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Auckland - Fremantle / Perth

Etappendaten

Datum
25. Oktober - 9. November 2005
Etappe
Auckland (NZ) - Numea (NC) - Sydney (AU) - Melbourne (AU) - Adelaide (AU) - Fremantle /Perth (AU)

 

Etappenkarte (Klick auf die Karte für eine vergrösserte Ansicht)

Dienstag, 25. Oktober 2005

Abfahrt von Auckland and Kreuzen auf dem Pazifischen Ozean (S 35, E 174 - S 31 O 172)

Um 1 Uhr am Nachmittag verlassen wir an einem sonnigen Tag Auckland in Richtung Numea in Neu Kaledonien.
Wir haben einen neuen Passagier an Bord: Chris, ein Professor aus Neuseeland, welcher nach England zurückkehrt.

Im Laufe des Tages werden die Wellen etwas grösser, von 0.5 Meter in Auckland auf 2.5 Meter am Abend auf See.
Die Matisse rollt stark.
Obwohl Chris bereits einmal in einem Schiff die Welt umfahren hat, fühlt er sich heute krank. Da uns das Rollen nicht stört, arbeiten wir den ganzen Tag an unserer Webseite.

Mittwoch, 26. Oktober 2005

Kreuzen auf dem Pazifischen Ozean (N 25, E167)

Die Uhren werden auf GMT - 12 zurück gestellt.

Diese Nacht schlafen wir nicht gut .... um 3 Uhr Morgens rollt das Schiff so stark, dass wir aus Sicherheitsgründen alle unsere Sachen in den Schränken verstauen.

Im Laufe des Tages beruhigt sich das Meer, aber der Himmel bleibt bedeckt und am Nachmittag regnet es sogar.

Wieder arbeiten wir an der Webseite und Ruedi entwickelt unsere neue Reisedatenbank, mit welcher wir in Zukunft unsere Wegpunkte administrieren werden.

Donnerstag, 27. Oktober 2005

Ankunft in Numea, Neu Kaledonien

Einmal mehr wird die Uhr, dieses Mal auf GMT -13, umgestellt.

Am morgen früh um 5:30 laufen wir in Numea ein. Uns erwartet ein schöner Tag.

Wir sind nicht das einzige Schiff im Hafen, auch ein Kreuzfahrtschiff ist für die nächsten Tage hier.

Jeder Hafen hat seine eigene Methode im be- und entladen der Container.
Hier arbeiten sie wesentlich effizienter als in Tahiti, aber die Arbeit sieht sehr gefährlich aus.
Wie in Tahiti, werden auch hier die schiffseigenen Kranen für die Arbeit verwendet. Aus diesem Grund werden wir 1 1/2 Tage in Numea bleiben.


Wahrscheinlich wurde von den Hafenbehörden eine Mannschaft zuviel zur Arbeit bestellt. Die Arbeiter schauen aus sicherer Distanz während der gesamten Arbeitszeit ihren arbeitenden Kollegen zu.

Eines der Rettungsboote wird getestet und auch andere Wartungsarbeiten werden durchgeführt.
Aussen am Schiff werden die letzten Spuren der unsanften Berührung mit der Hafenanlage im Panamakanal entfernt.

Hier begegnen wir auch ein letztes Mal der Spring Tiger.
Das Schiff kommt direkt von Tahiti, während wir in derselben Zeit noch kurz in Auckland waren ....
Es ist erstaunlich wie viel schneller die Matisse ist.

Wir verlassen die Matisse und besuchen den lokalen Zoo.

Ja, ja, du bist ein ganz schöner und stolzer Vogel!

Auch bummeln wir durch das lokale Kulturzentrum, das wirklich einen Besuch wert ist.
Es hat exzellente Ausstellung über die lokale Geschichte - auch die Gebäude selber sind interessant.
Auch sind viele lokale Pflanzen zu sehen.

Obwohl das Wetter am Morgen schön und sonnig war, beginnt es, als wir das Kulturzentrum verlassen, wie aus Kübeln zu giessen .... und da wir wegen des Regens unterstehen müssen, verpassen wir den letzten Bus zurück in die Stadt. Gottlob ist das Zentrum noch geöffnet, so dass sie uns ein Taxi zurück zum Hafen organisieren können.

Am Abend gehen wir wieder in die Stadt.
Auf dem "Place de Coco" ist jeden Abend ein Fest, das von vielen lokalen Einwohnern, ein paar Touristen und den Mannschaften der Schiffe besucht wird.
Jeden Tag präsentiert sich ein anderes Land, mit seiner Musik, seinen Tänzen und seinem Essen.
Heute ist es an Tahiti seine Kultur vorzustellen. Es herrscht eine sehr friedliche Atmosphäre.
Um 10 Uhr Abends ist alles vorbei und man geht nach Hause.
Erstaunlicherweise ist der ganze Park am Morgen darauf schon wieder blitzsauber. Man würde nicht glauben, dass am Abend zuvor ein Fest stattfand.

Freitag, 28. Oktober 2005

Abfahrt von Numea und Kreuzen auf dem Pazifischen Ozean (S23 E 165)

Es ist sonnig und schwül und der Wind wird am Nachmittag wieder stärker.

Im Hafen sehen wir ein eigenartiges Schiff.
Damit werden Seekabel verlegt.

Numea hat auch einen schönen Yachthafen.

Wir schlendern durch die Stadt und schauen uns die Geschäfte an. Die Kleidergeschäfte sehen aus wie Souvenirshops, aber hier kaufen die einheimischen tatsächlich ihre Kleider.

Dr lokale Markt mit seinen schön ausgestellten Fischen, Krustentieren, dem Fleisch ....

.... dem Gemüse, den Früchten ...

... den verführerischen Häppchen, den Süssigkeiten, den Souvenirs ...

.... und den vielen echten Blumen.

Wir sind überrascht bei diesen klimatischen Verhältnissen, so viele künstliche Blumen ausgestellt zu sehen.

Der Busbahnhof.

Auch schlendern wir einmal mehr durch den Park wo gestern das Fest abgehalten wurde.

Die lokale Bevölkerung ist ein Schmelztiegel von verschiedenen Kulturen, aber man hat den Eindruck, dass keine Gruppe die anderen dominiert; Weisse bedienen Farbige - kein Problem.
Wenn man die lokalen Leute ansieht fühlt man sich eher in Jamaika ...

Ein letzter Spaziergang dem Hafen entlang und schon ist es wieder Zeit weiterzufahren.

Die Abfahrt ist allerdings verzögert, da eben der Kranmotor, welcher in Rotterdam, wegen einer falschen Lieferung, nochmals hatte bestellt werden müssen, eingetroffen ist und nun ausgeladen und eingebaut werden muss.

Dann verlassen wir endgültig diesen lieblichen Ort und fahren aus dem Hafen .....

.... entlang der Bauxit Minen (Wir glauben es ist Bauxit und nicht Kupfer), einigen schönen Touristen Resorts ...

.... und den vielen Inseln.

Der Ausgang durch die Bucht ist schwierig und gefährlich wegen der vielen Untiefen (auf der Karte hellblau dargestellt) und Korallenriffen.
Der Kurs des Schiffes muss genau kontrolliert und auch manuell in Karten eingezeichnet werden, um jederzeit auf einen Ausfall der elektronischen Navigationshilfen vorbereitet zu sein.

Samstag, 29. Oktober 2005

Cruising the Pacific Ocean (S27, E 159)

Heute ist das Wetter unfreundlich, kühl und der Himmel leicht bedeckt, s dass wir drinnen bleiben.

Wir haben uns entschieden, vor dem verlassen der Matisse in Fremantle, allen Mitgliedern der Mannschaft eine CD mit all unseren Bildern auszuhändigen.
Da das bedeutet, dass wir 30 DVD mit je etwa 4 GB Daten bereitstellen müssen. Wir beginnen also besser an zu brennen, was wir schon fertig haben.

Sonntag, 30. Oktober 2005

Cruising Pacific Ocean on the latitude of Newcastle (S32, E 152)

Auch heute ist das Wetter nicht viel besser, aber es ist mindestens etwas wärmer.

Am Morgen befinden wir uns etwa auf der Höhe der Gold Coast in Queensland.
Da Susi and Hans Peters Bruder Bruno dort lebt, gehen wir zum Bug der Matisse, wo es ruhig ist, und rufen ihn vom Satellitentelefon aus an.
Es ist ein komisches Gefühl, nach so einer langen Reise, so nahe an ihm vorbei zu fahren, ihn aber nicht sehen zu können. Nur Hans Peter wird ihn nach der Reise besuchen. Wir werden vorerst in Perth bleiben und, wenn alles nach Plan läuft, erst etwa in einem Jahr an der Gold Coast sein.
Wenn wir den OKA fertig haben, werden wir nach Queensland reisen und ihn Brunos Familie und unseren Freunden zeigen.

Da wir wieder auf See sind, hat auch die Mannschaft wieder etwas Zeit sich zu entspannen.
Von links nach rechts sieht man hier den Kapitän Mr. Deruy, den Zweiten Kapitän Mr. Barbey, den Lehrling Tangy und den Offizier Adrian.

Montag, 31. Oktober 2005

Ankunft in Botany Bay in der Nähe von Sydney

Nach Mitternacht erreichen wir Botany Bay in der Nähe von Sydney.
Leider haben sie den Containerhafen aus Sydney weg hierher verschoben.
Vor drei Monaten noch, auf dem letzten Trip der Matisse, mussten sie immer noch nach Sydney rein, vorbei an der Opera und der Harbour Bridge.

Deutsche Sprache - schwere Sprache ....
Australien ist sich offensichtlich der Probleme der Touristen bewusst, wobei eines das fahren auf der linken Strassenseite ist. Die meisten sind sich ja gewohnt auf der "rechten" Strassenseite zu fahren.

Wir nehmen den Bus und fahren ins Zentrum von Sydney.
Wir brauchen unbedingt ein Internet-Café. Wir müssen Daten auf unsere Webseite hochladen. Den letzten Update hatten wir in Auckland gemacht.
In Australien betreiben die meisten Starbucks Coffees einen Hotspot das den Internet Access ermöglicht, aber wir brauchten 2 Stunden um das herauszufinden, da wir zuerst eine falsche Information erhielten.

....... Na was gibt's denn heute zu essen?

Wie in früheren Jahren auch, gefällt uns die Architektur vieler australischer Wolkenkratzer.
Verglichen mit anderen Orten der Welt sehen sie irgendwie elegant aus.


Die australischen Architekten haben ein gutes Gefühl beim integrieren von altem in neuen.
Einige Wolkenkratzer sind um alte Gebäude herumgebaut, oder alte Fassaden in die neuen Gebäude integriert.

Am Centre Cove kommen wir an Tank Stream Brunnen mit den Skulpturen von Stephen Walker vorbei.
Eine Inschrift besagt:
1788: Ein Strom fliest zur Sydney Cove. Die Besiedlung Australiens durch die Europäer beginnt entlang seiner Ufer aus Sandstein.
Kurze Zeit später folgt eine Dürre und Wassertanks werden in den Sandstein gegraben. Daher der Name Tank Stream. Die Jahre vergehen.
1981: Der Tank Stream Brunnen erinnert an die vergangene Abhängigkeit von diesem fliessenden Strom und unsere Verbindung mit dem Leben dieser Region.

Entlang der Promenade am Hafen von Sydney spielen Musikanten auf verschiedenen Instrumenten.
Der Digeridoo Spieler auf dem oberen Bild gebraucht ein Mikrofon um besser gehört zu werden. Seine Darbietung tönt wie Techno - sehr modern - sehr gut.

Klar kennst du diese Aufnahmen ... die Sydney Oper.

Die bekannte Brücke über die Bucht, Kleiderbügel genannt.
Man kann die Brücke besteigen, aber es ist ein sehr, sehr teueres Abenteuer und damit leider weit über unserem Budget.

"The Rocks" ist ein Gebiet rund um den alten Hafen, zwischen dem Opernhaus und der Brücke.
Einst ein sehr verkommener Stadtteil so ist das Gebiet heute sehr pittoresk mit all den restaurierten Gebäuden, in denen viele verschiedenartige Geschäfte, Galerien, Restaurants und teure Hotels untergebracht sind.

Bevor wir Sydney wieder verlassen machen wir mit der normalen Fähre noch eine Tour rund um den Hafen.
Es ist immer noch eine sehr hübsche Stadt ....

Wir nehmen den letzten Bus zurück zur Botany Bay.
Es scheint als ob es die Fahrerin eilig hat nach Hause zu kommen. Sie fährt den Gelenkbus beinahe rennmässig durch die Stadt; so eine Fahrt haben wir noch nie erlebt.
Bei der Endstation sitzen nur noch wir im Bus und machen keine Anstalten auszusteigen. Wir haben nicht gesehen, dass der letzte Bus nicht mehr bis zum Frachthafen fährt, sondern nach der Ortschaft direkt ins Busdepot fährt.
Nachdem sie uns gefragt hat, wohin wir eigentlich wollten, macht die Busfahrerin für uns einfach noch den Umweg über den Frachthafen.
Danke vielmals - das ist Australien!

Dienstag, 1. November 2005

Auslaufen aus Sydney zum Tasmanischen Meer (S 37, E 149)

Es ist ein sonniger, ruhiger Tag, ohne Wind und mit Temperaturen um 20°C.

Am Morgen um 6:30 verlassen wir Botany Bay und fahren beim Ausgang der Bucht an alten Verteidigungsanlagen vorbei.
Wir werden für ein wenig mehr als einen Tag auf See sein, bis wir Melbourne erreichen.

Mittwoch, 2. November 2005

Arrival at Melbourne

Es ist sonnig und bis 27°C heiss als wir kurz nach dem Mittagessen den Eingang zur Port Phillip Bay erreichen.

Die Matisse wird für etwa 4 Stunden durch die Bucht und den Yarra River fahren, bis wir den Hafen von Melbourne erreichen.

Tangy der Lehrling bekommt ein praktisches Training im Navigieren.

Bevor wir in die Bucht einfahren, wird das Steuersystem der Matisse getestet um sicher zu gehen, dass Steuerung und Motor auf alle Befehle reagieren.
Ein Fehler der Systeme könnte das Schiff auf seiner Fahrt nach Melbourne auflaufen lassen.

Da die Einfahrt nach Melbourne, ist sehr anspruchsvoll, weil sie sehr schmal und seicht ist, sind alle voll konzentriert. Das da oben ist der Steuermann .... nix da mit grossem Holzrad!

Nur die Offiziere mit Rang und Namen, aber ohne Aufgabe können es gelassener nehmen :-)

In Melbourne produziert Ford Fahrzeuge.
Grosse Mengen von Fahrzeugen stehen bereit zur Verschiffung in andere australische Städte und in den asiatischen Raum.

Die Fahrt den Yarra River hoch bis zum Hafen von Melbourne ist sehr interessant. Es gibt viel zu sehen.

Natürlich kann der letzte Teil nicht unter eigener Kraft gefahren werden, da die Matisse unter 5 Knoten Geschwindigkeit nicht mehr manövrierfähig ist. Das Schiff ist auf die Hilfe der Tugs, unter dem Kommando des Lotsen, angewiesen.

Wir sehen, dass diese Begleitschiffe unter panamesischer Flagge laufen und fragen den Lotsen und den Kapitän nach dem Grund.
Die Behörden hatten zu viele Probleme mit den lokalen Gewerkschaften der Hafenarbeiter und mit endlosen Streiks.
Heutzutage wird alle Arbeit im Hafen von externen Firmen geleistet (outsourced). Das ist viel effizienter und zudem noch kostengünstiger.

Wir sehen diese Effizienz etwas später: Melbourne ist, nach Hamburg, der zweitbest organisierte Hafen den wir bis jetzt angefahren haben.
Das Ent- und Beladen geht sehr schnell.
(In Hamburg, brauchten sie durchschnittlich 1 Minute und 8 Sekunden für einen Container)

Uns gefallen im speziellen die gelben "Spinnen" die über das Peer flitzen.

Wir fahren in die Stadt um einen ersten Eindruck von ihr zu bekommen.

Erstes Ziel ist der Rialto Tower, (vorläufig) das höchste Gebäude der südlichen Hemisphäre. Es wurde 1986 fertig gestellt.
Seine Höhe über alles beträgt 253 Meter, die Aussichtsplattform ist auf 236 Metern.
Einige statistische Daten:
38 Fahrstühle mit über 700 Türen
95 km Fahrstuhlkabel
70 km Sprinklerleitungen für den Feuerschutz
1.8 Hektaren Glasfenster
228'000 Tonnen Gewicht .....

Wie man sieht ist die Aussicht atemberaubend.

Aber auch andere Gebäude sind sehenswert.

Zum Nachtessen gehen wir zur Restaurant-Meile am Yarra River und danach ist es bereits wieder Zeit um uns von der Stadt zu verabschieden.

Donnerstag, 3. November 2005

Melbourne und Abfahrt von Melbourne nach Adelaide (N 3, W 93)

Am Morgen regnet es, also bleiben wir auf dem Schiff und machen technische Aufnahmen. Am Nachmittag wird das Wetter zwar etwas besser, aber der Wind frischt auf.

Es sieht aus als ob wir eine recht durstige Crew hätten .... mehr Wein, mehr Bier etc. wird an Bord gebracht.

Tangy bekommt eine Ausbildung im analysieren des Wassers. In jedem Hafen muss der Salzgehalt des Wassers gemessen werden.
Der Wert wird verwendet um voraus zu berechnen, wie viel Wasser, nach dem laden der Fracht, in die Ballast-Tanks gepumpt werden muss, so dass das Schiff später auf offener See optimal im Wasser liegt.
Wenn der Salzgehalt im Hafen hoch ist, schwimmt das Schiff im Hafen, auf Grund der höheren Dichte des Wassers, höher im Wasser - wenn der Salzgehalt niedriger ist, weil es sich um Süsswasser handelt, liegt es tiefer im Wasser.

Es ist interessant das kleine Schiff, mit dem man früher die Ozeane überquerte, vor einem modernen Containerschiff zu sehen.
Da war sicher noch einiges mehr an Abenteuer dabei als heute.

Wir schauen der Crew zu, wie sie vor der Abfahrt die Gangway einzieht ...

Die Arbeitsbereiche an Bug und Heck sind für uns Passagiere, während dem dort gearbeitet wird und solange wir im Hafen sind, gesperrt.
Die Seile, welche verwendet werden stehen unter enormem Zug und wenn eines reissen würde, könnte es zum tödliches Geschoss werden.
Aber wir können immerhin aus sicherer Entfernung zusehen, wie sie die unterdessen losen Seile einziehen.

Dann verlassen wir Melbourne und fahren auf dem Yarra River zurück i Richtung offenes Meer.

Grosse Schiffe - kleine Schiffe. Zwischen dem Kamin der Matisse und der Brücke hat es nicht allzu viel Platz (meint man).

Während der Fahrt im offiziellen Kanal für die kommerziellen Schiffe wird der Lotse plötzlich nervös.
Ein kleines Boot befindet sich innerhalb der gesperrten Zone, 2 Typen sind am fischen und winken uns beim vorbeifahren freundlich zu.
Der Lotse sagt uns, dass der Besitzer des Bootes, nach seiner Rückkehr gebüsst werde.
Er bittet uns die Registratur des Bootes mit dem Teleobjektiv zu fotografieren.
Vor einer Woche wurde hier ein solches Boot von einem Frachtschiff "überrollt", was einige Opfer zu Folge hatte. ...

So wie wir den Schutz der Bucht verlassen wird die See rauer.
Das Boot das den Lotsen aufnehmen muss, kann wegen der Wellen nicht nahe genug an die Matisse heran.
Die Matisse dreht so ab, dass es auf einer Seite etwas ruhiger wird, so dass das Boot längsseits gehen kann und der Lotse gefahrloser umsteigen kann.
Bei der Rückfahrt des Lotsenbootes sieht man wie stark die Wellen sind. Das Schiff verschwindet teilweise beinahe hinter den Wellen oder verschwindet hinter der Gischt
Interessant anzusehen!

In der Nacht erwartet uns ein Sturm - ja, wir warten darauf, wir lieben das.

Freitag, 4. November 2005

Great Australian Bight (S35, O 137)

Während der Nacht werden die Wellen bis 4 m hoch und die Dünung 2 m. Beide Wellentypen treffen uns seitlich.
Die Matisse rollt. Und macht das gottlob nichts aus, nur duschen oder Wäsche waschen ist bei der Schaukelei auf die Länge ungesund.
Unser Professor aber ist wieder im Bett und isst nichts.
Nicht dass er bereits krank wäre, aber wenn er umherlaufen würde könnte es ja sein, dass er krank würde. Also entscheidet er sich pro-aktiv zu handeln .....

Wir werden von einigen Delfinen begleitet. Das ist heute leider eher selten.
Susi erinnert sich dass sie während der Überfahrt von Peru nach Europe 1969 beinahe jeden Tag Delfine sichteten.
Die Delfine spielten mit den Bugwellen und machten ein Rennen gegen das Schiff.

Am Abend erreichen wir den Schutz der Bucht vor Adelaide und unser Professor ist auch wieder unter den Überlebenden zu finden.
Die Sonne wird auf dem Meer reflektiert. Die Spiegelung ist so intensiv, dass man in der Nähe der Sonne den echten Horizont überhaupt nicht mehr sehen kann.

Samstag, 5. November 2005

Adelaide

Ein perfekter, heisser Tag mit Temperaturen nahe 30°C ist und in Adelaide beschert.

Wie meistens, nehmen wir ein Taxi und fahren in die Stadt.
Wir müssen für Xavier den Koch, Känguru und Krokodil Rezepte auftreiben. Er möchte uns das Zeugs, bevor wir die Matisse in Fremantle endgültig verlassen, noch vorsetzen. Das ist etwa so formuliert, wie es Susi empfindet :-).

In Adelaides CBD = (Central Business Centre) hat es immer noch viele, gut erhaltene, alte Gebäude.
Wegen der Nähe des Flugplatzes und weil die Flugzeuge die Stadt überfliegen, können hier keine Wolkenkratzer gebaut werden.

Das ist typisch australischer Humor - wir lieben ihn.

Mit nur 4 Stunden Aufenthalt, sind wir schon bald zurück im Hafen.
Da es Samstag ist, sind mit Ausnahme der Bewachung, nur wenige am Arbeiten.
Da wir uns aus Sicherheitsgründen nicht selber im Hafengelände bewegen dürfen, schliesst der Wächter kurzerhand den Hafen ab und fährt uns zum Schiff.
(Vielleicht ist er auch einfach froh, dass wir weg sind und er nun ein ruhiges Wochenende vor sich hat ....)

Bald schon ist die Matisse bereit zum auslaufen. Das war unser letzter Stopp :-(

Der Kanal vom Hafen hinaus in die offene See ist einmal mehr sehr schmal und seicht.

In Adelaide sind es die hier produzierten Holden, welche auf den Transport warten. Die Basis der Holden Fahrzeuge sind Wagen von General Motors.

Wir passieren ein Schaf-Transport-Schiff, voll beladen und bereit für den arabischen Markt. Es ist ein bedrückender Anblick.
Das Schiff fasst etwa 80'000 Schafe. 40 Angestellte passen während der Fahrt auf die Schafe auf.
Die auf den wenigen Platz zusammengepferchten Schafe tun uns Leid .... und wir fragen uns, wie viele der Tiere wohl bereits während des Transports umkommen werden.

Man beachte die vielen Vögel auf der Mole.

Bis Fremantle erwarten sehr schlechtes Wetter.
Wir werden höchstwahrscheinlich sehr nahe am Zentrum eines Tiefs vorbeifahren.

Sonntag, 6. November 2005

Great Australian Bight (S 35, O 129)

Die Uhr wird auf GMT - 14.5, und später auf GMT -15 zurückgestellt.

Wir händigen Xavier die ergatterten Rezepte aus. Sieh was er uns zum Mittagessen gekocht hat!
Salade de gésiers et magret de canard.
Fricassée de crocodile à l'australien, Riz - Garniture.
Fromage.
Gratin de fruits frais au Sabayon de Grand Marnier.

Sollte uns jemand nach unserem Gewicht nach der Reise fragen wollen, so möchten wir ihn doch höflichst bitten das zu unterklassen!

Am Morgen zwischen 8 and 10 Uhr fällt der Barometer um 4 auf 1000 hPa.
Am Nachmittag trifft uns ein schwerer Sturm von vorne und die Geschwindigkeit der Matisse muss von 20 auf 26 Knoten reduziert werden um das Schiff nicht allzu grossen Kräften auszusetzen.
Die Höhe der Wellen ist 4 - 6 Meter und die Dünung 3 Meter.
Wir fühlen uns bestens und geniessen den Sturm auf der Brücke - der Professor ist im Bett.

Montag, 7. November 2005

Great Australian Bight (S 35, O 119)

 

Heute arbeiten wir an den Bildern, welche wir in den letzten paar Wochen noch geschossen hatten.
Wir müssen damit bis zum Mittag fertig sein, da wir bis heute Abend alle CDs für die Mannschaft fertig gebrannt haben müssen.
Gottlob lässt der Sturm etwas nach während wir an den PCs arbeiten, sonst würden auch wir bei dem starken stampfen auf die Länge Seekrank.

Heute Abend ist unsre letzte Nacht auf See und so laden wir die ganze Crew zu einem Bye-Bye Apero in die Passagier-Lounge ein.
Die Einladung wird auch auf der heutigen Menukarte erwähnt.

Die gesamte Mannschaft folgt unserer Einladung, mit Ausnahme von Adrian natürlich, da dieser als einziger auf der Brücke zu arbeiten hat.
Im Video-Recorder läuft eine der DVDs welche wir an die Mannschaft verteilen. Bald schaut jedermann Fernsehen. Speziell die Bilder der Equatortaufe geben zu viel Gelächter Anlass.
Wir haben ihnen mit den DVDs eine riesige Freude gemacht.

Einige der Mitarbeiter sagen uns, dass sie es schade finden, dass wir die Matisse schon verlassen und sie uns lieber noch weiter an Bord hätten.
Aber wie immer: Jede noch so schöne Party hat ein Ende!
Wir hatten mit allen zusammen eine schöne Zeit verbracht.
Danke an alle, für eure gute Freundschaft und für die Art wie ihr uns an Bord aufgenommen und behandelt habt.
Die letzten 52 Tage waren eine grossartige Erfahrung, welche wir immer in guter Erinnerung behalten werden.

Dienstag, 8. November 2005

Arrival in Fremantle (Perth)

Die Uhren werden ein letztes Mal auf GMT -16 zurückgestellt.

Um 3 Uhr Morgens umfahren wir Cape Leeuwin (die süd-westliche Ecke von Australien) und somit trifft uns der nächste Sturm nun von der Seite.
Das Schiff rollt sehr stark.
Wir hören komische Geräusche aus der Passagier Lounge, als wenn etwas über den Boden schleift und dann an der Wand anschlägt.
Wir schauen nach und sehen, dass die Stühle i m Takt des rollenden Schiffes, von einer Seite auf die andere gleiten und dort von der Wand gestoppt werden.
Wir sichern die Einrichtung und gehen wieder ins Bett.

Das Rollen ist aber unterdessen so stark, dass man, wenn man sich nicht verkeilt, unweigerlich aus dem Bett fallen würde. Also gehen wir auf die Brücke, da dies im Moment der interessanteste Platz ist.
Dort hinauf zu kommen ist aber eine andere Sache.
Wir müssen uns mit dem Rollen der Matisse synchronisieren und dann ein paar Stufen der Treppen hochsteigen, wenn der Winkel gerade gut ist. Dann halten wir uns am Geländer fest und warten auf die nächste gute Gelegenheit.
Auf der Brücke sichern die Offiziere alles was sie können. Auch der Abfallkübel gleitet quer über die Brücke ..... swish .... bang .... swish ... bang ...
Gespannt schauen wir auf den Clinometer auf der Brücke, er zeigt ein seitliches Rollen bis 23° auf jede Seite. Das ist viel!
Wir bleiben bis zum Morgengrauen auf der Brücke und beobachten, wie uns die Brecher treffen. Es ist wahnsinnig, was für eine Masse das Schiff treffen muss, dass es so stark reagiert.
Wir lieben es!

Im Laufe des Morgens wird die See ruhiger.

Wir segeln in Richtung Fremantle, dem Hafen vor Perth. Die Silhouette von Perth, der Hauptstatt von West Australien, kann man vom Meer aus gut sehen.

Dann kommt das Lotsenboot ein letztes Mal und der Lotse kommt an Bord .....

.... und führt uns in den Hafen ...... die französische Flagge bei der Hafeneinfahrt heisst die Matisse willkommen.

Kleine Boote unterstützen die Matisse, indem sie die Taue für ihre Befestigung am Peer abholen.

Der Containerhafen befindet sich genau gegenüber dem Passagier Terminal.

Das futuristisch gebaute Fremantle Maritime Museum beheimatet auch ein Unterseeboot der Oberon Klasse, das von innen besichtigt werden kann. Sehr interessant.

Xavier macht uns ein letztes Mittagessen:

Carottes râpées, Saucisson à l'ail.
Filet de kangourou aux baies rouges, Garnitures.
Fromage.
Gâteau poire - chocolat.

Schon lange haben wir gesehen, dass das Bild in der oberen Ecke der Menukarte auf der Karte für die Passagiere nicht dasselbe ist, wie auf der Karte für die Mannschaft :-))

Wir besuchen Fremantle.

Im Hafengebiet findet man noch viele gut erhaltene, alte Gebäude.

Das Nachtessen nehmen wir in der Pizzeria Sandrino, im Vergnügungsviertel, ein.
[2007: Das ist unterdessen eines unsrer bevorzugten Restaurants].
Das rechte Bild, zeigt die bemalte Wand gegenüber der Pizzeria.

Mittwoch, 9. November 2005

Ausschiffen in Fremantle

Auch nach 52 Tagen an Bord ist es uns auf der Matisse nie langweilig geworden (und das nicht, weil wir so langweilige Typen sind).
Wir können nur jedermann ermutigen, einmal im Leben so eine Reise zu machen.
Sie ist es allemal Wert.

Die Zollbeamtin ist etwas geschockt als sie den Umfang unseres Gepäcks sieht, aber wir müssen einen sehr vertrauenswürdigen Eindruck machen, denn sie schaut sich unsere habe nicht einmal genauer an.
Ebenso geschockt ist der Taxifahrer, aber er bringt alles im Kombi unter.
Als wir aber unser Mietauto sehen, entscheiden wir uns sofort, Hans Peter im Taxi mit unserer Habe ins Hotel fahren zu lassen. Das Gepäck passt, zusammen mit 3 Personen, definitiv nicht in den kleinen Wagen ....

Einen letzten Blick zurück auf die Matisse, welche für die letzten 2 Monate unser Zuhause war - ein gutes, sicheres Zuhause .... und weg sind wir, Perth erwartet uns!


 

 

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Last updated: Saturday, 12.06.2010 4:20 PM


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