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New York - Manzanillo

Etappendaten

Datum
29. September - 5. Oktober 2005
Etappe
New York (US) - Norfolk (US) - Savannah (US) - Manzanillo (PA)

 

Etappenkarte (Klick auf die Karte für eine vergrösserte Ansicht)

Donnerstag, 29. September 2005

New York - Norfolk, USA

Der Tag beginnt mit Regen, 23° C und starkem Wind. Das Wetter bessert sich dann aber im Laufe des Tages.

Am späteren Nachmittag fahren wir in die geschützte Bucht von Norfolk ein. Der Lotse an Bord ist sehr nett, erklärt uns die Technik seiner Anlage und gibt uns interessante Tips für den morgigen Einkaufsbummel.

Vor der Bucht passieren wir einige interessante Schiffe, welche dort vor Anker liegen. Das Obige ist ein Flüssiggas-Transporter.

Norfolk beheimatet einen der zwei grössten Stützpunkte der US-Marine. Hier liegen entsprechend viele Kriegschiffe vor Anker. Speziell die Flugzeugträger haben es uns angetan. Natürlich ist jedes Photographieren untersagt und wir halten uns daran! Es ist sowieso bereits zu dunkel um gute Bilder schiessen zu können.

 

Freitag, 30. September 2005

Norfolk , USA

Heute ist das Wetter schön, die Temperatur klettert aber nicht über 20°C.
In der kurzen Zeit die uns zur Verfügung steht, gehen wir in die Stadt zum einkaufen.

Am Pier wird bereits wieder heftig gearbeitet. Auch hier, wie in New York, werden die Container mit Lastwagen, welche Vollgummiräder montiert haben, vom Lagerplatz zum Schiff gebracht.

Da kein Shuttle zur Verfügung steht, bringt uns "Candy", eine nette Hafenangestellte mit ihrem Dodge-RAM Pickup zur Zollstelle und Ausfahrt des Freihafens.
Roger macht an der Kontrollstelle eine Photo von Candy (die leider nichts wurde) und wird prompt angefaucht, weil hier nicht photographiert werden dürfe.

Gemäss dem Tip des Lotsen, gehen wir ins grösste und beste Einkaufszentrum der Stadt. Susi hat bereits ihre Lieblinge gefunden ....

.... und photographiert wie wild. Ruedi hat natürlich bereits wieder Angst um den Platz auf der Disk!

Man hat Stil! Wir befinden uns ja schliesslich in einem Kleiderladen eines Einkaufszentrums! Nüme nüüt!
Wir kaufen im "Sprüngli-Schoggi"-Laden echte Lindor Kugeln und andere Schöggeli aus der Schweiz nach. Unser Vorrat ist beinahe aufgebraucht, da wir bei Geburtstags- und Beförderungs-Apéros auf dem Schiff jeweils Geschenke aus Schweizer Schokolade verteilen.

Bei diesem Springbrunnen, springen die einzelnen Wasserstrahlen wirklich von einem Becken zum anderen. Die Wasserstrahlen haben einen definierten Anfang und ein definiertes Ende. Sehr schön, aber leider beinahe unmöglich zu photographieren.

Dass bei den nächsten Sturmfluten nicht wieder die halbe Stadt unter Wasser steht, kann sie bei Bedarf mit Gates teilweise abgeschottet werden.

Nachdem die "Hanjin Portland", welche wir schon in einmal in Europa gesehen haben, das Pier erreicht hat, laufen wir im Laufe des Nachmittags in Richtung Savannah aus.

Heute ist die Sicht aber deutlich besser und der Kapitän hat heute auch nichts gesagt betreffend einem möglichen Photographier-Verbot :-)

Ruedi beobachtet mit dem Feldstecher die Security-Boote und Susi versucht vergeblich den Finger vom Auslöser wegzubringen und den Photoapparat abzustellen .....

.... aber manchmal ist einfach alle Mühe umsonst!

Obwohl wir beide absolut keine Befürworter von Gewalt und Kriegen sind, sind die Boote eben doch faszinierend.

Die Ausfahrt aus der Bucht von Norfolk erfolgt bei schönstem Wetter.

 

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Samstag, 1. Oktober 2005

Atlantik, Breite Washington (N 38, W 74)

Heute ist es bewölkt, später kommen wir in ein Gewitter, aber gegen Abend scheint wieder die Sonne. Es ist mit 26° C angenehm warm.

Savannah liegt weit im Landesinneren und wird über einen Fluss (ohne Schleusen) angefahren. Von der Einfahrt haben wir keine Bilder, da Susi bereits schlafen gegangen ist. Wir erreichen Savanna kurz nach Mitternacht.

Ruedi zeichnet jeden Morgen und jeden Abend unsere aktuelle Position auf dem GPS auf, um die ganze Route (mit Hilfe von QuoVadis) auf dieser Webpage zeigen zu können.

Da die Fahrt durch den Fluss sehr interessant zu werden scheint, bleibt Ruedi auf der Brücke und zeichnet übungshalber den ganzen Weg als Track und Route auf dem GPS auf. Leider haben wir von diesem Gebiet keine detaillierten Karten, weder auf dem GPS noch auf dem QuoVadis. Somit sieht das ganze auf den obigen Photos ziemlich doof aus. Die Screenshots sind aus dem QuoVadis. Die Zeiten sind komplett falsch, da wir die Uhrzeit auf dem GPS nie nachgestellt hatten. Das hat uns schon ein paar Mal ziemlich kopfzerbrechenbereitet. Wir haben uns gebessert. Man lernt nie aus!.

Während der ganzen Daten-Aufzeichnung, die doch etwa 2 Stunden dauert, sitzt ein Fischadler, welcher seit Norfolk an Bord ist, ca. 1.5 m neben Ruedi auf der Brücke und schaut im interessiert zu. Er lässt sich durch nichts und niemanden stören, auch nicht wenn man näher auf ihn zugeht, oder mit ihm spricht.

 

Sonntag, 2. Oktober 2005

Savannah , USA

Heute ist "pick what ever you want" Wetter. Ein bisschen von allem bei teils schwülen 26° C.

Das ist ein Riesenviech von einem Hubstapler! Der hebt volle 40-Fuss Container, welche ja mehr als 30 Tonnen wiegen können.

In Savanna ist der Tourist noch was wert - he!?

Wir werden in einer "Stretch-Limo" vom Buchungsoffice zum Ausgangspunkt der Stadtrundfahrt gebracht. Wie man sieht hat uns das gar nicht gepasst ;-)

Savannah ist berühmt für seine Parks.
An vielen der Bäumen wächst Irisch Moos.

Das Stadthaus und die Kathedrale sind sehr eindrückliche Bauten.

Von einem speziellen Bau haben wir leider kein Bild.
Dafür hier die Geschichte:
Die jüdische Gemeinde wollte eine Synagoge bauen.
Es gab zu jener Zeit in Savannah nur einen Kirchenbau-Architekten und der hatte nur einen Satz von Plänen, den einer katholischen Kirche!
Also ist Savannah die einzige Stadt der Welt, die eine Synagoge mit einem Grundriss eines Kreuzes hat.

Savannah wurde vom Bürgerkrieg verschont und als Geschenk später dem Präsidenten übergeben.
Dadurch verfügt die Stadt über eine schöne Ansammlung von alten, zum Teil liebevoll renovierten Gebäuden.

In Savannah hat es viele gusseiserne Häuser.
Während des Bürgerkriegs wurden in anderen Städten viele gusseiserne Häuser niedergerissen und das Eisen zu Kugeln geschmolzen ....


Es gibt auch gut erhaltene Häuserzeilen zum besichtigen.

Eine Spezialität in Savannah sind die Ausgüsse der Regenrinnen welche als Fisch geformt sind.
Natürlich eigenen sich diese bestens als Motive für Souverniers aus Gummi ....

Savannah war früher der grösste Umschlagplatz für Baumwolle. Es gab sogar eine offizielle Baumwollbörse!

Savannah hat einen Weihnachtshop, der das ganze Jahr hindurch geöffnet ist.
Auch gibt es die "Hanna, der Vampir von Savannah" welche über die Einkauflustigen ein wachsames Auge hält.

Unser liebster Laden war der "Zältli"-Laden mit all den verschiedenen Zuckerwaren und vor allem mit einer riesen Auswahl an Jelly Beans.
Das sind verschiedenfarbige, gleichgeformte Zältli, jede Farbe mit einem ganz bestimmten Geschmack, z.B. Vanille, Mocca, Ananas, Peanut Butter, Banane, Mango u.s.w.. Die verwendeten Aromen sind vom Feinsten.

So viel zum Sehen und Fotografieren ...

Savannah hat "Psetzistei"-Strassen und Häuser aus Steinen, welche aus England importiert wurden.
Sie wurden als Ballast in den Schiffen verwendet, wenn diese leer nach den USA fuhren um Waren zu holen.

Am Fluss unten steht die Statue einer winkenden jungen Dame mit einem Hund.
Es handelt sich dabei um eine Frau, welche sich ein einen Matrosen verliebte.
Sie winkte ihm zum Abschied und gelobte, dass sie jedem auslaufenden Schiff winken werde, bis er wieder kommt.
Sie hat das jeden Tag gemacht, bei jedem Wetter, immer von ihren treuen Hunden begleitet.
Er ist nie mehr gekommen.
Zu ihrem 80. Geburtstag hat ihr Savannah eine Statue geschenkt. Nun muss sie nicht mehr winken gehen.

Blick von der Brücke der "Matisse" den Fluss hinauf und hinunter.

Zoom -zoom ....

Da wir nicht informiert wurden, dass wir nochmals Schweröl tanken mussten, kamen wir 2 Stunden zu früh aufs Schiff zurück, was weniger toll war.

Am frühen Abend waren wir dann bereit zum Auslaufen.

Zuerst den Flussarm hoch um dort gewendet zu werden (so wie das Schiff vor uns) und dann ........

..... vorbei an der Stadt Savannah in Richtung Meer. Schön, schön, schön.

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Montag , 3. Oktober 2005

Atlantic, Breite Bahamas (N 26, W 76)

Obwohl der Sonnenaufgang sehr schön ist, wird es im Laufe des Tages bewölkt und regnerisch mit teils starkem Wind.
Die 26° C fühlen sich im starken Wind trotzdem kühl an.

Da der gestrige Sonntag für die Crew ein Arbeitstag war, wird der "Crew-Sonntag" eben heute Montag nachgeholt.

Also startet unser Tag mit "Schoggi-Gipfeli" ...

Wie schon in den vorherigen Wochen ist das Mittagessen auch an diesem "Sonntag" speziell.
Das heutige "Barracuda-Tartare mit Aubergine-Mousse" ist vom Feinsten.

Nach dem Mittagessen wechselt das Wetter in einen Sturm mit sehr starkem Regen.

Mitten im Sturm geht plötzlich der Strom aus und die Maschine stoppt.
In allen Gemeinschaftsräumen gehen jegliche Alarme los.
Wir "Touris" gehen natürlich sofort auf die Brücke um herauszufinden was los ist.
Es geht kurz ziemlich hektisch zu, aber der Strom ist bald wieder da.
Nach ein paar Minuten ruft der Offizier aus dem Kontrollraum unter Deck an. Der Kapitän nimmt den Anruf entgegen und das einzige was wir verstehen ist Teil einer recht internationalen Sprache: "...sh...".
Einer der Generatoren hat den Geist aufgegeben und die benötigten Ersatzteile für eine Reparatur sind nicht an Bord.
Da aber jeweils nur zwei der vier Transformatoren gebraucht werden, wird eben ein "Standby"-Generator in Betrieb genommen.
Bald darauf läuft der Motor wieder und wir fahren weiter.
Auch der Sturm hat sich unterdessen gelegt ...


Es ist ein idealer Tag um an den PC's zu arbeiten und die vielen hundert Bilder von New York auszusortieren.
Ruedi hat das, für den OKA bestimmte Wireless-LAN an Bord installiert. Somit haben wir alle Zugriff auf die Daten der gegenseitigen PC's und die der Netzwerk Disk.
Das macht den Austausch von Photos und Videos einfach.

Wir erreichen die Bahamas und passieren die "Crooked Island" Passage.
Auch der Kapitän konnte nicht sagen, ob die Bahamas US-Territorium sind oder nicht, aber seine Bücher wissen all solches Zeug.


Später am Nachmittag fragen wir Xavier, ob wir die Küche und die Lagerräume besichtigen dürfen.
Da der "Sonntag" sein arbeitsreichster Arbeitstag ist, ist er aber bereits zu beschäftigt mit dem vorbereiten des Nachtessens.
Also wird er uns Morgen seine kleine Welt vorführen.

 

Dienstag, 4. Oktober 2005

Karibische See, zwischen Kuba und Haiti (N 19, W 74)

Nach einer regnerischen und stürmischen Nacht erwartet uns ein herrlicher Tag.
Während der Nord-Atlantik Überquerung hat das Schiff hauptsächlich gestampft, da wir gegen die Wellen fuhren. Hier an der Amerikanischen Ostküste, rollt das Schiff, da die Wellen von der Seite kommen. Die "Matisse" rollt mit bis zu 22° Schräglage. Das ist am Tag lustig, im Bett aber doch recht unangenehm.
Die "Matisse" selber verträgt bis ca. 55° Schräglage. Für uns unvorstellbar viel.
Die Temperatur ist auf 27° C angestiegen und es ist beinahe Windstill.

Die heutige Etappe wird uns zwischen Kuba und Haiti hindurchfahren lassen.

Am Morgen sieht Susi, dass das eine Rettungsboot offen ist und jemand darin arbeitet.
Als sie näher pirscht um ein paar Photos zu schiessen, kommt Adrian, einer der Offiziere heraus und lädt uns ein das Ganze doch auch von innen anzusehen.
Es ist erstaunlich, was die alles in dem kleinen Boot mitschleppen.
Und trotzdem stelle man sich vor, mit 32 Leuten bei rauer See in diesem Boot zu sitzen mit lediglich 3 Litern Wasser pro Person ... Wir hoffen alle, diese Erfahrung niemals machen zu müssen.

Um 10 Uhr treffen wir uns bei der Küche. Xavier ist bereits voll im Element und bereitet das Mittagessen vor. Trotzdem findet er Zeit für eine Tour durch sein Reich.

Roger packt die Gelegenheit und spielt für einmal Maître d'Hotel. Darauf lässt sich auch Marian, der echte Maître d'Hotel photographieren. Man braucht schliesslich all diese Photos als Futter für diese Web-Page!

Die Tour schliesst auch die Kühl- und Gefrierräume mit ein.

Ruedi and Xavier spielen "Star Wars" mit gefrorenen Baguetten .....
Auf der "Matisse" findet man immer Zeit für einen kleinen Spass.

Weitere Details zum Rettungsboot, der Küche und den Lagerräumen sind bei der Beschreibung der "CMA CGM Matisse" zu finden (resp. werden dort in Zukunft zu finden sein).

Am Nachmittag wird das Meer total flach, keine Wellen weit und breit.



Die Matisse gleitet im Wasser, kein Geräusch, kein Stampfen, kein Rollen , nur Ruhe ....
Wenn man aufs Wasser schaut hat man das Gefühl zwischen blauem Wasser und blauem Himmle zu fliegen. Ein herrliches, unbekanntes Gefühl.

Ruedi packt die Gelegenheit und spielt am Bug vorne Gitarre (und macht dadurch die ganze Ruhe kaputt - die Red.).

Die Crew nutzt die ruhige See um auf dem Mast am Bug Wartungsarbeiten auszuführen.
Obwohl das Meer flach ist wie eine Flunder bindet sich der Matrose am Mast fest.

Später am Nachmittag fahren wir Kuba entlang.
Die "Matisse" fährt exakt ausserhalb der 7-Meilen Zone um die kürzeste Route zu haben.
Obwohl wir recht nah an Kuba sind, sieht man nichts ausser eben einer Insel in der Ferne (no big deal).

Am Abend feiert der erste Steuermann Geburtstag und lädt die ganze Crew zu einem Apéro ein (man merke: Wir sind Crew wenn's ums festen geht).

 

Mittwoch 5. Oktober 2005

Karibische See, östlich von Panama(N 12, W 78)

Heute erleben wir einen weiteren Tag klassischen, karibischen Wetters: Sonne und bereits am Morgen 27° C.

Heute ist es Zeit die Haare zu schneiden und das Deck ausserhalb unserer Kabine wird in einen "Coiffeur-Salon" umgewandelt.
Der Zutritt ist stark eingeschränkt, nur Kunden haben Zutritt ..... und natürlich unsere "Paparazzi"

Zuerst kommt Ruedi an die Kasse. Susi hat bereits von früher einige Erfahrung im Haare schneiden. Ruedi ist dann auch sehr zufrieden mit dem Resultat (Nei, dä isch im Fall nöd eso dick, das g'seht nur so uus!)

Dann versucht sich Ruedi an Susi.
Susi ist sehr skeptisch, aber das Resultat kann am Ende doch als "brauchbar" klassifiziert werden.

Zwei weitere zufriedene Kunden des "Coiffeur-Salon Deck-E"!


Am Nachmittag ruft das Hallenbad. Der Kapitän hat uns leider verboten im grossen Aussen-Becken zu baden ..........
Die Wassertemperatur beträgt 26° C. Das Wasser wird jeden Tag gewechselt.
Susi und Ruedi erfinden ein neues Spiel, "Pool-Ping-Pong" genannt .....
Ein Ping-Pong Ball wird in der Mitte des Pools platziert.
Dann versuchen beide Spieler den Ball, ohne diesen zu berühren, auf die gegnerische Seite zu bugsieren.
Das Ganze ist eine Mischung von Spritzen, und dem Versuch beim lachen nicht zu viel Wasser zu "inhalieren" .....

Draussen versucht der Elektriker ein weiteres Mal, den in Rotterdam ausgetauschten Motor eines Service-Krans zum Laufen zu bringen, leider immer noch ohne Erfolg.

Ein weiterer Tag in unserem 3-Stern Hotel im Paradies neigt sich dem Ende zu.

Donnerstag 6. Oktober 2005

Manzanillo, Panama

Der Sonnenaufgang ist herrlich, die Temperatur bereits 27° C und es weht eine leichte Briese.
Dunst steigt aus dem Dschungel auf, es scheint ein heisser Tag zu werden.

Wir erreichen den Punkt wo der Lotse aufgenommen werden muss am frühen Morgen.
Der Lotse selber kommt um 6 Uhr an Bord.

Den Hafen erreichen wir um 7 Uhr.
Es gibt zwei Einfahrten in Manzanillo: Der Linke führt in den Hafen und der Rechte zum Panama-Kanal.

Der Lotse führt uns durch die enge Einfahrt.

Sieht so aus, als wenn es öfters ein Schiff nicht ganz bis zum Pier im Hafen schaffen würde ....

An einem weiteren Wrack vorbei gleiten wir durch den Hafen.

Der Hafen von Manzanillo ist voll von ankernden, grossen und kleinen Schiffen.

Hier am Zipfel der Insel gibt es ein paar schöne Häuser mit herrlicher Aussicht auf den Hafen.
Schaut teuer aus .....

Auf dem Weg zu unsrer Anlegestelle fahren wir am neueren Teil des Hafens vorbei.

Die "Matisse" wird gewendet und rückwärts ans Pier geschoben.

Der Lotse und der Kapitän koordinieren die Schlepper-Boote und die Crew an Bord.

Unsere Anlegestelle liegt genau hinter derjenigen der "P&O Nedlloyd Evita", welche kurz vor uns angekommen sein muss.
Das Kühlwasser der Motorwinden fliesst immer noch aus dem Ankerketten-Kanal.

Dann kommen wieder die lokalen Arbeiter an Bord, aber obwohl Sicherheitsleute da sind, werden wir angewiesen sämtliche Kabinen und Aussentüren des Schiffes verschlossen zu halten.
Normalerweise wird eine Türe in den Oberen Decks offengelassen. Nicht so hier.
Es gibt lediglich die mit einem Code-Schloss versehenen Türen auf dem A-Deck um ins Schiffs-Innere zu gelangen.

Manzanillo ist als unsicherer Ort klassifiziert und der Kapitän bittet uns, nicht von Bord zu gehen. Sein Wunsch sei uns Befehl.

Es ist schade, dass Manzanillo in einem so schlechten Zustand ist, mit all den alten, verrottet aussehenden und unbenutzten Lagerhäusern.
Als Einfahrt zum Panama-Kanal und mit so vielen, die Schleusen durchfahrenden Schiffen, währe es eigentlich als touristisch interessanter Ort geeignet.

Der neuere Teil des Hafens wo die Containerschiffe anlegen, sieht etwas besser aus als der Rest. Aber alles in allem ist es nichts besonderes hier.

Da wir an Bord bleiben hat Ruedi Gelegenheit Marian, dem Maître d'Hotel bei der Reparatur wackeliger Stühle zu helfen.
Aber die Werkzeuge die der arme Marian von der Crew zum reparieren erhalten hat sind nicht wirklich brauchbar und die Arbeit ist zum "Flöhe beissen".
Marian entscheidet, das ganze auf Morgen zu verschieben und es dann mit dem richtigen Werkzeug (sprich: dem richtigen Bohrer und den richtigen Bits für die verwendeten Schrauben) nochmals zu versuchen.

Susi nutzt die Zeit um detaillierte Aufnahmen bezüglich dem Befestigen der Container auf dem Schiff zu schiessen.
Und natürlich sind da ja noch immer die Bilder von New York, Norfolk, Savanna, u.s.w. zum Verarbeiten ......
Die liebe Verwandtschaft und unsere Freunde warten ja schliesslich wieder einmal auf Futter!!

Die "Matisse" bekommt hier noch etwas mehr Schweröl geladen.
Manzanillo ist der letzte Hafen in welchem Schweröl zu einem vernünftigen Preis eingekauft werden kann.
Weder Tahiti, Neuseeland, Numea noch Australien bieten das minderwertige Zeug an.
Damit muss die "Matisse" genug davon haben um bis Singapore durchfahren zu können. Sie könnte allerdings Diesel tanken und zu jeder Zeit, auch im laufenden Betrieb, auf diesen Brennstoff umschalten.

Nach 4 Uhr wird der Tank-Kahn weggebracht und unsere Schlepper kommen.
Wir müssen aber noch warten, bis die "P&O Nedlloyd Evita" das Pier verlassen hat.

Wir passieren die Anlagestelle der "Maersk" Reederei.
Nach Angaben des Kapitäns ist "Maersk" die grösste Reederei weltweit und wird am Panama-Kanal auch "speziell bedient".
Jedes "Maersk"-Schiff, unabhängig davon wann das Schiff den Hafen erreicht, wird am folgenden Tag den Kanal, vor den früher angekommenen Schiffen, passieren.
Wie so was wohl möglich ist? .....

Wir sind nun ausserhalb der Hafenmauer und der Kapitän hat auf alle grossen und kleinen Schiffe zu achten. Es sind deren viele.

Obwohl wir einen Lotsen an Bord haben ist das manövrieren im Hafen sehr anstrengend ..... speziell mit einer Brücke voll plappernder Passagiere!

Wir folgen erst dem Kiel der "P&O Nedlloyd Evita" aber diese hat offensichtlich Anweisungen, sich über Nacht innerhalb des Wellenbrechers in der Lagune aufzuhalten.
Wahrscheinlich wird sie in der Nähe der Kanal-Schleusen ankern.

Während wir den Hafen verlassen, nimmt die Wassertiefe laufend zu und wir erreichen bald einen geeigneten Platz zum ankern.
Die Position wird von Adrian, dem Diensthabenden Offizier, in der Karte sauber eingetragen.

Alle Details einer Fahrt werden regelmässig in den Karten eingetragen.
Dies wird gemacht, um im Falle des Ausfalls der elektronischen Navigationshilfen, auch mit Hilfe eines Sextanten weiter navigieren zu können.

Nachdem der Anker gesetzt ist, dürfen auch wir "Touris" uns zum Bug begeben.
Erstaunlich wie heiss die Ankerkette ist und wie viel Rost während des Ankerns davon abbröckelt.

Roger und Ruedi klettern auf den vordersten Ausguck ..... Im Moment ist das völlig ungefährlich.



Der Sonnenuntergang ist so schön, dass man ihn beinahe schon als kitschig bezeichnen muss.

Auf dem Rückweg gibt es noch viele andere Dinge zu untersuchen.
Ist das Leben nicht schön, wenn man auch als Erwachsener von Zeit zu Zeit noch Sachen mit "Kinderaugen" bestaunen kann.....?

 

 

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Last updated: Saturday, 12.06.2010 4:15 PM


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