lips Orchideen.

Wir reisen weiter südlich und suchen nach dem Ausgangspunkt eines Tracks, welcher in der "4WD Days out of Perth" Broschüre beschrieben wird.
Wir finden den Startpunkt an der Wearner Road, wo wir auch einen netten Übernachtungsplatz finden.

Auch hier sind die Frühlingsblumen bereits am blühen.

Während der Nacht klart der Himmel auf und die Temperatur sinkt auf 6.3°C.

Wir erwachen zu einem sonnigen Tag und fahren bald auf dem beschriebenen Weg entlang Wearner Road, entlang einiger Zäune und einiger Tracks für die Feuerbekämpfung.

Enamel Orchid (Elythranthera brunonis)

Unter den vielen Blumen, die wir auf unserem Weg finden, befindet sich auch einen Flecken mit hübschen Enamel-Orchideen.

Wir verlassen den Track und drehen gegen Osten, wo wir entlang der Perimeter Road, einem schmalen aber interessanten Track, weiter fahren.

Einige Wegabschnitte sind sehr nass.
Es ist die Aufgabe des Beifahrers (Susi) eine Route zu erkunden, wo der schwere OKA durchkommt.

Selbstverständlich findet Susi dabei auch wieder Blumen.

Die Natur hat aber auch ein paar interessante Tiere zu bieten. Die Spinne ist eine Wolf Spider (Lycosidae Lycosa spp.)

Wir finden auch einen Punkt mit vielen Grasbäumen. Ruedi liebt sie ...

Wir geniessen einen sonnigen, aber ziemlich kühlen Tag mit Tagestemperaturen von max. 21°C.
Die Landschaft sieht mit all den frischen Farben sehr hübsch aus.

Wir fahren weiter zum Boyagin Rock, wo wir für die Nacht bleiben.

Nach einer weiteren kalten Nacht mit nur 7.6°C, setzen wir unseren Weg auf kleinen Tracks, die von Blumen gesäumt sind, fort in Richtung Corrigin, wo wir den Hundefriedhof besuchen (für mehr Details hier klicken ).

Der Naturblumenpfad gegenüber des Friedhofs hat einige nette Blumen zum betrachten.

Interessant ist es auch zu beobachten, wie sich einige Pflanzen verändern, wenn die Blumen verblüht sind.

Es ist ein schöner und warmer Tag mit Temperaturen um 25°C und wir geniessen es sehr, nach dem kalten Wetter und Regen der letzten Zeit.
Wir fahren weiter in Richtung Kulin und schauen uns die Pferdeskulpturen entlang des Tin Horse Highways an, welche für die dort stattfindenden Bush-Rennen werben.

Die Rennen hatten erst vor kurzem stattgefunden und so waren einige der Skulpturen neu gestrichen oder hatten neue Gewänder bekommen!
(Für mehr "Pferdebilder" hier klicken .)

Dann drehen wir in Richtung Jilakin Rock, wo wir für die Nacht bleiben.
Dort hat es so viele Fliegen, das wir in den OKA fliehen.
Nachdem es für die Fliegen Zeit ist zu Bett zu gehen, übernehmen die Mücken das Feld und stellen damit sicher, dass wir für den Rest des Abends drin bleiben.
Mindestens ist die Nacht mit bequemen 11.6°C recht warm.

Am Samstagmorgen scheint die Sonne, die Vögel singen und am Radio wird ein heisser Tag vorausgesagt.
Perfekt!
Nach dem Frühstück wandern wir auf den Jilakin Rock.

Es ist eine einfache Wanderung mit schöner Aussicht über die Landschaft und die umliegenden Seen.
Überraschenderweise hat es eine Menge Wasser in den Salzseen.

Zurück von der Wanderung entdeckt Susi eine Zecke an ihrem Bein.
Auch Heidi findet eine unter ihrem Arm.

Wir fahren weiter in Richtung Lake Grace, zweigen dann aber ab, um in Pingarin Diesel zu tanken.
Wir haben Pech; das Geschäft scheint an Samstag geschlossen zu sein.
So werden wir gezwungen eine Umweg über Newdegate zu machen.
Wir sind vom zur Verfügung gestellten Service an der BP Station beeindruckt; sie bieten sogar gratis warme Duschen an.
Das ist Service!

Wir fahren an Lake Stubbs vorbei und entscheiden, für das Mittagessen zu stoppen und den hübschen Anblick des Salzsees zu geniessen.
Obwohl es Wasser im See hat, glänzt die Oberfläche im fleckenlosen Weiss.

Mittlerweile ist die Temperatur auf 31.5°C. angestiegen.
Fliegen-Netze sind heute ein MUSS (für die Damen) .....

Wir fahren zum Dragon Rock, um uns die originalen Fahrspuren der Wagenräder auf dem Felsen anzusehen.
Sie stammen aus der aktiven Zeit des Holland Tracks und sind selbst nach dieser langen Zeit immer noch gut sichtbar.

Selbstverständlich gibt es auch Blumen zu betrachten ....

Über Nacht bleiben wir beim Emu Rock.

Die Temperatur fällt nur auf 20.6°C.
Es ist die erste Nacht auf dieser Reise, wo wir nicht heizen müssen!

Wir entscheiden uns für einen Tag hier zu bleiben und an unseren Tagebüchern zu arbeiten.
Der Tag ist mit 34°C sehr heiss, aber die Luftfeuchtigkeit ist unter 20% und auch dank eines konstanten frischen Windes ist es sehr angenehm.

Anhand der Blumen kann man erkennen, dass es hier ziemlich trocken sein muss. Es gibt viele Strohblumen und alle Blumen sind klein.

Ein tief-roter Sonnenuntergang verkündet schlechtes Wetter.
Die Felsen sind nachts noch so warm, dass wir gut darauf liegen und die Sterne betrachten können.
Wir versuchen das eine oder andere Sternbild zu finden ... mit mehr oder weniger Erfolg ....

Über Nacht ziehen Wolken auf und die Temperatur sinkt auf 14°C, ein Unterschied von 20°C seit dem Mittagessen.
Wir wachen bei bewölktem grauem Himmel auf, ein kalter Wind bläst und es nieselt.
Aber die Wettervorhersage ist gut, also entscheiden wir uns weiterzufahren und erreichen den Holland Track.

Verglichen mit unserem Holland Track-Trip vom letzten Jahr (für Details des letztjährigen Trips hier klicken ) ist es dieses Mal viel nasser und es hat viele Wasserpfützen.
Das macht uns natürlich Spass!
Für den Film hier klicken (Datei-Typ: .wmv, Grösse: 1'029 KB)

Wir sind überrascht über die vielen Fahrzeuge die wir sehen: an den ersten 2 Tagen auf dem Track sehen wir 4 Autos.
Dieses sind so viele Fahrzeuge, wie wir letztes Jahr während der ganzen 5 Tage des Trips gesehen haben ... und zudem waren es damals erst noch 4 Stück in einer Gruppe!
Das ist ja ein richtiges Gedränge!

Als sich das Wetter bessert, die Strasse trocknet und sich aufwärmt, fangen wir an Tiere zu sehen.

Weiter geht's bis zum Sandelwood-Rock, wo wir für die Nacht bleiben.

Dienstag, der 16. Oktober, ist ein sonniger Tag - die Wettervorhersage sagt warme Temperaturen um die 30°C voraus.
Für einmal haben sie sogar Recht!
Uns soll's recht sein.

Wir fahren weiter zum State Barrier Zaun.
Verglichen mit dem letzten Jahr hat es fast keine Blumen.
Sobald es aber irgendwo Wasser gibt, sind auch die Blumen da.
Susi hofft, dass es weiter nördlich mehr Wasser und Blumen geben wird.

Ab und zu hat es einige Wasserpfützen, deren Passagen aber unkritisch sind.


Dann stossen wir entlang des Weges auf die John Holland Gedenktafel mit dazugehörendem Gästebuch.
Es ist interessant im Buch zu schnüffeln, die beigelegten Visitenkarten zu studieren und zu sehen, wen es alles hierher verschlagen hat.
Unter anderem finden wir sogar eine Karte von einem weithin bekannten Schweizer Hotel in Zürich, dem "Kindli".

Wir fahren am Krakauer Rock vorbei und gelangen zum Agnes Gnamma Hole.
Da wir etwas Wasser benötigen, überprüfen wir den Wasserstand und die Qualität der Wasserlöcher.
Das Hauptloch beheimatet grosse Kaulquappen und kleine Krabben.
Also entscheiden wir uns, das kleinere Loch unten auf dem Felsen zu benutzen, um unseren Wassertanks zu füllen.
Darin hat es keine Tiere, was es den Damen schliesslich möglich macht, der Wasserentnahme zuzustimmen .....

Da die Felsplatte, die das Hauptloch abdeckt, nicht genug gross ist, organisiert Peter sofort einen grösseren Stein.
Das Erste was er beim umdrehen des Steins findet ist eine schöne, grosse Red-Back Spinne (Latrodectus hasseltii)!
Gut trägt Peter Handschuhe!

Heidi stellt noch einen Stock ins Wasserloch, so dass hereingefallene Kleintiere an ihm wieder aus dem Loch klettern können.
Dann wird der neue "Deckel" über das Gnamma Hole gelegt und wir sind alle zufrieden mit der erreichten Verbesserung.

Wir entscheiden uns, für die Nacht zu bleiben.
Wir finden nach dem aufzuschlagen unseres Nachtlagers genügend Zeit, Tiere zu beobachten.

Einige von ihnen "verschliessen" den Eingang zu ihrem Nest mit einem Netz ...

... andere haben sogar ein "Dach", das sie über Nacht über den Eingang legen können!

Am Abend beim Duschen entdeckt Susi eine weitere Zecke in der Achselhöhle.
Sie ist aber bereits tot und das Herausoperieren gestaltet sich wegen des eingegrabenen Kopfes recht mühselig.
Später, als Susi zu Bett geht, dauert es nicht lange, bis sie an ihrem Knöchel ein weiteres Biest findet.
Die Zecke muss auf das Bett gefallen sein, als Ruedi die Dachluke öffnete, um das auf dem Weg unabsichtlich gesammelte Holz vom Dach herunterzuwerfen.
Da es Frühling ist und wir uns im Busch herumschlagen, müssen wir natürlich mit solchen Plaggeistern rechnen.
Zum Glück gibt es in Westaustralien (noch) keine lähmenden Zecken!

Am Mittwoch fahren wir weiter zum Thursday Rock, wo wir auf eine kurze Wanderung gehen.
Es ist sehr trocken und es blühen nur wenige Blumen.

Auch dort wo der Holland Track die Victoria Rock Road erreicht, gibt es fast keine Blumen.
Letztes Jahr war hier ein Paradies für Blumenliebhaber .....

Wir zweigen auf den Track in Richtung zum Pigeon Hole ab.

Nach einer Weile entdecken wir einige Bäume mit Quadongs, kleine runde rote Früchte, welche als "Bush-Tucker" bei den Aboriginals beliebt sind.
Wir haben seit Kulin keine Quadongs mehr gesehen, es scheint zu trocken zu sein.
Wir sammeln einige Kilos der Früchte ein, um daraus Konfitüre zu machen.
(Anmerkung: Sie schmeckt wie Hagebutten-Konfitüre, ist aber ein klein bisschen herber)

Am Pigeon Hole ist das Gnamma Hole trocken ... letztes Jahr war es von Insekten umschwärmt ....

Wir fahren weiter in den Bush hinaus.
Der Track ist in letzter Zeit nicht befahren worden, ist aber immer noch in Ordnung.
Auf einem kurzen Abschnitt hat es einige schlimme Auswaschungen, die sorgfältig umfahren werden müssen.

Auf einem gerodeten Bereich stoppen wir für die Nacht.
Ein Gewitter ist im Anzug und wir haben keine Lust direkt unter Bäumen zu stehen.
Der Wind ist so stark, dass wir weder Tarp noch Fliegennetz aufstellen können.

Wir haben Zeit, die Bäume genauer zu betrachten und zu beobachten wie sie sich nach einem Buschfeuer erholen.

Der Baum wächst einfach um das tote Holz herum zurück.

Wir finden auch einige verdrehte Äste und wundern uns, welche Laune der Natur diese Phänomene verursacht hat.

Wir finden auch diesen Kokon und wundern uns, welches Tier wohl hier geschlüpft ist ...

Später macht Susi ihre Quadong-Konfitüre.
Sie ist viel besser als die letztjährige, da die Früchte, welche wir gepflückt haben, viel reifer sind.
Für das nächste Jahr wissen wir, dass wir nur die Quadongs pflücken dürfen, welche beim Berührten fast von selbst vom Baum fallen.
Diejenigen, an denen man ziehen muss, lassen wir zum Nachreifen hängen
Wir arbeiten an unserem Bush-Tucker Wissen .....

Der Sonnenuntergang ist grossartig!

Die Nacht ist überraschend kalt mit 8.3°C.
Wir sind es nicht mehr gewohnt und Heidi und Peter schalten die Heizung im Wohnmobil ein.
Aber am Morgen wärmt uns die Sonne und bald schon sind wir wieder unterwegs auf unserem Track.

Die Fahrt durch den Wald mit all seinen verschiedenen Bäumen ist sehr schön.
Besonders die Salmon- und die Bloodwood Gums glänzen sehr hübsch in der Morgensonne.
Einige Bäume sind sich am Schälen und die alte Rinde erzeugt interessante Muster auf den Stämmen.
Es ist auch schön zu sehen, wie der Wind mit der gelösten Rinde spielt; es sieht aus wie ein Ballett.

Wir sehen grosse Gruppen von Rainbow Bee-eater (Merops ornatus) Vögeln.
Wir entdecken auch einen gekennzeichneten Baum aus den Tagen, als John Holland hier durchkam.


Heute kommen wir nur langsam voran.
Den Track den wir befahren, wird nicht sehr häufig benutzt und viele Bäume sind hineingewachsen.
Wir müssen sie entweder umreissen, abreissen oder um sie herum fahren.

Einmal entscheiden wir uns sogar, einen umgefallenen Baum wegzuschleppen, anstatt uns einen neuen Weg durch das Gestrüpp zu bahnen.
Für einen kurzen Film darüber hier klicken (Datei-Typ: .wmv, Grösse: 1'435 KB)
Es ist eine gute Übung und ein Test unserer Ausrüstung.
Wir sind mit dem Resultat sehr zufrieden, der OKA hat sich wie erwartet bewährt.

An einem hübschen Salzsee nahe den Nalarine Rock nehmen wir das Mittagessen ein.
Dann erreichen wir nahe Woolgangie wieder dien Teerstrasse und fahren via Coolgardie nach Kalgoorlie.
Wir finden den Weg zu "unserem" Lagerplatz in der Nähe des Schiessstandes, nur ein paar Kilometer ausserhalb Kalgoorlie, wo wir für die Nacht bleiben.

Der Freitagmorgen ist sonnig, aber drückend und feucht.
Wir fahren nach Kalgoorlie rein, die Damen um Kleider zu Waschen, die Herren gehen einkaufen.

Dann ist es Zeit, um einen Blick in den Super Pit zu werfen.
Weil der Wind sehr stark und böig ist, gibt es heute keine Sprengung.

Wir fahren auch rüber nach Boulder, wo sich der Super Pit Shop befindet.
Die freundliche Dame erklärt uns, dass am Sonntag Boulder Markt-Tag sei (geschieht jeden Monat am dritten Sonntag) und dass dort freie Tickets für Touren in den Super Pit vergeben werden.
Aber sie warnt uns auch, dass die Warteschlangen, um sie zu erhalten, sehr laaaaaaaaaaang sind.
Also entscheiden wir die 5$ zu zahlen, um die Karten im Voraus zu erhalten.

Dann gehen wir zurück zum Lager, wo Susi auf "Tierjagd" geht.

Die Trap-door Spinne lebt noch am gleichen Ort, wo sie das letzte Jahr gelebt hat.
Und sie ist sogar so freundlich, uns ihre "Türschliess" Technik vorzuführen.
Für Details bitte hier klicken (Datei-Typ: .wmv, Grösse: 232 KB).

Auch dieses interessante Insekt kreuzt den Weg von Susi ... wenn sie sich mit der Kamera nähert, hebt das Tier die Rückseite mit dem "Gesicht" drauf ... ein merkwürdiges kleines Geschöpf.

Ein Gewitter droht und obwohl es nur 30% Luftfeuchtigkeit hat, fühlt sich die Luft klebrig an .... aber nur einige Tropfen Regen fallen.
Mit den herumhängenden Wolken bleibt die Nacht mit 18.4° als niedrigste Temperatur warm.

Am Samstagmorgen ist es noch bewölkt, aber sie sagen Sonnenschein für den Nachmittag voraus.

Heute haben sie um 1 Uhr eine Sprengung im Super Pit angekündigt.
Um sicher zu sein, dass wir einen guten Aussichtspunkt haben, sind wir früh dort .... wie die vielen anderen Leute auch, welche die gleiche Idee hatten.
Es gibt verschiedene mögliche Sprengpunkte, also stationieren wir uns strategisch korrekt, um sie alle zu sehen.
Wir warten darauf, dass der Funkverkehr über den Lautsprecher übertragen wird, aber nichts kommt.
So stehen wir voller Erwartung dort und hoffen, dass wir den Knall nicht vermissen und ihn filmen können .... aber einige Minuten vor Zeitplan geschieht die Sprengung ohne irgendeine Vorwarnung.
Es ist interessant zu beobachten, wie der Felsen wie eine Welle angehoben wird.
Es gibt ein Rumpeln und eine grosse Staubwolke bildet sich, wo Gestein in die Grube runter gefallen ist.
Es sieht wirklich gut und es ist schade, das wir nicht in der Lage waren es zu Filmen, um es einige Male ansehen könnten.
Dann gehen wir zurück zum Lager und fahren dort mit der Arbeit an den Tagebüchern fort.

Auf Sonntagmorgen gehen wir nach Boulder für den Boulder Markt-Tag.
Wir schlendern an den Ständen entlang, welche sich in der Hauptstrasse und dem Park befinden, hören der Blaskapelle zu, essen etwas und schauen vor allem den Leuten zu.

Die Fee gibt uns "magischen Staub", denn wir in Richtung zu einander blasen und uns dabei etwas wünschen müssen .....

... viel Trödel wird verkauft ... Gesichter bemalt ... und die "Mädchen" des Deutschen Clubs verkaufen Bratwurst und Bier.

Für mehr Trödel hier klicken (Datei-Typ: .wmv, Grösse: 1 ' 389 KB).

Um den "Star" des Deutschen Clubs zu sehen hier klicken (Datei-Typ: .wmv, Grösse: 990 KB).

Um 11:30 ist es Zeit, auf die Gruben-Tour zu gehen.

Der Bus bringt uns in die Grube hinein und gibt uns die Möglichkeit, hinter die Kulissen zu schauen.
Wieder sind wir über die guten Informationen, welche gegeben werden, beeindruckt.

Der Stopp am zweiten Ausguck, welcher normalerweise nicht der Öffentlichkeit zugänglich ist, gibt eine gute Aussicht in die Grube.
Für mehr Details über den Super Pit hier klicken.

Dann fahren wir zurück zu unserem Lagerort und arbeiten an unseren Tagebüchern.
Auch einige Bilder und Filme der heutigen Tour müssen noch verarbeitet werden.

Am Montag, den 22. Oktober, besuchen wir die Basis der "Fliegenden Ärzten", dem Royal Flying Doctor Services (RFDS), auf dem Kalgoorlie - Boulder Flughafen.
Es ist nicht so interessant wie der Besuch, der in Alice Springs gemacht werden kann, aber wir lernen viel.

Dann gehen wir zurück zum Lager, um die Tagebücher zu beenden.
Dies muss heute getan werden, da wir uns morgen wieder in die Büsche schlagen wollen und dort für eine Woche oder mehr keinen Internet-Zugang mehr haben werden.

Ruedi muss einen der vorderen Reifen überprüfen.
In einem der Schlammlöcher ist Schlamm zwischen die Felge und den Reifen geraten und nun verliert der Reifen dort Luft.
Er findet zwar das Leck, aber beim reparieren bemerkt er, dass sich der Kevlarschlauch des Bead Locks im Inneren des Rades gedreht hat und so der Beadlock-Schlauch das Ventil des Schlauchlos-Reifens blockiert.
Wir können das Rad zwar noch als Reservereifen benutzen, aber der Luftdruck lässt sich nicht mehr reduzieren.
Dies heisst mehr Arbeit, aber nicht mehr heute.

Nach einer kalten Nacht mit nur 7.3°C verlassen wir am Dienstagmorgen Kalgoorlie und reisen südwärts nach Coolgardie.
Dort zweigen wir wieder in den Holland Track ab.

Am Gnarlbine Rock übernimmt Susi das Steuer des OKA, um etwas mehr Fahrerfahrung zu bekommen.
Da der Schaltmechanismus von OKA neu justiert worden ist, können die Gänge nun ganz leicht eingelegt werden (vorher war das schalten mit viel Kraftaufwand verbunden und Susi lehnte es ab mit dem OKA zu fahren).

Wir fahren weiter zum Victoria Rock, wo wir zum höchsten Punkt wandern.

Wir sehen ein grosses Stickinsekt und viele Drachen.
Es gibt dort aber auch viiiiiiiele Fliegen!

Wir bleiben für den Rest des Tages beim Victoria Rock.
Obwohl die Sonne den ganzen Tag scheint, steigt die Temperatur nicht viel über 24°C und ein kalter Wind macht Pullover ein "muss" für die Damen.

Zum Abendessen brät Heidi Känguru auf einer, am Victoria Rock Camping zur Verfügung gestellten Grillstelle.
(Nein, nein, das Fleisch ist von Coles und kein road-kill ["tot gefahrenes " Känguru] ..... zumindest nicht dass wir es wissen ...)

Am Mittwochmorgen übernimmt Peter das Lenkrad des OKA, mit Ruedi als Beifahrer.
Heidi fährt den "Kokopelli", mit Susi als Co-Pilot.
Wir fahren gegen Süden und schlagen uns dann in östlicher Richtung in das Unterholz.
Schon bald ist der Track teilweise stark ausgewaschen.
Der Spass beginnt.

Dann wird der Track schmal und Peter entscheidet, dass lieber Ruedi den OKA fahren soll, wenn es darum geht Bäume wegzuräumen ...

Bald blockiert ein Baum unseren Weg und herumfahren ist keine Option.

Jetzt ist es an Peter, den Baum zu entfernen.
Das Bergematerial wird ausgepackt und der Baum mühelos weggezogen.

Der nächste Baum muss ein wenig "gestutzt" werden.

Wir lernen, dass eine frisch abgebrannte Fläche ein gutes Gebiet ist, um Holzkohle zu sammeln ....
Die toten Bäume, die bereits vor dem Brand auf den Grund lagen und teilweise verrottet sind, verbrennen nur zum Teil und ergeben ausgezeichnete Holzkohle.
Auf diese Weise versorgen wir uns mit "Treibstoff" für das nächste BBQ!

Aber Achtung!
Asche kann wie Treibsand sein!

Wir sind beeindruckt, mit welcher Geschwindigkeit die Natur zurück wächst.

Es gibt jetzt im Allgemeinen nur zwei mögliche Vegetationszustände:

- Überwuchert: Bedeutet, dass die Äste dem OKA entlang kratzen und quietschen.
(gibt eine ausgezeichnete Patina ...)

- Abgebrannt: Bedeutet, dass wir wie verrückt aufpassen müssen, um nicht durch Überreste von Wurzeln und Bäumen, die aus dem Boden heraus ragen, einen platten Reifen einfangen oder noch schlimmer, dass sich die Sticklige durch die Seitenwand des Reifens bohren!

An einem extrem schmalen Abschnitt entscheidet Ruedi, dass er auch die kurze UHF Antenne abmontieren muss, weil sogar diese heftig geknickt wird, während sich der OKA seinen Weg durch das Gebüsch bahnt.
Während er sich, um die Antenne zu lösen, aus dem Fahrerhaus herauslehnt, rutscht er bei eingelegtem Gang von der Kupplung, der OKA macht einen Satz nach vorn und ein lautes metallisches "klunk" verkündet, dass etwas kaputt gegangen ist.
Ist es die Freilaufnabe .... oder eine Halbwelle ... oder sogar etwas Schlimmeres ....?
Wir entriegeln die Freilaufnaben, schalten den Allrad-Antrieb aus und fangen langsam an zu fahren .... keine verdächtigen Geräusche .....
Also verriegeln wir die Naben wieder, schalten den Allrad wieder ein ... immer noch keine verdächtigen Geräusche.
Dann stoppt Ruedi und zieht die Handbremse an ...... obwohl wir hören können, dass die Handbremse einrastet, lässt sich der OKA nicht stoppen und rollt langsam vorwärts ....
OK, wir haben also die Handbremse demoliert.
Beim nächsten möglichen Punkt kriecht Ruedi unter den OKA und überprüft alles.
Die, am Zwischengetriebe montierte Handbremstrommel lässt sich frei drehen.

Wir entscheiden, dort Mittag zu essen.

Nach dem Mittagessen ist der hintere linke Reifen flach .... ein Durchstich der Seitenwand ... darf theoretisch nicht repariert werden .... und selbstverständlich ist es ein nagelneuer Reifen!
Ruedi flickt das Loch mit dem Reifenreparaturset und schon bald sind wir wieder unterwegs.

Immer wieder müssen wir aussteigen und den Weg von Bäumen, die auf den Track gefallen sind, frei räumen.

Susi arbeitet noch etwas an ihrer Fahrpraxis und fährt bis zum Cave Hill, wo wir für die Nacht bleiben.

Dort holt Ruedi die Handbücher heraus und studiert die Konstruktion der Kupplung ....

Und noch ein schöner Sonnenuntergang ....

Nach einer warmen Nacht mit 16.8°C ist der Himmel am Morgen bewölkt.
Aber bald schon fängt die Sonne an die Wolken wegzubrennen.

Früh brechen wir zu unserer Wanderung zum Cave Hill auf.

Einige Höhlen haben eine ausgezeichnete Akustik.
Susi ist in der Lage, Ruedis geflüsterte Worte ca. 60 - 70 m weit weg zu hören!

Die Aussicht vom Hügel ist sehr eindrücklich.
Das Land ist unendlich weit, nur Gebüsch und ab und zu ein grosser Felsen sind zu sehen.
Der gestrige Sonnenuntergang wäre von hier oben eine Pracht gewesen.

Am Cave Hill sind einige Dämme errichtet worden.
Derjenige auf der Ostseite des Felsens ist fast voll. Esel kommen zum trinken ....
Auf der Nordseite des Felsens finden wir 3 Dämme, aber sie haben nicht viel Wasser, der Unterste ist fast trocken.
Rund um die Tümpel liegen Überreste von kleinen Flusskrebsen.

Dann fahren wir weiter nach Norden, in Richtung Burra Rock.
Wieder fährt Susi fährt wieder.

Es dauert nicht lange und sie findet die ersten Herausforderungen, aber mit Ruedis Hilfe meistert sie diese ohne Probleme.
Der Track verläuft nun vor allem auf alten Trassees der Woodline Eisenbahn.

Der Track ist eng und einige der Auswaschungen sind ziemlich hässlich, aber Susi handhabt sie ohne grosse Probleme.
Ruedi ist erfreut darüber und auch ein bisschen beruhigt.

Am Burra Rock fängt Ruedi mit den Arbeiten am Reservereifen an, der ein Problem mit dem Beadlock hat.
Die Reparatur gelingt und er wird das Rad Morgen wieder montieren.
Wir bleiben über Nachte auf dem Burra Rock Camp.

Kurz nach 5 morgens fängt der OKA plötzlich an vorwärts zu rollen.
Susi springt panikartig aus dem Bett und will zur Tür heraus.
Dann stoppt der OKA wieder unerwartet und Susi wird gegen die Küchenkombination und dann auf den Fussboden geworfen.
Ruedi springt schnell aus dem OKA heraus und überprüft die Fahrerkabine.
Der erste Gang war nicht richtig eingelegt! Shame on Ruedi!
Als der Wind in den frühen Stunden des Morgens aufkam, hatte die grosse Rückseite des OKA wie ein Segel gewirkt und den OKA nach vorn geschoben ....

Was das rollende Fahrzeug stoppte, waren Ruedis Stiefel, die auf den hinteren Reifen gestanden hatten.
Als der OKA zu Rollen begann, waren sie unter den Reifen gefallen und hatten den OKA gestoppt.
Nun wissen wir auch woher das Wort Rad-Schuh stammt!
Erst wenn die Handbremse einmal defekt ist, bemerkt man wie oft man sie braucht.

Nach dem Frühstück entscheiden wir, den Burra Rock zu bewandern.

An einer Ansammlung von alten und rostigen Autos und Ausrüstungsgegenständen machen wir Halt.

Ruedi muss alles inspizieren ....

Aber eines der Fahrzeuge lässt sich das Gerüttel und Geschüttel nicht mehr gefallen, fällt auseinander und muss darauf von Peter und Ruedi geflickt werden ....

Dann erreichen wir den Damm.

Wie am Cave Hill wird auch hier das Wasser gesammelt und in einen Damm geleitet.
Aber der Damm ist nicht einmal halbvoll.

Die vom Wetter angegriffenen Felsen sehen interessant aus und müssen genauer erforscht werden.

Wieder geniessen wir die Aussicht in dieses offene Land, keine Begrenzungen, einfach viel freier Raum ....

Aber es ist Zeit, diesen Platz zu verlassen; die Fliegen machen uns verrückt!

Als wir die Autos überprüfen sehen wir, dass Peter und Heidi viel Glück gehabt haben .... ein Ast hatte den Schmutzfänger durchbohrt und den Reifen knapp verpasst .... so hart ist das Holz!

Wir durchfahren ein Gebiet, in dem wir viele Funnel-Web Spinnen-Gewebe sehen können.
Die Spinnen sind sehr gefährlich und wir sind nun noch sorgfältiger, wenn wir Bäume und Äste entfernen.

Dann geht's wieder weiter auf dem Track.
Der selten befahrene Track wird immer enger.

Auswaschungen und umgestürzte Bäume geben uns viele Chancen, gute Fotos zu schiessen.
Aber auch die Säge muss herausgenommen werden .... einige Bäume sind einfach zu dick, um einfach durch den OKA beiseite gedrückt zu werden.

Wir erreichen den Ten Mile Rock und suchen vergebens nach der Weiterführung unseres Tracks.
Es gibt einen Weg, aber es ist nicht der welchen wir suchen.
Peter und Heidi fahren ihn für einige hundert Meter und finden, dass er genau so schmal und kratzig ist, wie derjenige von dem wir herkommen.
Ruedi nimmt seinen Rucksack, das GPS, das Funkgerät und etwas Wasser zum trinken und umrundet den Felsen vollständig.
Aber er findet nur die Reifenspuren von Peter und Heidis Toyota.
So haben wir keine andere Wahl, als diesen engen Track zu nehmen ... oder wieder umzudrehen, was auch nicht besser ist.

Die Qualität des Tracks ist entsetzlich, es ist mehr Arbeit als Spass, aber wir müssen durch.
Insbesondere eine Auswaschung ist wirklich schlimm und der OKA schwingt plötzlich auf eine Seite.
Susi, die gerade an der Seite des Wegs, nur ein paar Meter vor dem OKA am Filmen ist, kann nur kurz aufschreien und zur Seite springen.
Aber alles geht gut.
Für Details dieses unerwarteten Kippers hier klicken (Datei-Typ: .wmv, Grösse: 1'052 KB)

An der nächsten Gabelung wissen wir nicht, welche Strasse wir nehmen sollen, alle sehen gleich aus.
Sie sind eng, in der letzen Zeit nicht oft befahren und sehr kratzig.
So schauen wir auf der Karte nach und nehmen den kürzesten Track, der uns am schnellsten zurück zu normalen Strasse bringt.
Bald verbessert sich der Track drastisch; er muss erst gerade vor kurzem frei geräumt worden sein.
Jetzt können wir den Track wieder geniessen.

Wir fahren durch einen Eukalyptus Wald ein paar Kilometer ausserhalb von Widgiemooltha.
Die Nachmittagssonne gibt den Salmon- und Blood Gums eine hübsche Farbe.
Wir finden eine gerodete Fläche und bleiben für die Nacht.

Ruedi klettert auf einen Baum, um einen genaueren Blick auf die "Holzsammlung" auf dem Dach des OKA zu haben.
Es sieht aus, als ob der OKA "Augenbrauen" hat.

Der Wind frischt auf und bald erreicht uns der prognostizierte Sturm.
Während der Nacht fällt die Temperatur auf 7.9°C, starke Winde schütteln den OKA und sogar ein wenig Regen fällt.

Die Wettervorhersage für den heutigen Tag, Samstag den 27. Oktober, ist nicht gut.
Starke Winde werden erwartet und für die Region südlich von Norseman wird eine Wetterwarnung herausgegeben.
So entscheiden wir uns, nördlich nach Kambalda zu fahren.

Kurz bevor wir wieder auf den Teer kommen, finden wir einen Ort, wo ein altes Lager gewesen sein muss.
Es ist wirklich interessant ein bisschen herumzuschnüffeln und zu sehen, was die alten Goldgräber so alles hier gelassen haben.

In Kambalda stoppen wir auf dem Aussichtspunkt, um ein wenig auf dem Internet aktiv zu sein.
Der Wind wird immer stärker und wir sehen Böen von bis zu 75 km/h.
Der OKA schaukelt wie ein Boot.
Draussen auf dem Salzsee können wir sehen, wie Dreck durch die starken Winde in den Himmel hoch gewirbelt wird.

Wir fahren Richtung Norden und versuchen, den Eingang in die Mt. Monger Road South Strasse zu finden, aber alle Strassen führen zu Minen und sind privat, der Zugang verboten.
Wir drehen um und fahren nach Süden und versuchen es dort, aber mit dem gleichen Resultat, keinen Zugang.
An der Higginsville Pump Station Road entscheiden wir wieder nach Westen abzudrehen und in das Cave Hill Nature Reserve zurück zu kehren.
Gleich nach der Einfahrt kreuzen wir die Eisenbahnschienen und entscheiden uns, für die Nacht hier zu bleiben und nach einem der langen Erz-Züge Ausschau zu halten.
Beim Sonnenuntergang hören wir den Zug pfeifen, aber keiner von uns ist mit der Kamera bereit und wir verpassen eine gute Gelegenheit.
Während der Nacht fahren noch zwei, mit Erz beladene Züge nach Süden Richtung Esperance.
Einer hat ein blockiertes Rad an einem Wagen, welches rot glüht in der Dunkelheit.

Früh am Sonntagmorgen fährt ein leerer Zug an uns vorbei auf seinem Weg zurück von Esperance.
Kurz nach dem Frühstück kommt ein langer Zug vom Norden, mit 3 Lokomotiven und 126 Erzwagen.
2 1/2 Minuten dauert es, bis der letzte Wagen an uns vorbei gefahren ist!
Wir hätten nicht auf ein besseres Beispiel eines Erzzugs hoffen können und sind mit unserem Resultat sehr zufrieden.

Heute sind Heidi und Susi wieder dran mit fahren.
Wir fahren weiter zum Cave Hill Nature Reserve und erreichen die Higginsville Pump Station.
Dort finden wir Pumpen-Station Geschichte ....

Das Klo ist sehr interessant .... errichtet aus einem alten VW-Bus-Häuschen ...

Bei den Pioneer Graves verlassen wir die Cave Hill Road.
Bereits am Anfang haben wir wieder Arbeit, einen Baum zurückschneiden, damit wir mit dem OKA durchkommen.
Einige mehr folgen.
An einer anderen Stelle verschätzt Susi (und Ruedi) einen Baum und wir reissen ihn runter.
Susi tritt auf die Bremse (das ist der nächste Fehler ....) und der Baum landet auf dem HF Antennen-Tuner.
Es braucht alle vier von uns, um den Baum über die Antenne hinweg zu Heben, aber glücklicherweise wird die Antenne nicht beschädigt.

Wir fahren an einigen Salzseen vorbei.
Obwohl sie weiss glänzen und die Oberfläche solide aussieht, braucht es nur wenig Kraft, um durch die Oberfläche in den weichen Schlamm durchzubrechen.
Einmal mehr stellen wir fest, wie trügerisch Salzseen sein können.

Kurz vor den Willey Lakes halten wir an, um zu Essen.
Da heute Peters Geburtstag ist, überraschen wir ihn mit einem Kuchen und "Kerzen" (Streichhölzer müssen genügen, da wir die Kerzen vergessen haben!).

Ruedi und Peter montieren an den Stosstangen einige Seile, damit wir die Bäume nicht mehr umsägen müssen, sondern umreissen können.
Schon bald können wir die neue Einrichtung testen und sie funktioniert sogar!

An den Willey Lakes finden wir merkwürdige Löcher im Sand und wundern uns, welche Art Tiere sie machen.

Der Track wird wieder sehr überwuchert, die Fahrgeschwindigkeit fällt auf 2 - 4 km/h.
In einem solchen Gebiet von einem Buschfeuer erwischt zu werden ist nicht sehr gesund ....
Als wir eine grosse, felsige Fläche finden entscheiden wir uns darum für die Nacht dort zu bleiben.
Mit solch langsamen Geschwindigkeiten hat man über Nacht besseres einen Bereich ohne Holz um die Wohnmobile.

Da ja heute Peters Geburtstag ist, ist das heutige Menü mit einem Braten vom Cobb ein bisschen mehr ausgefeilt als normalerweise.

Nach einer kalten Nacht mit nur 4°C sind wir froh, dass uns die Sonne am Morgen wieder wärmt.

Bald finden wir einen anderen Baum, der entfernt werden muss.
Ruedi holt die Kettensäge heraus und es funktioniert tadellos. Der Strom wird durch die Batterien des OKAs geliefert.

Kurz darauf steckt im vorderen linken Reifen ein Stück Holz, was ein hässliches Zischen verursacht .... aber es wird schnell geflickt und schon bald sind wir wieder unterwegs.

Ruedi ruft bei OKA an um herauszufinden, wie ernst der Handbremsschaden sei, aber Arthur meint, dass wir weiter fahren können.
So hören wir auf uns Sorgen zu machen, obwohl wir seither am Getriebe ein wenig Öl verlieren.

Noch mehr Bäumen müssen heruntergerissen oder entfernt werden während wir langsam durch den Wald weiter fahren.

Wir fahren an weiteren Salzseen vorbei. Zusammen mit den Wolken sehen sie sehr hübsch aus.

Kurz vor dem Mittagessen unterschätzen wir einen trockenen Baum. Das rostfreie Astabweiser-Seil auf der Fahrerseite reisst und der Baum zertrümmert die Rako-Box mit unserem Abfall, welche wir auf dem Dach haben.
Glücklicherweise hat Ruedi etwas von diesem Stahlseil in seiner Ersatzteilkiste und bald ist auch das wieder geflickt.

Beim Wegräumen der Trümmer finden wir dieses Tier .... was ist es?
Hier klicken, um es herauszufinden.

Wir erreichen den Mundale Dom und gehen auf eine Wanderung.

Es ist eine sehr schöne Gegend mit Aussicht auf die umliegenden Salzseen.

Es hat interessante Gesteinsformationen. Bei einem Stein hat man das Gefühl, dass einem Augen anstarren .....

Auch die Wanderung am Ufer des Salzsees um den Fels herum kann empfohlen werden.

Es ist erstaunlich, wie sich die Natur anpasst.
Sobald es nur ein klein wenig Wasser hat wachsen Pflanzen und Blumen. Die Bienen haben eine Spalt im Felsen gefunden, wo sie Wasser trinken gehen können ....

Noch ein paar Bäume mehr müssen entfernt werden ....

... heute kommen wir wieder nicht weit ....

... aber wir lernen viel und haben viel Spass!

Wir finden aber auch Zeit, um uns die Natur etwas näher anzuschauen, wie zum Beispiel dieser Skink ... seine Beine sind bereits so weit degeneriert, dass er mehr wie eine Schlange als wie eine Echse aussieht ....

... oder diese Steine ... interessante Formationen .... wie sind die wohl entstanden?

2 km nach Cowan Rock finden wir eine kleine Lichtung, wo wir über Nacht bleiben und nach all dieser Arbeit die entspannende Dusche doppelt geniessen.

Am Donnerstagmorgen ist es schwer den Wetterfröschen zu glauben, welche für den Nachmittag Gewitter ansagen.
Die Sonne scheint und es hat keine Wolke am Himmel.

Wir fahren weiter und schon bald blockiert der erste Ast den Weg des OKAs.

Ruedi und Peter packen den Baumschutz-Gurt aus, legen ihn über den Ast, beide hängen sich dran und wippen .... und krach, beide liegen auf ihrem Hintern, der herunterfallende Ast verpasst sie nur knapp.
Nach dem wir fertig gelacht haben entscheiden wir dann, dass diese Methode zu gefährlich ist und nicht mehr angewendet werden sollte.

Bald darauf ist der nächste Ast im weg.
Dieses Mal nehmen Ruedi und Peter zwar wieder den Baumschutz-Gurt, aber sie rennen auf verschiedene Seiten weg.
Dies funktioniert bestens, der Ast fällt in sicherem Abstand auf den Boden.

Um den Film zu sehen hier klicken (Datei-Typ: .wmv, Grösse: 615 KB)

Nach weiterem Reissen, Sägen, Fällen und Durchzwängen erreichen wir die Old Hyden - Norseman Road.
Sie ist zwar nicht viel breiter als der Track wo wir herkommen, aber sie ist (noch) nicht überwachsen.
Der Weg hat aber ein paar interessante Auswaschungen und Ruedi muss beim Fahren sehr aufpassen.

Dann erreichen wir die Victoria Rock Road, wo wir zum Mittagessen stoppen.
Es hat so viele Fliegen, das sogar Peter ein Fliegennetz anzieht .... die Fliegen sind dieses Jahr wirklich eine echte Pest!

Innert einer Stunde kreuzen uns vier Autos .... verglichen mit den letzten vier Tagen, in denen wir keines gesehen haben ... ein echtes Gedränge!

Kurz danach erreichen wir die neue Hyden - Norseman Road und fahren weiter bis zum McDermid Rock.

Trotz dem drohenden Gewitter entscheiden wir uns, auf den Berg zu wandern.
Der balancierende Stein springt wirklich ins Auge.

Auch interessant ist die kleine Gesteinswelle, eine Formation aus Granit, welche über die Zeit durch Verwitterung entstanden ist.
Nicht schnell genug verwittert sind die Spuren, welche von einem Trail-Motorrad auf der fragilen Oberfläche hinterlassen wurden, weil Leute zu faul waren, einen solchen Platz zu Fuss zu erkunden .....
Für mehr Details über den McDermid Rock hier klicken.

Wir entscheiden uns für die Nacht hier zu bleiben.

Über Nacht fällt Regen.
Als wir am Mittwochmorgen weiter Richtung Perth fahren zeigt die Hyden - Norseman Road bereits Spurend des nass-befahren-werdens.

Wir sind überrascht, wie wenig Regen es dazu braucht ... aber die Autos sehen echt gut aus, so als ob wir WIRKLICH im Outback gewesen wären ....

Bald hellt sich der Himmel auf und als wir "The Breakaways" erreichen ist das Licht zum fotografieren perfekt.

Der lokalen Flora haben die Regenfälle gut getan.
Die Form vor dem Regen und nach dem Regen ist sehr unterschiedlich.

Einige der Pflanzen haben noch einmal getrieben und eine extra "Runde" Blumen und Knospen sind sichtbar.

Als wir auf der Dreckstrasse weiter fahren sehen wir diese aussergewöhnliche Blume ... keine Ahnung was es ist.

Auf dem Weg nach Hyden fahren wir zum Lake Cronin Nature Reserve, ein kleiner Süsswassersee, aber er hat nur noch ein bisschen Wasser drin, welches mit einem Teppich von roten Pflanzen abgedeckt ist.
Einige wenige Blumen sind noch am Blühen. Anscheinend reicht ihnen das bisschen Wasser gerade noch.

In Hyden besuchen wir Garry und Wendy, die Farmer, welche wir dieses Jahr kennen lernen durften.
Für Details über ihre Farm hier klicken .

Dann erreichen wir den Anfang des Getreidegürtels, wo wir uns in einem alten Steinbruch für die Nacht häuslich niederlassen.

Während Ruedi die Spuren des "Fahrens auf nasser Strasse" entfernt, bevor der Dreck hart wie Beton wird (er ist es zwar schon fast ...), haben die Damen Zeit für einen Spaziergang zu den Blumen.

Am Donnerstag, dem 1. November, verbessert sich das Wetter ein wenig und wir entscheiden trotz dem kräftigen, kalten Wind beim Mt. Walker anzuhalten.
Wir sind aber um ein paar Tage zu spät für die Orchideen ... es hätte sicher super schön ausgeschaut.

Wir fahren weiter und werden von grossen Fahrzeugen gekreuzt, welche übergrosse Farmgeräte mitführen, was uns sagt, dass die Erntezeit bald anbricht.
In Narembeen lernen wir mehr über das Wassermanagement in dieser Gegend.
Um zu Verhindern, dass Salz mit dem steigenden Grundwasser an die Oberfläche geschwemmt wird, wird der Grundwasserspiegel mittels Kanälen, wo das Wasser verdampfen kann, künstlich abgesenkt.
Früher wurde dies durch Bäume gemacht, aber durch das Abroden, muss es heute künstlich kontrolliert werden.

Wir fahren am Wadderin Wildlife Reserve vorbei, aber ausser einigen sehr trockenen Büschen hat es keine Pflanzen.
Es scheint, dass das Reservat diese Saison nicht viel Wasser erhalten hat.

Der Kokerbin Rock gefällt uns gut.
Wir entscheiden uns ihn zu besteigen und sind über die gute Aussicht überrascht.

Die Felder in der Gegend sehen gesund und das Getreide reif aus.
Die Farmer in dieser Gegend gehören anscheinend zu den Glücklichen, die genügend Wasser erhalten haben.

Viele gut getarnte Drachen rennen auf dem Felsen herum.
Wir finden auch eine Puppe, haben aber keine Ahnung was da wohl wieder ausgeschlüpft ist.

10 km ausserhalb von Quairading fahren wir an einem Salzsee vorbei und erkennen ihn als den See, welchen wir in unserem ersten Trip nach Australien im 1995 ( hier klicken für Details des Trips) schon mal besucht haben.
Er sieht immer noch gut aus mit dem Salz, das an den Zaunpfosten kristallisiert.

Wir fahren durch Quairading, einem herzigen, verschlafenen Dorf mit vielen blühenden Rosen.

Am Nachmittag erreichen wir York, wo wir auf den Mt. Brown Lookout hochfahren und die schöne Aussicht auf die Stadt und die umliegende Landschaft geniessen.

Den Rest des Tages verbringen wir in der Stadt, die einiges an Sehenswertem anzubieten hat.

Nach dem Einchecken auf dem lokalen Caravan Park und einer laaaaaaaaaaaaaaaaangen heissen Dusche spazieren wir 40 Minuten in die Stadt, wo wir in einem guten Restaurant das Ende unseres Trips bei einem feinen Essen begiessen.

 

 

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Last updated: Monday, 26.07.2010 7:47 PM


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